Opposition im Bund will Zuschüsse für BER vorerst stoppen
Die Luft für das Katastrophenprojekt BER wird immer dünner: Grüne, Linke und FDP im Bundestag fordern in einem gemeinsamen Antrag eine detaillierte Aufstellung der realen coronabedingten Schäden für die Flughafengesellschaft, bevor das Parlament die öffentliche Firma mit dreistelligen Millionenzuschüssen vor der Pleite rettet. Die droht ohne Soforthilfe schon im Oktober, also kurz vor der mutmaßlichen Eröffnung. Alles in allem könnte der BER nach neuen Berechnungen allein in seinem ersten Betriebsjahr mehr als 600 Millionen Euro Stütze aus Steuergeldern verschlingen. Eine als Ausweg denkbare Privatisierung von Anteilen der Flughafengesellschaft schließt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) vorerst aus: In der Krise wären die Anteile wohl „zu billig“.