Austritt von Sebastian Czaja: Berliner FDP reagiert kühl auf den Abschied
Vor wenigen Wochen wollte Czaja Spitzenkandidat der Berliner FDP für die Wahl werden, fand dafür aber nicht genügend Rückhalt. Nach langem Ringen verabschiedete er sich nun. Von Daniel Böldt und Margarethe Gallersdörfer.
Die Berliner FDP taumelt: Nach zahlreichen Austritten in den vergangenen Wochen, schmiss Dienstag der ehemalige Fraktionschef Sebastian Czaja hin (CP von gestern). In der Abschiedsmail an seine Ex-Parteifreunde heißt es: „Ich habe sehr lange mit mir gerungen. Doch dieser Schritt ist notwendig.“ Die Wahl zum Abgeordnetenhaus sei „eine Richtungswahl, wahrscheinlich sogar eine Schicksalswahl für unsere Stadt“.
Czaja setzt darauf, dass Kai Wegner diese gewinnt und damit ein Bündnis aus Linke, SPD und Grünen verhindert. Aktiv in den Wahlkampf für die CDU ziehen, wie es mehrere Medien berichteten, wird er wohl nicht.