Kalter Protest gegen die Chefetage: Mehr als 50 Neu-Krankmeldungen bei der BVG
Dass gerade so viele BVG-Fahrer ausfallen, liegt nicht nur an Corona. Einige Krankmeldungen sind auch Protest gegen neue Dienstpläne und weniger Freizeit. Fahrplanlücken voraus. Von Lorenz Maroldt.
Das Schulessendesaster ist noch nicht überstanden (nach drei Wochen setzt die Bildungsverwaltung jetzt immerhin mal eine „Taskforce“ ein), da nimmt das U-Bahndesaster seinen Lauf: Nach Checkpoint-Informationen vom Sonntag hatten sich mehr als 50 Fahrer neu krankgemeldet – zum einen gab es etliche Coronafälle, zum anderen ist aber auch die Rede von einem kalten Protest gegen die Chefetage (es gibt Frust über neue Dienstpläne, weniger Freizeit, Wochenend- und Nachteinsätze). Die Folge: Auf fast allen Linien gab es enorme außerplanmäßige Taktlücken von 10, 15 und sogar 20 Minuten – obwohl die Fahrpläne wegen maroder Wagen ohnehin schon gestreckt wurden. In Fachforen wird befürchtet: „Wenn das am Montag so weiter geht, bricht das komplette Chaos aus.“ Unser Tipp: Schneiden Sie diese Meldung zur Vorlage bei Ihrem Arbeitgeber aus – pünktlich kommen Sie so jedenfalls nicht.