Statt den Grunewald abzuholzen: Die SPD will eine neue Tempelhof-Debatte
Apropos Ewigkeitsgarantie: Die SPD hat sich einen zweiten Volksentscheid zum Tempelhofer Feld ins kürzlich veröffentlichte Wahlprogramm geschrieben. Dafür sei man offen, heißt es: „Sollte es eine Mehrheit für eine Randbebauung mit Wohnungen und sozialer Infrastruktur geben, ist es für uns zwingend, dass die Flächen nur für Wohnungsbau durch die landeseigenen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften genutzt werden.” Auf welche Widerstände diese Haltung den Nutznießern des freien Feldes stoßen dürfte, musste nun gleich Kevin Kühnert erfahren: „Wenn wir nicht den Grunewald abholzen wollen, dann werden wir uns riesige Freiflächen wie das Tempelhofer Feld ansehen und uns vom Purismus einer gänzlich unantastbaren grünen Wiese verabschieden müssen”, sagte er in einem Interview mit der NZZ.
„Idiotisch und substanzlos“ sei, was Kühnert da erzähle, ätzte der Geschäftsführer des BUND in Berlin öffentlich. Die Angst vor einer neuen Tempelhof-Debatte scheint groß.