„Ich will den Bürgern den Glühwein nicht verbieten, ich will sie nicht als Untertanen behandeln.“

Traut sich jemand? „Wer sich in der Pandemie nie geirrt hat, der hebe bitte den Arm“, sagt Kultursenator Klaus Lederer (Linke) meiner Kollegin Sabine Beikler und mir im Interview. Lederer sorgt sich um die Konsequenzen des geplanten harten Lockdowns: „Wohlhabende Eltern können den Umgang mit ihren Kindern bei geschlossenen Schulen weitaus einfacher organisieren als eine mehrköpfige Familie oder Alleinerziehende. In einer Villa mit Garten lässt sich ein harter Lockdown besser aushalten als in einem dicht besiedelten Stadtquartier.“ Am Regierungsstil eines Markus Söder und an „Holzhammer“-Maßnahmen möchte sich der Spitzenkandidat der Linken kein Beispiel nehmen: „Ich will den Bürgern das Glühweintrinken nicht verbieten, ich will sie nicht als Untertanen behandeln.“ Was Lederer zu den Berliner Lockdown-Plänen sagt, warum er sauer auf Olaf Scholz ist und, welche Öffnungsperspektiven er für Kulturbetriebe sieht, lesen Sie hier.