Verstopfter Gully nach Regenguss: So geht Service – ein Lob an die Berliner Landesbetriebe

Nach heftigem Regen bildet sich See in der Nähe einer Tiefgarage. Zwei Anrufe bei Wasserbetrieben und BSR später, wird für Abhilfe gesorgt. Das Protokoll einer lobenswerten Aktion. Von Stefan Jacobs

Verstopfter Gully nach Regenguss: So geht Service – ein Lob an die Berliner Landesbetriebe
Symbolbild: Imago / Sabine Gudath

Nach dem morgendlichen Monsun gestern hatte sich um einen offenbar verstopften Gully nahe dem CP-Homeoffice ein See gebildet – in bedenklicher Nähe zu einer Tiefgarageneinfahrt. Anruf bei den Wasserbetrieben, wo sofort jemand abnimmt: Man möge die BSR anrufen, damit die den Schmutzfang unterm Gully reinigt. Der BSR-Telefonautomat fordert: „Bitte nennen Sie den Grund Ihres Anrufs.“ Ob der Automat die Problembeschreibung verstanden hat, bleibt sein Geheimnis. Jedenfalls verbindet er mit dem Kundendienst, bei dem sich nach vier Minuten in der Warteschleife eine Frau mit BSR-Stimme meldet und nach Adressabfrage entschlossen verkündet: „Wir kümmern uns!“ Am Mittag war die Lache weg. So geht Service, Ihr Telefon-Handy-Strom-Paket-Versanddienst-Servicewüstenbewohner!

Der Verwaltungschatbot Bobbi kennt übrigens keine verstopften Gullys: „Könnten Sie vielleicht versuchen, Ihre Frage anders zu formulieren?“, erkundigt sich der Bär mit der Nerd-Brille auf berlin.de. Ein Beispiel für genehme Fragen liefert er gleich mit: „Wann hat das Standesamt Köpenick geöffnet?“. Also, wann, Bobbi? „Ich habe mehrere passende Standorte für Sie gefunden.“ Konkret sind es zwei, davon einer in Tempelhof-Schöneberg. Mann, Bobbi, du Nasenbär! Und was brauche ich zum Heiraten? „Ich bin mir nicht ganz sicher. Haben Sie eine Folgefrage zu Standesamt Treptow-Köpenick oder möchten Sie das Thema wechseln?“ Das Thema oder die Stadt, das ist hier die Frage.