Wie halbe Klassen das Infektionsrisiko verkleinern könnten
Am Montag geht’s los: Rund 365.000 Schülerinnen und Schüler packen nach den Sommerferien wieder ihre Ranzen. Weil kaum jemand so recht weiß, wie das infektionssicher gelingen soll, hat die Werbellinsee-Grundschule in Schöneberg Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) jetzt einen Brief geschrieben: „Das Kollegium […] möchte seine große Sorge zum Ausdruck bringen, dass am 10. August der Regelunterricht in voller Klassenbesetzung beginnen soll“, heißt es im Schreiben, das dem Checkpoint vorliegt. Reisen in Risikoländer würden das Infektionsrisiko steigen lassen – „und damit auch das Risiko, das Virus in die Schulen zu tragen“. Täglich kommen an den Berliner Flughäfen 2000 Reisende aus Risikogebieten an. Auf den Mindestabstand im Unterricht wollen die Lehrer deshalb nicht verzichten. Sie schlagen vor, zumindest in den ersten zwei Wochen den Unterricht in halben Gruppen durchzuführen, mit zwölf statt 25 Schülern, um die Inkubationszeit einer Corona-Infektion zu berücksichtigen. Die Berliner GEW unterstützt den Vorschlag ausdrücklich. Und die Bildungssenatorin? Wir haben Freitag, bis die Bildungsverwaltung auf den Brief geantwortet hat, ist sicher…ach, lassen wir das.