Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Dinge zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Johannes Siegmund und der Fingerskatepark.
„Alles fing an mit einem Plastikboard und ein paar selbstgebastelten Pappelementen. Plötzlich tat sich ein neues Universum auf und ich wurde mit einem Vorurteil konfrontiert. In meiner Jugend dachte ich, dass Fingerboarden nicht ernstzunehmen ist und man dafür nichts können muss. Nun üben wir fast ein Jahr, der Park ist gewachsen, wir haben auch einen Einkaufswagen, einen Kasten Sterni, einen Plastik-Goldbarren und bewältigen nur die einfachsten Tricks. Man muss nämlich doch eine Menge können: Finger präzise ansteuern, den Blick schärfen, nicht verkrampfen bei komplexeren Bewegungen, die gewohnten Bewegungsmuster mit der Haupthand ablegen, etc. Wir haben nun alle Nachbarskinder angesteckt und es gibt mehrere Skateparks in den umliegenden Häusern.“