Knorrige, alte Bäume säumen das Ufer, hin und wieder ragt ein Holzsteg ins Wasser. Malerisch sieht sie aus! Ganz im Süden des Tegeler Sees liegt die Insel Maienwerder. Sie soll zehn privaten Eigentümern gehören, rund 100 kleine Grundstücke umfasst die hiesige Schrebergartenkolonie – ans Stromnetz angeschlossen ist hier niemand. Die 440 Meter lange und 220 Meter breite Insel liegt windgeschützt und eingeklemmt zwischen Valentinswerder und der Halbinsel Kleine Malche. In den Sommermonaten fährt eine private Fähre zwischen den Inseln. Mehr Natur nahe der Großstadt geht kaum. Sollten sie nicht das Glück haben, eines der kleinen Grundstücke gepachtet zu haben, empfiehlt sich ein Ausflug per Boot. Anker raus, Badehose an und ab ins Wasser – vom sonnigen Schiffsdeck aus betrachtet, haben es die Inselbewohner auch gar nicht mehr so viel besser als man selbst.
Text: Julius Betschka
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