Die nördlichste Insel im Tegeler See, Hasselwerder, sieht aus der Luft mit etwas Fantasie aus wie ein grinsender Mund. 300 Meter lang und 60 Meter breit hat man die Insel mit dem Boot in wenigen Minuten einmal umrundet, im Norden liegt ein kleiner Steg. Zwischen Bäumen stehen noch einige verlassene Lauben, früher gehörte dem Reeder Walter Haupt die Insel – die Datschen wurden an Feriengäste vermietet, zelten war erlaubt. Heute ist die Insel Landschaftsschutzgebiet. Wer gerade kein Boot zur Hand hat, stellt sich am Besten mit einem Fernglas auf die Greenwichpromenade und hält nach Vögeln Ausschau. Im Winter machen Prachttaucher und andere seltene Flügeltiere auf Hasselwerder Pause. Sie kommen aus Island und Norwegen, fliegen nach Süden und landen nur hier. Vielleicht haben sie das Grinsen gesehen?
Text: Julius Betschka
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