Umspült vom rollenden Verkehr auf Munsterdamm und Prellerweg, an den Ausläufern des Schöneberger Südgeländes, schlummert der Insulaner. Die Trümmer des Zweiten Weltkrieges hat der 78-Meter-Riese gut versteckt, unter einer Schicht aus Lehm und Erde. Sein Name erzählt noch von Teilung und Kaltem Krieg, eine Schulklasse taufte ihn 1951 nach dem antikommunistischen RIAS-Hit „Der Insulaner verliert die Ruhe nicht“ von Günter Naumann und Band. Der Insulaner, wie wir ihn heute kennen, ist das Lummerland des Berliner Südwestens. Egal ob schwimmen und Pommes essen im Sommerbad „Insu“, schaukeln, Volleyball spielen und minigolfen oder Sterne gucken am Nachthimmel – alles, was das Herz zum Lachen bringt, geht hier. Checkpoint-Geheimtipp: Unterhalb der Sternwarte, wo die Bäume den Blick freigeben, eröffnet sich BergsteigerInnen ein herrliches Berlin-Panorama. Und ein Fun-Fact, der eigentlich ziemlich traurig ist: Rodeln ging hier auch, als es in Berlin im Winter noch geschneit hat. Sogar einen Ski-Lift soll es mal gegeben haben. In Zukunft heißt es wohl umsatteln: auf Gras-Skier.
Text: Florenz Gilly
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