Kaffee mit Käuzchen
Essen & Trinken im Grunewald – Kaum aus dem Bus gestiegen, duftet es nach Wald und auch der Straßenlärm verstummt auf dem kurzem Weg zum Kunsthaus Dahlem. Stattdessen: Vogelgezwitscher und Blätterrauschen. Wo früher Arno Breker Plastiken für die Monumentalbauten Albert Speers entwarf und später Bildhauer Bernhard Heiliger sein Atelier hatte, wird seit 2015 Kunst der Nachkriegsmoderne ausgestellt. Seit einem Jahr lädt zudemein luftiges Museumscafé mit großer Außenterrasse zum Plausch unterm Blätterdach ein. Vor mächtiger Kulisse (10 Meter Deckenhöhe, Betonfußboden, massive Backsteinwände) serviert das Team von Gerald Greh (hier im Interview) selbstgebackenen Kuchen, cremige Cappuccini und eine kleine Auswahl warmer Speisen wie Spargelgratin und Königsberger Klopse (13,50 Euro). Greh, der auch das Café K im Kolbe Museum bis zu seiner Sanierung betrieb, traf der Lockdown hart, weil das Café am Käuzchensteig 12 gerade zu florieren begann und auch nach der Wiedereröffnung Einnahmen durch Veranstaltungen fehlen werden. Er ist trotzdem optimistisch, denn sein Kleinod im Grunewald bietet MuseumsbesucherInnen wie SpaziergängerInnen eine sehr schöne Gelegenheit zur Einkehr mitten in der Natur und in direkter Nachbarschaft zum Brücke-Museum, einzig: „die Berlinerinnen und Berliner müssen das auch wissen.“ Sollte hiermit erledigt sein! Geöffnet ist Mi-Mo 11-17 Uhr, vom S/U-Bhf Zoo sind es nur wenige Minuten bis zur Haltestelle Brücke-Museum/ Kunsthaus Dahlem (Bus X10). (Foto: Gerald Greh)