Encore
„Berlin ist die langweiligste, hässlichste Stadt, die es gibt“, hatte der chinesische Künstler Ai Weiwei der „Berliner Zeitung“ gesagt, und da wir uns hier ja nur von uns selbst beleidigen lassen, hatten wir Sie um etwas Widerspruch gebeten – ein paar Ausschnitte:
„Der nervt.“ (Lony Manthey)
„Danke, Ai Weiwei! Dafür, dass ich Dir 2015 meine Legos für ein Kunstprojekt in Berlin gespendet habe, hättest Du ruhig etwas freundlicher sein können.“ (Claus Müller)
„Ai Weiwei sollte so schnell wie möglich nach London ziehen, wo alles viel besser ist. Mal sehen, wie lange er es dort aushält.“ (Eleonore Schäfer)
„Herr Ai Weiwei, nennen Sie mir bitte eine Stadt, in der man in größerer Freiheit leben kann als in Berlin.“ (Isabelle d’Heureuse)
„Es spricht für den Künstler, dass er augenscheinlich noch nie in Stuttgart war. Herzliche Grüße aus Heidelberg.“ (Michael Remus)
„Guten Morgen, da könnte man persönlich werden... Wäre aber nicht eigen einer Stadt, in der jede und jeder so sein kann, wie es möchte. Die Attraktivität und die gewöhnungsbedürftige Ästhetik dieser Stadt entsteht von Menschen, die frei und willig hier leben und es aushalten, ihre Meinung sofort und geradeaus zu liefern. Nachtretende Mimosen und dünnhäutige Trainer haben es hier in der Tat schwer – Wieso braucht der Bus heute so lange?“ (Gent Lazri)