Beef zwischen Berlin und Baden-Württemberg
„Echte Schwaben ziehen um“ steht auf Plakaten, die der Senat in Stuttgart kleben lässt – sie sind Teil der neuen Berlin-Werbung (Motto: „Wir können unfreundlich, aber auf die nette Art“). Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann kontert: „Ich kann verstehen, dass Berlin etwas vom schwäbischen Erfolgsrezept abhaben möchte.“ Und auch dem Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) entlockt das nur ein müdes Lächeln, wie der SWR herausgefunden hat: „Echte Schwaben ziehen nicht um, echte Schwaben ziehen an - auch Berlinerinnen und Berliner“, verkündete er.
Tja, fragt sich nur, wie sie da hinkommen sollen … oder ist der Bahnhof endlich mal fertig? Ach, nein? Die Eröffnung von Stuttgart 21 wurde um sieben Jahre verschoben? Und die Kosten haben sich vervierfacht? Super „schwäbisches Erfolgsrezept“! Aber sowas können wir hier auch.
Apropos „echte Schwaben ziehen an“ (da wir jetzt sowieso schon mal da sind): Es fliegen offenbar weniger Berliner als Störche aufs Ländle, wie der Bürgermeister von Hohenfels (nahe Bodensee) klagt. Er will jetzt eine „Obergrenze“ für den Zuzug der Vögel einführen. Das könnte in Berlin jedenfalls nicht passieren, wie auch auf einem anderen Senatswerbeplakat steht: „Tierpark gibt’s. Zoo gibt’s auch. Und Zirkus ist sowieso jeden Tag.“ Außerdem haben wir genug mit den Tauben zu tun, und ansonsten gilt das Berliner Grundgesetz, Paragraf 1: „Wir haben alles. Nur keinen Bock.“
Übrigens: Wir haben zwar keinen Bock, dafür aber die Faulbrut – in Pankow wurde deshalb jetzt ein Ein- und Ausreiseverbot für Bienen verhängt (falls Sie eine treffen, sagen Sie ihr bitte Bescheid).