Damenrandale an der Fleischtheke
Zum Schluss heute mal ein Blick mit der „B.Z.“ ins Amtsgericht – und schon haben wir eine Geschichte aus dem prallen Berliner Leben.
Die Protagonisten: Auf der einen Seite Heidi (41), Fußpflegerin; ihre Schwester Ella (27), Friseurin; und Klara (26), Spielhallenaufsicht. Auf der anderen Seite: Karsten (50), Techniker; und Hubert (53) Kaufmann.
Der Schauplatz: „Real“ in der Müllerstraße.
Die Story, gestern von den Beteiligten erzählt im Gericht: Heidi und Klara machen sich an der Tiefkühltruhe über eine Geflügelkeule lustig. Ella fährt Roller mit dem Einkaufswagen und schießt knapp an Karsten vorbei. Karsten sagt zu Hubert: „Hat mich der Pferdearsch gerade berührt?“ Ein paar Sekunden später fallen die Damen über ihn her: „Das Handy fliegt runter, die Brille durch die Luft. Der Pferdearsch grätscht mir ins Knie. Ich liege am Boden, Hubert blutet am Kopf. Ein Büschel lange, dunkle Haare liegt auch am Boden.“ Ella (empört): „Das waren meine Extensions!“. Hubert: „Die Damen stoben erst auseinander, als Personal dazu kam. Meine Platzwunde ließ ich an der Fleischtheke versorgen.“
Epilog: Heidi, Ella und Klara zahlen 500 Euro an die Justizkasse. Karsten und Hubert wohnen nicht mehr in Berlin. Sie sind zurück in die Provinz gezogen.