Touri in der eigenen Stadt: Ein Besuch auf dem Tempelhofer Feld
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: ein Ausflug aufs Tempelhofer Feld.
Erst wer diese Weite mitten in der Stadt selbst erlebt hat, versteht ihre vehementen Verteidiger. So viel Himmel ist sonst nirgends in Berlin, schon gar nicht mit Feldlerchengeträller. Von Neukölln aus über die Wiesen bis fast zum Horizont in den Sonnenuntergang blinzeln, im Slalom über die Startbahn kurven, beim plötzlichen Abheben tollkühner Kitedrachenpiloten erschauern, sich am ungewohnt entspannten Miteinander tausender Großstadtmenschen erfreuen – vieles ist hier möglich. Aber für Fußgänger hat das Feld seine Tücken: Die Wege ziehen sich, die Sonne brennt. Das spricht fürs Fahrrad. Mit dem kommt man mühelos auch bis in den wenig frequentierten südlichen Teil, der trotz der Nähe zu Ringbahn und A100 erstaunlich idyllisch ist.