Encore
Krach um Konfetti-Kontrollettis in Reinickendorf:Die SPD forderte Ordnungsstadtrat Sebastian Maack auf, dafür zu sorgen, dass nach den Hochzeiten die Papierschnipsel von der Rathaustreppe gekehrt werden. Hier die Antwort des Stadtrats:
1) „Das Ordnungsamt ist trotz seines prägnanten Namens nicht für das Saubermachen und Aufräumen zuständig. Dies erledigt auf öffentlichen Straßen die BSR und auf Bezirksgrundstücken und in Grünanlagen das Straßen- und Grünflächenamt (SGA).“
2) „In der Tat handelt es sich beim Werfen von Konfetti vor dem Standesamt um eine Ordnungswidrigkeit, zumindest, wenn dieses nicht anschließend wieder aufgesammelt wird, was ich allerdings noch nie erlebt habe.“
3) „Es darf nur der zur Rechenschaft gezogen werden, der das Konfetti geworfen hat. Solange sich das Brautpaar, dessen Namen und Adresse uns bekannt sind, nicht selbst mit Konfetti bewirft, was ich auch noch nie erlebt habe, müssten wir also zunächst die Identität der Gäste/Werfer feststellen.“
4) „Das würde bedeuten, dass ich zwei bis drei Mal pro Woche eine Streife des Ordnungsamtes (immerhin die Hälfte bis ein Drittel meines verfügbaren Personals) vor dem Standesamt postieren müsste. Damit würde der Tag zwar auch für alle unvergesslich bleiben, aber wohl anders, als man sich das wünscht.“
5) „Das Bezirksamt hat deshalb beschlossen, eine Reinigungsfirma damit zu beauftragen, die Straße und Umgebung jeweils nach der letzten Hochzeit reinigen zu lassen.“
Wir stellen fest: In Reinickendorf ist die Welt wieder in Ordnung – und wenn Sie sich davon selbst überzeugen wollen, empfehle ich Ihnen den „Leute“-Newsletter von Gerd Appenzeller.