Checkinale, Tag 3
Tag 3 unseres Checkpoint-Filmfestivals: Noch bis Ende der Woche empfehlen Ihnen an dieser Stelle Kultur- und Filmschaffende ihren Lieblingsfilm – und Sie können am Schluss abstimmen, welcher Streifen die Checkinale gewinnt und den „Goldenen Checkpoint“ erhält. Nach den Berlinale-Chefs Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek stellt nun Schauspielerin Lena Urzendowsky (hier eine Erinnerung an das Checkpoint-Sommerkino 2020 mit ihrem Berlin-Film „Kokon“) ihre Wahl vor:
„Ich habe mich dazu entschlossen, einen Film zu nennen, den ich erst vor nicht allzu langer Zeit gesehen habe, der allerdings aus meinem Geburtsjahr 2000 stammt. Es handelt sich um Dancer in the Dark von Lars von Trier. Dieser Film stellt für mich ein richtiges Gesamtkunstwerk dar. Ich finde, jedes Department hat eine in den Kosmos des Films passende eigene Sprache gefunden. Von der darstellerischen Leistung der Schauspieler will ich gar nicht zu schwärmen anfangen, denn dann sprenge ich den Rahmen. Ich finde es faszinierend, wie Björk es schafft, mit all ihren Talenten, diesen Film immer noch einen Schritt mehr zu bereichern, selbst wenn man denkt, das Maß an künstlerischer Leistung ist schon längst erreicht. Ich empfehle jedoch, den Film nicht allein zu schauen, einmal, weil es schön ist, sich danach mit jemandem auszutauschen, und auch, weil er harter Tobak ist.“
In unserer Berlinale-Glosse (heute von Birgit Rieger) geht’s übrigens um King Knut Elstermann („Der einfühlsamste Film-Talker der Stadt“). Mit ihm wird selbst eine Berlinale, die nicht richtig stattfindet, im Radio richtig großes Kino.