Touri in der eigenen Stadt: eine Erkundung durchs Naturschutzgebiet am Seddinsee
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: eine Erkundung durchs Naturschutzgebiet am Seddinsee.
Berlins größtes Naturschutzgebiet, die „Müggelspreeniederung“, ist schwer zugänglich – ganz im Sinne des Schutzes. Es umfasst fast 800 Hektar zwischen Müggelheim, Müggelspree, Seddinsee und der Stadtgrenze. Zwar führen der Spreeradweg und einige Waldwege hindurch, richtig eintauchen lässt sich die Landschaft aber nur per Boot – nicht lärmend wie auf dem Gosener Kanal, sondern leise auf dem urwüchsigen Gosener Graben. Dieser verbindet ebenfalls Dämeritz- und Seddinsee, bietet jedoch dschungelartige Inseln, Wildschwein-Badestellen und spiegelglattes Wasser. Mit Glück sieht man am Himmel einen Seeadler kreisen – und vergisst, dass man noch in Berlin ist.