Encore
So, wir kommen zum Schluss wie angekündigt noch mal zurück auf die Suche nach einem neuen Berlin-Slogan – Checkpoint-Leser Peter Schlass schlägt vor, einfach das Rheinischen Grundgesetz zu adaptieren: „Berliner, Zugezogene und Touristen können aus diesem Quell der Weisheit schöpfen. Und Kölsch gibt es ja (zum Glück!) inzwischen an jedem Büdchen äh... Späti!“
Na dann Prost:
Artikel 1: Et es wie et es. („Es ist, wie es ist.“)
Sieh den Tatsachen ins Auge, du kannst eh nichts ändern.
Artikel 2: Et kütt wie et kütt. („Es kommt, wie es kommt.“)
Füge dich in das Unabwendbare; du kannst ohnehin nichts am Lauf der Dinge ändern.
Artikel 3: Et hätt noch emmer joot jejange. („Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)
Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren.
Artikel 4: Wat fott es, es fott. („Was fort ist, ist fort.“)
Jammer den Dingen nicht nach und trauer nicht um längst vergessene Dinge.
Artikel 5: Et bliev nix wie et wor. („Es bleibt nichts, wie es war.“)
Sei offen für Neuerungen.
Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet. („Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit.“)
Sei kritisch, wenn Neuerungen überhandnehmen.
Artikel 7: Wat wells de maache? („Was willst du machen?“)
Füg dich in dein Schicksal.
Artikel 8: Maach et joot, ävver nit zo off. („Mach es gut, aber nicht zu oft.“)
Qualität über Quantität.
Artikel 9: Wat soll dä Kwatsch? („Was soll das sinnlose Gerede?“)
Stell immer die Universalfrage.
Artikel 10: Drinks de ejne met? („Trinkst du einen mit?“)
Komm dem Gebot der Gastfreundschaft nach.