Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Jascha Borufka (3), „Du bist mein Wirbelwind und Sonnenschein und es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht darüber freue, dass Du geboren bist. Bleib' so super, wie Du bist, Deine Mama“ / Chris Kurbjuhn (66) „meinem besten Onkel viele gute Wünsche für ein großartiges neues Lebensjahr, Gruß, deine Nichte Kirsten“ / „Liebste Lina, aus Berlin nach Brüssel die liebsten Geburtstagswünsche. Komm bald wieder, deine Henrike“ / Anke Loßmann (82), „engagierte Lehrerin und langjährige Rektorin“ / Joachim Luchterhand (80), ehem. für die CDU im AGH (2006-16) / Dagmar Reim (71), Journalistin und ehem. Rbb-Intendantin (2003-16) / Katrin Schultze-Berndt (54), CDU-Politikerin / Bettina Wegner (75), Liedermacherin
Sonnabend – Margot Friedländer (101), Holocaust-Überlebende / Walter Plathe (72), Schauspieler / Elke Sommer (82), Schauspielerin, Sängerin & Malerin / Johanna Steiner (39), Hörspielautorin und -regisseurin
Sonntag – Detlef Untermann (70), Journalist und Kommunikationsmanager / Volker Weidermann (53), Journalist, Autor, Moderator und Literaturkritiker / Thomas Wochnik, „Checkpoint-Autor, Wildsau-Kevin-Erfinder, grandioser Um-die-Ecke-Denker, Herzenskollege und Gitarrist der Checkpoint-Band: Wir wünschen feine Feierlichkeiten und verabschieden uns, mit freundlicheN Grunzen!“
Gestorben – Dipl.-Ing. Günter Peters, * 4. April 1941 / Detlef Schmidt, * 23. März 1937, Träger des Bundesverdienstkreuzes / Erwin Tetzlaff, * 2. März 1944 / Dr. Jürgen Wetzel, * 23. November 1938, Direktor des Landesarchivs Berlin a.D.
Stolperstein – David Reich wurde 1880 in Plock geboren, das genaue Datum ist nicht bekannt. Seine Frau Helene Reich stammte aus Schlesien. David Reich besaß in Włocławek (Leslau) in Polen eine kleine Baustofffabrik. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Gerda, Alexander Herbert und Marceli. Im Jahr 1929 siedelte die Familie nach der Pleite der Firma nach Berlin über. Sohn Alexander Herbert und die Eltern zogen 1938 nach Warschau, Marceli wurde dorthin im Oktober 1938 in das Warschauer Ghetto interniert, wo sich nach dem deutschen Überfall auf Polen auch seine Eltern sowie Bruder Alexander befanden. Am 22. Juli 1942, gleichzeitig mit dem Beginn der Räumung des Ghettos, heiratete Marceli im Ghetto seine Frau Teofila. Seine Eltern David und Helene wurden am 6. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und ermordet. Am 4. November 1943, heute vor 79 Jahren, wurde Alexander Herbert Reich im Arbeitslager Poniatowa bei Lublin erschossen Der Schwester Gerda war es bereits 1939 geglückt, mit ihrem Ehemann Gerhard Böhm nach London zu entkommen. Marceli und Teofila gelang am 3. Februar 1943 die Flucht aus dem Ghetto. Nach dem Krieg lebten sie zunächst in London, dann Warschau. Im Jahr 1958 legte Marceli sich den Namen Marcel Reich-Ranicki zu. Er wurde Lektor, Publizist, Schriftsteller, Gastprofessor in Deutschland, USA und Schweden. Er war der bedeutendste Literaturkritiker der Bundesrepublik Deutschland. Zum ersten Todestag Marcel Reich-Ranickis wurde an dem Haus an der Güntzelstraße 53 in Wilmersdorf, in dem er mit seinen Eltern David und Helene Reich lebte, eine Gedenktafel angebracht, auch ein Stolperstein erinnert dort an die Familie.