Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Franziska Drohsel (42), stellv. Vorsitzende der SPD Berlin-Lankwitz, ehem. Bundesvorsitzende der Jusos / Norman Foster (87), Architekt, entwarf u.a. die Reichstagskuppel / „Lieber Gerd, Alles Liebe zum 74. Geburtstag wünschen Dir Reinhild und Fuzzy“ / Stefan Grundmann (64), Rechtswissenschaftler, Kunsthistoriker und Ritter des Ordens des Sterns von Italien / Andreas Hoppe (62), Schauspieler / „Norbert Klietsch ist ein erfolgreicher Unternehmer und kann seine Hobbys gut einplanen. Seine hohe Zielstrebigkeit ist mit ein Grund für Erfolg. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Hans-Joachim Melchior“ / Sophie Rois (61), österreichische Schauspielerin / Heike Schmidt-Schmelz (43), stellv. Bezirksbürgermeisterin in ChaWi und Stadträtin für Bildung, Sport, Kultur, Liegenschaften und IT (SPD) / Anna Thalbach (49), Schauspielerin sowie Hörspiel- und Hörbuchsprecherin
Gestorben – Dr. med. Antje Marianne Hampel, * 18. April 1937 / Ernst-Günther Lüer, * 11. September 1925 / Dr. Dorothee Walther, verstorben am 8. Mai 2022 / Univ.-Prof. Dr. Manfred Schulz, verstorben am 13. April 2022, ehem. Professor für Entwicklungssoziologie an der FU
Stolperstein – Ilse Licht (geb. Krämer) wird am 14. Mai 1903 in Berlin geboren. Mit nur 20 Jahren hat sie durch tragische Ereignisse bereits ihre ganze Herkunftsfamilie verloren. Bis zu ihrer Hochzeit im November 1926 mit Ernst Licht, arbeitet sie als Sprechstundenhelferin und Kontoristin. Ihr Mann, der als jüdischer Rechtsanwalt tätig war, wird 1933 aus der Rechtsanwaltsliste gelöscht und mit einem Vertretungsverbot degradiert. Damit ist die Familie ihrer gesamten Existenzgrundlage beraubt. Am 27. Dezember 1938 fährt Sohn Klaus mit dem Kindertransport nach London. Ilse und Ernst werden bei ihrem Fluchtversuch nach Hamm wegen Verdachts der Kapitalflucht und illegalen Grenzübertritts verhaftet. Heute vor 82 Jahren wird Ilse als politische Gefangene in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Ernst Licht kommt acht Tage später in das Konzentrationslager Sachsenhausen und stirbt dort am 15. August 1940. Ilse Licht wird im März 1942 mit einem „Sondertransport“ in die ehemalige Gasmordanstalt der „Euthanasie“ in einem Teil der Landes-Heil und Pflegeanstalt Bernburg gebracht und dort noch am Tag ihrer Ankunft ermordet. In der Martin-Luther-Straße 37 in Schöneberg liegt seit 2019 ein Stolperstein, um an sie zu erinnern.