Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Marianne Birthler (72), ehem. Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen / Gabi Bodin (69), „beste Mama, Schwiema und Oma ever“ / „Alles Gute zum Geburtstag liebe Claudia, A&A vom Lietzensee“ / Manfred Dinzel-Graef (68), „Alles Liebe zum Geburtstag von Robin und Anne“ / Stephan Erfurt, Gründer von C/O Berlin. „Alles Liebe von dem gesamten Team!“ / Anja Freese-Binder (55), Schauspielerin / Manfred Gentz (78), Präsident der Internationalen Handelskammer (ICC), ehem. Vizepräsident der Berliner IHK / Katharina Löwel, aka Kitty Kat (38), Rapperin / Philipp „Phil“ Magalski (46), ehem. Mitglied des AGH für die Grünen / Irene Prytula (61), „die gute Seele der Sybelstrasse“ / Fenja Rühl (57), Schauspielerin / Hermine Schuster (70), „Allet Jute zum Jeburtstag, viel Jesundheit wünschen Dir Reinhilde und Hans-Jürgen“ / Werner Gustav Schulz (70), ehem. Mitglied des Bundestages und des Europäischen Parlaments für die Grünen / Angela Winkler (76), Schauspielerin
Gestorben – Gisbert Eckmiller, * 9. Mai 1939 / Roswitha Gehrmann, * 9. Januar 1939 / Sylvia Hanft, * 21. Juni 1955 / Ralf-Peter Lietzau / In memoriam: Konrad Bussemer, * 20. Januar 1940
Stolperstein – Am Kurfürstendamm 22 erinnert ein Stolperstein an Marry Hanna Veit (Jg. 1929). Sie war die jüngste Tochter von Adolf (Jg. 1890) und Selma Veit (Jg. 1889), die an dieser Stelle das koschere „Speisehaus Veit“ betrieben. Am 6. März 1943 wurde die Familie aus ihrer Wohnung im ersten Stock gezerrt und zusammen mit 665 anderen Menschen nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. „Vor 72 Jahren hat mein Vater mich hier vor unserem Haus verabschiedet. Wir wussten beide, wir würden uns nie mehr wiedersehen. Mein Vater sagte zu mir: ‚Junge, bleib gesund und bleib ein guter Jude!‘“, berichtete Siegbert Veit, der als einziger den Holocaust überlebte, bei der Stolperstein-Verlegung 2011.
Gedenken – Nur wenige Schritten entfernt, am Kurfürstendamm 26, erinnert eine Gedenktafel an der imposanten Hausfassade, das sich unter dieser Adresse einst ein hochfrequentierter Ort für kulturellen Austausch befand: Karl Kutschera betrieb hier von 1919 an das Haus Wien, ein Kaffeehaus, das Kulturschaffenden jedweder couleur, unter ihnen Prominente wei Josephine Baker, Max Reinhardt, Albert Einstein und Max Schmeling, zentraler Anlaufpunkt auf dem Ku´Damm war. 1937 wurde Karl Kutschera zur Aufgabe seines Cafés gezwungen und 1943 mit seiner Familie nach Theresienstadt deportiert. Seine beiden Kinder Klaus Gerhard und Karin Gertrud wurden in Auschwitz ermordet. Karl Kutschera und seine Frau Josephine überlebten den Holocaust.
(Foto: Cornelia Dildei)
Am kommenden Montag, den 27. Januar, finden anlässlich des Holocaust Gedenktages berlinweit Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Eine vom Jugendamt organisierte Gedenkveranstaltung in Charlottenburg-Wilmersdorf steht in diesem Jahr unter dem Motto „Solidarität" und findet von 12 bis 12.30 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Platz statt. Ganzjährig mahnen Stahlgussplatten am stillgelegten Gleis 17 am Bahnhof Grunewald an die Massendeportationen in die Vernichtungslager des NS-Regimes. Eine Übersicht über die Mahn– und Gedenkstätten des Bezirks finden Sie hier. Über weitere Gedenkveranstaltungen informieren wir diese Woche an dieser Stelle im Checkpoint und in den Tagesspiegel Bezirksnewslettern.