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Polizeistatistik enthält irritierende Ortsangabe: Der Botanische Garten in Berlin-Steglitz ist doch kein Kriminalitätshotspot
Laut Statistik müsste der „Botanische Garten“ mit 290 erfassten Sexualdelikten äußerst gefährlich sein. Doch eigentlich meint die Polizei „Parks“, erklärt der echte Botanische Garten. Von Christian Latz und Lotte Buschenhagen.
Foto: I. Haas / Botanischer Garten Berlin
Ist der Botanische Garten einer der gefährlichsten Orte Berlins? Könnte meinen, wer am Samstag die Berliner Zeitung gelesen hat. Die titelte: „Botanischer Garten überraschend gefährlich”. Hintergrund war eine Polizeistatistik zu Sexualdelikten in Berlin. 290 Vorfälle sollen demnach im Jahr 2022 im Botanischen Garten zur Anzeige gebracht worden sein. Zum Glück ist das Quatsch! Es handele sich um einen „Verständnisfehler“, protestieren die Gärtner. Park- und Grünanlagen würden in der Polizeistatistik dem Begriff „Botanischer Garten“ zugeschrieben. „Dieser Begriff steht jedoch nicht mit der Berliner Institution im Zusammenhang.“ Im echten Botanischen Garten habe es letztes Jahr nur einen Vorfall mit Strafanzeige gegeben. „Eine Anzeige ist immer noch eine zu viel, aber weit entfernt von der ursprünglichen Meldung.“ Die Berliner Zeitung hat die Meldung mittlerweile korrigiert: „Sicher ist es im Botanischen Garten.“