S-Bahn-Chaos auf fast allen Linien
15 von 16 Linien der S-Bahn waren gestern mindestens durcheinandergeraten oder über Stunden eingestellt. Der schwarze Freitag begann morgens mit einem Kollaps sämtlicher Stadtbahnlinien, nachdem Techniker unbekannter Qualifikation in der Betriebszentrale in Halensee die elektronischen Stellwerke k.o. gebrunzt hatten. Die Elektronik löst sukzessive die Vorgängertechnik aus der Frühzeit des elektrischen Stroms ab. Über die Umstellung der einzelnen Bereiche wurden die jeweiligen Kunden schon mehrfach mit stunden- bis tagelangen Ausfällen informiert.
Ich habe gestern 110 Minuten ins Büro gebraucht. Mit dem Auto hätte ich es in einer guten halben Stunde geschafft. Allerdings wäre mir dann die Formel-1-Nachwuchshoffnung am Steuer des gnadenlos überfüllten 160er-Busses entgangen, die ich hier herzlich grüßen möchte: Es tat zwar ganz schön weh, wie Sie den Zeitverlust durch die ständig blockierte Mitteltür wieder rausgefahren haben, aber nett („Wer nach Adlershof will: hinter uns hält gerade der 260er!“ / „Ich wünsche Ihnen trotz des S-Bahn-Chaos ein wunderschönes Wochenende!“) waren Sie wirklich!