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Zu teuer und dauert zu lange: Berliner Speedway-Rennen ist auf Eis gelegt
Der Bezirk hat dem jährlichen Motorradrennen im Horst-Dohm-Stadion nach 48 Ausgaben eine dauerhafte Absage erteilt. Hauptprobleme seien hohe Energiekosten – und eine beleidigende Social-Media-Kultur. Von Lotte Buschenhagen
Seit 1975 wurde es jährlich wild auf im Berliner Horst-Dohm-Eisstadion. Foto: Thorsten Horn
Es hat sich ausgeknattert in Schmargendorf: Nach 48 Ausgaben liegt das Eisspeedway-Rennen, pardon, auf Eis. Der Bezirk hat dem Motorradrennen im Horst-Dohm-Stadion eine dauerhafte Absage erteilt. Als Gründe nennt Sportstadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD) unter anderem den stattlichen Ressourcenverbrauch („ca. eine Million Liter heißes Wasser“ für eine 18-cm-Eisschicht), die lange Sperrung für Schlittschuhläufer und ein Finanz-Minus für den Bezirk.
Zudem zeigt sich die Stadträtin bestürzt darüber, dass die Eisspeedwayunion Beleidigungen gegen sie auf ihren Social-Media-Seiten einfach zulasse. Auf Facebook finden sich in der Tat Mittelfinger, Beleidigungen („dumm und unnötig von der f****“) sowie vage Ausbrüche gegen die „Scheiß grüne Regierung“. Die Eisspeedwayunion lässt diese unkommentiert stehen – und hat eine Petition gegen das Wettbewerbs-Aus gestartet.