28 Tage bis zum Mauerfall – Während in der DDR neue Rufe nach Reformen ertönen und Chefideologe Kurt Hager überraschend zur Eröffnung der DDR-Kulturtage nach Moskau reist, werden am Abend die innerstädtischen Grenzanlagen in Ost-Berlin verstärkt. In der Nacht beobachten Zeugen, wie hinter dem Reichstag, von einer schwimmenden Arbeitsplattform aus, Pfähle in den Flussgrund der Spree gerammt werden. Die Spree gehört an dieser Stelle in ganzer Breite zu Ost-Berlin, das Ufer zu West-Berlin. Die britische Militärregierung hatte zuvor an einigen Stellen Leitern und Seile angebracht, um Flüchtlingen das Erklimmen der Uferböschung zu erleichtern. (Bild: Der Spreebogen, aufgenommen 1975. Der Fotograf steht nahe des Reichstagsgebäudes mit Blick gen Ost-Berlin.)