GEMA forderte Gebühren für Nachbarschaftsmusik
Auf die GEMA ist Verlass: Im „Haus der Nachbarschafft“ am Volkspark Wilmersdorf wurde die Reihe „Musik zum Spaß – Session mit Gerhild“ gestoppt, weil die Verwertungsgesellschaft große Ohren bekam und wegen angeblich ungenehmigter öffentlicher Aufführung einen rückwirkenden Gebührenbescheid samt „100 Prozent Kontrollkostenzuschlag“ verschickte. Da halfen auch Proteste der Musiker nichts. Auf Anfrage meines Kollegen Cay Dobberke änderte die GEMA ihre Meinung: Acht Beteiligte ohne Publikum seien doch keine gebührenpflichtige Öffentlichkeit. Was macht die GEMA eigentlich, wenn eine Horde Fußballfans auf dem Heimweg in der U-Bahn singt?