Das Fenster zum Grillsandwich ist offen
Das Zuckerbaby in Neukölln verkauft zu Kuchen und Quiches gerne auch einen Aperol Spritz. Das meiste noch to go, aber schon bald soll das Café am Richardplatz wieder ganz öffnen. Von Maria Kotsev
Kiezcafé unterstützen – Tanya und Jill Hennicke haben sich vorerst gegen die vollständige Öffnung des „Zuckerbaby“entschieden. Die Schwestern verkaufen weiterhin gegrillte Sandwiches, Kuchen, Quiches oder gerne auch einen Aperol Spritz durch ihr Fenster zum Neuköllner Richardplatz hin. Im Lunchpaket gibt’s die Quiche mit Salat und einem Hauswein – entweder fürs Picknick oder zurück ins Homeoffice damit. Wegen der Abstandsregeln könnten im Zuckerbaby drinnen nur drei Tische benutzt werden. „Das zu sehen, tut schon weh“, sagt Tanya Hennicke. „Für die kleineren Läden werden die Wiedereröffnungen nicht einfach.“ Leichter sei für sie gerade der To-Go-Verkauf, der mit drei Personen und am Wochenende mit vier gestemmt wird. Die weiteren drei Mitarbeiter sind in Kurzarbeit – „aber es ist schön zu wissen, dass unser tolles Team bald wieder da sein wird“, sagt Hennicke. Sie kann sich vorstellen, ab Herbst auch die Innenfläche wieder zu öffnen. In der Zwischenzeit sprechen ihr ihre Gäste Mut zu. „Vor der Solidarität im Kiez ziehe ich echt den Hut! Diesen Zusammenhalt kennt man von der Großstadt normalerweise nicht.“
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