Dabei sein, wenn das erste Licht aufleuchtet
Der Leuchter steht, jetzt heißt es warten. Am Sonntag beginnt Chanukka. Das Jüdische Museum feiert das Lichterfest mit Latkes und Klezmermusik.
Foto: Lars von Törne
Zum Abschluss noch ein paar Tipps für die Feiertage und darüber hinaus:
„Jeder Mensch kann ein Licht sein und Helligkeit ins Dunkel bringen – egal ob Jude, Christ oder Moslem“, beschreibt der Berliner Rabbi Jehuda Teichtal die Botschaft von Chanukka. Das jüdische Lichterfest beginnt am Sonntag, wenn um 15.30 Uhr am Brandenburger Tor die erste Kerze des Chanukkaleuchters entzündet wird. Im Jüdischen Museum wird dieses Ritual ebenfalls am zelebriert, mit Klezmermusik, Latkes und Sufganiot, Chanukka-Snacks aus dem Museumscafé. Alle sind herzlich eingeladen! 15-17 Uhr, Lindenstraße 9-14 (U-Bhf Hallesches Tor), geöffnet tgl. (außer am 24. Dezember) 10-20 Uhr
Neu eröffnet – Seit Donnerstag zu sehen ist Anthony Caros „Jüngstes Gericht“ am Kulturforum, mit der die Gemäldegalerie einen Vorgeschmack darauf gibt, was im Museum des 20. Jahrhunderts vis-à-vis einmal kuratorisches Prinzip sein wird: Vor- und Rückbezüge durch die Zeiten, wie Nicola Kuhn im Tagesspiegel zusammenfasst. Sämtliche Sonderöffnungszeiten der Berliner Museen finden Sie hier.
Noch hingehen – Die Zukunft spielt im Kraftwerk, wo bis zum 5. Januar Projektionen blenden, Lichter blitzen und Mensch wie Maschine im Dauertakt ein neues Werk schaffen. Wer Refik Anadols Ausstellung „Latent Being“ besucht, bewegt sich durch eine Berlinwelt aus digitalisierten Foto- und Tonaufnahmen, in der Echtzeit-Auswertungen von Bewegungsmustern verarbeitet und als KI-Datenbilder auf einen großen LED-Screen übertragen werden. Jeder ist hier eine Datensammlung – und dadurch alles im (Daten-)Fluss. Köpenicker Straße 70 (U-Bhf Heinrich-Heine-Straße), geöffnet Mo, Mi, Do 15-21 Uhr, Fr 12-23 Uhr und So 12-21 Uhr. Geschlossen am 24.-25. Dezember und 1. Januar, 10 Euro Eintritt
Noch mehr Kunst, besonders abseits der großen Häuser, hat Birgit Rieger im Tagesspiegel Kunst-Newsletter rausgesucht. Sogar der Strömungskanal der Versuchsanstalt für Wasser und Schiffsbau der TU kommt darin vor – einfach mal reinlesen.
Essen, Trinken und Gedanken fliegen lassen – Für Frühstück, Lunch, Kaffee und Dinner ist der Klipper im Treptower Park (ganzjährig geöffnet 10-1 Uhr) ein guter Anlaufpunkt für alle, die mal raus müssen – aus welchem Grund auch immer. Im Klipper sind auch noch ein paar Plätze frei für einen Silvesterabend ohne viel Tamtam, dafür mit gutem Essen (Reservierung unter Tel. 030 / 532 164 90). Von dort ist es nicht mehr weit zum Waldspielplatz am südlichen Ende vom Plänterwald und zur Natureisbahn der Späth'schen Baumschulen, die sogar am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag geöffnet hat (Späthstraße 80-81, S-Bhf Baumschulenweg).
Auch die Fischerhütte am Schlachtensee hat verlässlich geöffnet (täglich ab 10 Uhr), ist über Weihnachten aber komplett ausgebucht. Also bis zum 27. Dezember lieber einen vollen Thermobecher mitnehmen und beim Spaziergang um den See den Blick in die Zukunft schweifen lassen. Was die Sterne bringen (für die, die daran glauben), verrät übrigens der neue Podcast von Mit Vergnügen Berlin. Wenn Sie wissen wollen, was das kommende Jahr für Sie bereithält: Hier geht´s zum Jahreshoroskop.
Alle Stadtleben-Tipps der letzten Wochen – inklusive Geschenkideen, Tipps für Essen & Trinken, Noch-hingehen-Empfehlungen und Last-Minute-Gelegenheiten – finden Sie auf www.checkpoint.tagesspiegel.de – allerdings nur mit Abo.