bewölkt bei 8 bis 18°C

Hilfe bei digitaler Gewalt Kriterien für künftigen Tourismus Mitarbeiter für den Tiergartentunnel gesucht

von Stefan Jacobs
mit Björn Seeling und Valentin Petri
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Opinary: Vermissen Sie Touristen in Berlin?

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Eine Tür, die unzugänglich bleibt. Ein Text, der weitergeht: Logan February schreibt in „Dort wo keine Tür ist“ über eine Yorùbá-Tür aus dem Depot des Ethnologischen Museums. Ein Gespräch zwischen Poesie, Erinnerung und den Grenzen des Museums.
Ein Abend über Zugang, Wissen und ‍Imagination. Am 23. April im ‍Humboldt Forum. Hier mehr erfahren und Tickets sichern.
 

Falls Sie heute Ihr Wochenende planen: Samstag soll allerbestes Draußenwetter werden, Sonntag ist Regen in Sicht. Endlich! Seit Jahresbeginn sind in Berlin erst etwa 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen. Das sind nicht mal 60 Prozent des statistischen Solls. Die gerade auf Grün umschaltende Stadtnatur braucht dringend reichlich Regen, damit keine vorzeitige Gelbphase beginnt.

Der Wassernachschub aus Brandenburg ist ebenfalls bescheiden. Durch die Havel kommt nur gut die Hälfte der im April üblichen Wassermenge nach Berlin. Die Spree bringt knapp zwei Drittel, die Dahme kaum ein Viertel des Normalen. Alles in allem ergeben die Daten des Brandenburger Landesumweltamtes für die vergangenen Tage eine Wasserzufuhr von etwa 25 Kubikmeter pro Sekunde nach Berlin. Zum Vergleich: Der Rhein schiebt aktuell etwa 1500 Kubikmeter pro Sekunde durch Köln.

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Erbe – aber sicher
Was passiert, wenn Ihr Erbe nicht mit Geld umgehen kann oder Unterstützung braucht? Fehlentscheidungen, Vermögensverluste oder familiäre ‍Konflikte sind oft die Folge. Erfahren Sie im Webinar, wie Sie Ihr Vermögen gezielt absichern – auch in sensiblen Familiensituationen. Jetzt anmelden - für Tagesspiegel-Leser kostenfrei!
 

Unsere Leseempfehlungen:

+ Heuschnupfensaison in Berlin besonders heftig: Warum Allergiker jetzt besonders leiden
+ Letzte Chance für den Wechsel ab Klasse 5: Diese Berliner Gymnasien haben noch Plätze frei
+ Der tückischste aller Tumore: Ein Medikament soll bei Bauchspeicheldrüsenkrebs mehr Zeit verschaffen

Sie wollen aufgeweckt durch die längeren Tage kommen und das Beste aus dem Frühling machen? Dann haben wir was für Sie: Mit unserem Frühlingsangebot lesen Sie den Tagesspiegel zwei Monate lang für nur zwei Euro – inklusive Bezirksnewsletter Ihrer Wahl und Checkpoint-Vollversion. In der erfahren Sie heute:

+ Wie die Chancen Berliner und Brandenburger Landesbediensteter auf die 1000-Euro-Prämie stehen.
+ Warum ein Wohnhaus in Pankow ewig nicht fertig wird.
+ Wie Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp lokale Unternehmen beim Spritpreis entlasten will.
Außerdem gibt’s täglich Gewinnchancen – heute beispielsweise auf Freikarten für einen musikalischen Abend in der Sophienkirche am Sonnabend.

Wir würden uns freuen, Sie frühlingsfrisch als Abonnenten zu begrüßen! Hier geht’s zum Supersonderpreis.

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Telegramm

Checkpoint-Revue mit Matze Hielscher

Die Stimmen sind geölt, die Pointen geschärft: Heute um 19 Uhr ist Showtime für unsere große Checkpoint-Berlin-Revue im Comedyclub „Punchline“, direkt unter dem Theater am Potsdamer Platz. Das Team um Lorenz Maroldt freut sich auf einen Abend mit dem „Mitvergnügen“-Gründer, Autor, Musiker („Virginia Jetzt!“), Podcaster Matze Hielscher – und natürlich mit Ihnen. Erleben Sie die neueste „Kiekste“-Bildershow, das Berlinkenner-Rätsel, dazu Musik und Gags. Ein paar Restkarten gibt’s hier unter diesem Link und an der Abendkasse.

„Es fühlt sich an wie tausend Ameisen unter meiner Haut.“ So beschreibt Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano (SPD) im Tagesspiegel-Interview die heftigen Folgen seiner seltenen Leberkrankheit, unter der er seit zwei Monaten leidet. Er spricht auch darüber, was es mit ihm macht, ein Medikament nehmen zu müssen, das in einer Woche so viel kostet wie ein Neuwagen – und welche CDU-Senatorin ihn gerettet hat. Mehr queere News gibt es im Queerspiegel-Newsletter, der heute erscheint und sich kostenlos hier abonnieren lässt.

Gebt das Hanf frei“, fordert Julia Heeb, die Leiterin des Museumsdorfs Düppel. Denn dort kann kein Hanf mehr gesät werden. Wie bitte? Ein staatlicher Cannabisclub im Freiluftmuseum? Natürlich nicht: Seit 2021 durfte Nutzhanf in Düppel angebaut werden, um dessen historische Bedeutung als Rohstoff zu dokumentieren. Laut Heeb lässt die Bürokratie das Projekt nun in Rauch aufgehen, weil nach einer Gesetzesänderung niemand den Antrag bearbeitet. Auch wenn jeder ungefragt drei Stängel zum Rauchen ziehen darf – für mehr Hanf, egal welcher Sorte, braucht’s in Deutschland eine Genehmigung.

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Aus dem Winterschlaf erwachen und topinformiert in den Frühling starten? – Kein Problem, der Tagesspiegel hilft dabei! Mit dem Frühlingsangebot lesen Sie den Tagesspiegel 2 Monate für nur 2 €. Entdecken Sie exklusive Artikel aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport – perfekt für einen informierten Start in die neue Saison.
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Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist bundesweit erneut gestiegen: Rund 24.000 Verfahren wurden 2025 eröffnet, etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr. In Berlin geht der Trend in die andere Richtung: 1916 Insolvenzverfahren gegen Unternehmen bedeuten 176 Verfahren weniger als im Jahr 2024. (Q: Statistik Berlin Brandenburg)

Im Olympiastadion findet am 23. Mai das DFB-Pokalfinale statt. Wer dabei sein will (und bereit ist, zwischen 140 und 195 Euro zu zahlen): Die Online-Registrierung hat begonnen. Am Ende entscheidet das Los.

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Rot ist die Farbe der Liebe, Grün die der Hoffnung – und Grau die Lieblingsfarbe der deutschen Autofahrer. Das zeigt die aktuelle Statistik des Kraftfahrtbundesamts zu neu zugelassenen Autos. Die verrät auch, dass deren Zahl in Berlin im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von rund 9300 auf rund 8300 gesunken ist. Die Stadt mag es dabei alternativ: 68,5 Prozent der neuen Autos fahren mit Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoffantrieb. Das reicht im Bundesvergleich für den zweiten Platz hinter Hamburg.

Lieber moderne Kunst als ein neues Auto? In der Treptower Arena beginnt heute Abend die „Affordable Art Fair Berlin“. Die Messe läuft bis Sonntag und verspricht „tausende zeitgenössische Kunstwerke“ zu „erschwinglichen Preisen“. Wie immer ist alles relativ: Das teuerste Werk kostet 10.000 Euro, eine lila-braun schimmernde Stahlskulptur. Schon mit 350 Euro ist man beim Bild zweier Bananen dabei – erhältlich bei der Hamburger „Affenfaust Galerie“.

Gestern wollten wir per Abstimmung wissen, was Sie über Spaßfotos aus dem Automaten mit Mauer und Checkpoint Charlie denken. Das Ergebnis: 74 Prozent der Teilnehmenden fanden das „komplett daneben“, 20 Prozent haben nichts dagegen.

Zitat

Ist das Kunst oder können wir weg?

Unter diesem Motto kämpfen Künstler vom RAW-Gelände um ihre Ateliers. Das beliebte Party-Areal mit seinen Clubs soll einem weiteren Bürogebäude geopfert werden.
 

 

Kiekste

In der Schöneberger Goltzstraße hat sich ein Häschen ins Halteverbot verirrt – und wartet nun auf seine Abholung. Vielen Dank an Checkpoint-Leserin Ira Zahlmann! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.

Berliner Gesellschaft

Geburtstag – „Mein Babyengel hat heute Geburtstag! Du machst die Welt so viel schöner mit deinem wundervollen Wesen. Deine Mami ist sehr glücklich!“ / Mert Dincer (23), Schauspieler („Willkommen bei den Hartmanns“) / „Lieber Julian, alles Gute schicken wir dir zu deinem (Noch)-Wirkkreis nach Nimwegen und drücken dir ganz doll die Daumen, dass du auf deinem weiteren Weg alle deine Träume umsetzen kannst! Jana, Waltraud und Olaf“ / Peter Liebers (38), sechsfacher Deutscher Meister im Eiskunstlaufen, trainierte beim SC Berlin / Johannes Martin (39), Politiker (CDU), MdA / Kai Wiesinger (60), Schauspieler („Kleine Haie“, „Der Lack ist ab“)
Nachträglich: „Die Ausnahme-Künstlerin Anneliese Konrat-Stalschus, Westend, wird 100. Heute bekommt sie endlich einen Wikipedia-Eintrag. Mit ihrer einmaligen Brandtechnik auf Nesselstoff hat sie eindringliche Mahnmale gegen Krieg geschaffen. Herzlichen Glückwunsch, Jenny Schon“ / „Beste Wünsche an Cathrin Struve, die uns durch Krisen manövriert hat und uns nun ins temporäre ‚Exil‘ nach Athen leitet. Happy Birthday und unser aller Dank. Rock On“

+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++

Gestorben Paul Hümpel, * 4. Mai 1945, verstorben am 22. März 2026 / Günter Kühn, * 18. August 1934, verstorben am 29. März 2026 / Gerhard Schüler, * 2. April 1933, verstorben am 20. März 2026

StolpersteinErich Schwalbe (*1882 in Berlin) war verheiratet mit Gertrud Lilienthal. Sein Vater hatte eine Lederfabrik. Nach dessen Tod war Erich zeitweise einer der Geschäftsführer. Seine Frau und er hatten einen Sohn. Am 24. Oktober 1941 wurden die drei, gemeinsam mit Gertruds Mutter, ins Ghetto Litzmannstadt deportiert. Niemand von ihnen überlebte den Krieg. Erich Schwalbe starb am 16. April 1942 im Lager. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Giesebrechtstr. 8 in Charlottenburg.

Encore

Spandau ist immer für eine Überraschung gut: Ein 13-Jähriger hat dort auf einem Acker im vorigen Sommer eine Münze aus dem antiken Troja entdeckt. Das Denkmalamt vermutet, dass sie mit einem griechischen Seefahrer im 3. Jahrhundert v. Chr. dahin gekommen ist. Klingt nach einer echten Odyssee auf Spree und Havel! Ob der Grieche auf Besuch war oder auf Durchreise, werden wir wohl nie erfahren. Jetzt ist das Bronzestück jedenfalls im Petri Berlin in Mitte (gegenüber der Fischerinsel) ausgestellt. Wo genau die Münze gefunden wurde, will das Denkmalamt nicht verraten, und der Finder möchte anonym bleiben. Man weiß schließlich aus der Geschichte um die Risiken und Nebenwirkungen von Goldräuschen.

Tiefschürfendes zu diesem Checkpoint haben Christoph Papenhausen und Anna Sophie Panick beigesteuert. Das Stadtleben hat Antje Scherer zum Glänzen gebracht, das Gesamtwerk poliert hat als Frühproduzentin Bianca Beydoun.

Morgen präsentiert Ihnen Anke Myrrhe hier Wahres und Rares.

Stefan Jacobs

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