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Tulpenmeer am Breitscheidplatz Bibliothekarin durchwandert Berlin Checkpoint-Wochenendrätsel

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Berlin zwitschert, putzt sich heraus – und blüht auf. Niederländische Tulpenhändler verwandeln den Breitscheidplatz heute mit 50.000 Tulpen in ein Meer aus Farben. Erst staunen, dann pflücken: Ab mittags darf sich ein jeder kostenlos einen Strauß mitnehmen. Wir summen „Vielen Dank für die Bluuumen“ und schlendern gut gelaunt ins Wochenende.

Zumindest anfangs vergnügt war wohl auch das Wildschwein, das am Freitag in Köpenick schnurstracks den Tedi-Markt im Allende-Center ansteuerte (wahrscheinlich ein Sparschwein), munter durch die Regale trabte und sich durch Plüschtiere wühlte, um sich schließlich zu verschanzen. Die herbeigerufenen Polizeibeamten taten etwas Untypisches: Sie halfen bei der Flucht. Aus Europaletten bauten sie einen Korridor und ermöglichten dem Borstentier im Schweinsgalopp den Weg zurück in die Wildnis (hier geht’s zur Foto-Story). Was es wohl seiner Rotte erzählt?

Für Ausflüge in unbekannte Gefilde braucht es keine Hufe – Wanderschuhe reichen. Eine ehemalige Bibliothekarin aus Marzahn plant, alle etwa 11.500 Straßen Berlins abzulaufen. Zweimal die Woche zieht Renate Zimmermann (66) im Zickzack durch die Stadt – im Gepäck eine Butterstulle, Schmerztabletten und eine „Häuserfibel“ mit Details zu den Gebäuden entlang des Weges. „Ich will weiterhin etwas lernen und neugierig bleiben.“ Ohne Abkürzungen wird sie rund fünf Jahre unterwegs sein. Inspirierend oder absurd? Ich habe die Rentnerin einige Kilometer durch Zehlendorf und Marzahn begleitet. Hier geht’s zum Erlebnisbericht.

Es müssen ja nicht gleich 5400 Kilometer Straßennetz sein.