Berlin dreht letzte Pirouetten: Bei der Berlinale wird der Goldene Bär für den besten Film verliehen, morgen folgt der Publikumstag. Berlinale-Reporter Robert Ide kann somit seine viereckigen Augen langsam entspannen. In seiner neuesten Kolumne schreibt er: „277 Filme in zehn Tagen kann kein Mensch schaffen. Aber manchmal reicht ein einziger, um neu über das Leben auf dieser Welt nachzudenken.“ Allein dafür muss man das Filmfestival lieben.
Auch bei den Olympischen Winterspielen geht’s in Richtung Finale. Heute und morgen fallen die letzten Entscheidungen, unter anderem im Eisschnelllauf, Biathlon, Ski-Langlauf, Eishockey, Bob und Curling. Am Sonntagabend steigt die große Abschlussfeier in Verona. Die „Rodel-Tobis“, Tobias Wendl und Tobias Arlt, tragen die deutsche Fahne; sie holten in der Teamstaffel ihr siebtes Gold. Die sportliche Verschnaufpause ist kurz: Am 6. März beginnen die Paralympischen Winterspiele.
Für einen sanften Entzug von Wettbewerbsfilmen und Wintersport empfehlen wir Livemusik: Das Benefizkonzert „Helping Hands Allstars“ feiert zehnjähriges Jubiläum im Neuköllner Hole44. Das Konzept: Mehr als 60 Profis und Amateure finden sich wenige Wochen vor der Show in spontanen Bands zusammen und spielen Hits von ABBA über Patti Smith, Motörhead und Sting bis Miley Cyrus. Wild gemischt, herrlich vielfältig. Und eine Tombola gibt’s auch. Die Gewinne gehen an Sea-Watch. Los geht’s heute um 18 Uhr. Mehr Tipps fürs Wochenende lesen Sie mit einem Plus-Abo wie immer weiter unten.
Apropos Bühnenspektakel: Im Checkpoint-Büro wurde gestern an der nächsten Berlin-Revue gefeilt. Ein Termin mit existenziellen Fragen: Wo stehen die Quizkandidaten? Wer kommt von rechts, wer kommt von links? Wann holen wir Luft? Und was gibt’s eigentlich zu essen? Fest steht: Unsere erste Show im Comedyclub „Punchline“ unter dem Theater am Potsdamer Platz wird etwas ganz Besonderes. Hier gibt’s Tickets (mehr als die Hälfte ist schon weg). Wir freuen uns auf Sie!
Zum Schluss Wohlfühlnews: Jetzt, wo nicht mehr Karneval gefeiert wird (und das Eis endlich schmilzt), wagen sich die ersten Störche aus dem Süden zurück nach Brandenburg. Meist kommen übrigens zuerst die Männchen und machen die Horste schick. Die Weibchen können sich dann später ins gemachte Nest setzen. Falls Sie noch ein Argument für die Aufteilung des Hausputzes gesucht hatten – gern geschehen.

Nichts wie raus. Aber bitte nicht planlos: Hier kommen kompakte Checkpoint-Tipps fürs Wochenende.
SONNABEND
+ Hunderte Touristen ziehen täglich durch die Stadt – heute können Sie selbst mitlaufen: Beim „Weltgästeführertag“ lädt der Verband der Stadtführer zu kostenlosen Touren ein, etwa durch die Historische Mitte. Treffpunkt ist jeweils um 11 und 13 Uhr am Herbert-Baum-Denkmal im Lustgarten.
+ Sport trifft Spendenaktion: Beim Berliner Tafellauf werden Lebensmittelspenden zu verschiedenen Startpunkten gebracht – und dann laufend oder walkend (mit Unterstützung) zum Logistikzentrum der Tafel am Großmarkt getragen.
+ Ein kleines Abenteuer erleben Familien bei der Taschenlampenführung im Flughafen Tempelhof. Beleuchtet werden lange Flure und dunkle Ecken. Dazu gibt’s kleine Geschichten über die Menschen, die dort gearbeitet haben.
SONNTAG
+ Neues Mondjahr, neues Glück: Im Festsaal Kreuzberg wird auf dem Japanmarkt der Start ins Jahr des Pferdes gefeiert – mit Kampfkunst, Kunsthandwerk und Kulinarischem.
+ Das Kino International ist zurück: Beim „Open House“ können frisch sanierte Säle, Foyer und Panoramabar begutachtet werden. Der Eintritt ist kostenlos, Zeitfenstertickets können hier gebucht werden.
+ Wer, wie, was? Beim „KULen Tag der Wissenschaft“ in der Anna-Seghers-Bibliothek lädt die KinderUni Lichtenberg zu Vorlesungen und Workshops. Kinder können programmieren lernen oder mit Eisenfarben experimentieren – kostenlos, ohne Anmeldung.
SONNABEND & SONNTAG
+ Die Schönheit des gesprochenen Wortes wird beim Festival „Wortsport 26“ im Grips Theater gefeiert – mit Lyrik, Songtexten, Poetry-Slam, Rap und Gebärdensprache sowie Workshops mit den Künstlerinnen und Künstlern.
+ An diesem Wochenende startet im KW Institute for Contemporary Art das Frühjahrsprogramm. Auf drei Etagen werden unter anderem Werke von Klara Lidén gezeigt.
+ Im Kupferstichkabinett läuft die neue Ausstellung „Blicke auf Istanbul“. Zeichnungen und Drucke zeigen, wie Europa und weltberühmte Künstler die türkische Metropole sahen und sehen – zwischen Neugier, Klischee und Propaganda.
Für Berlinkenner und alle, die es werden wollen: 14 Fragen gibt’s dieses Mal im Checkpoint-Wochenrätsel. In der vergangenen Woche lautete das Lösungswort BERLINALEJURY. Vielen Dank fürs Mitmachen und viel Spaß!
1. Fast vier Millionen Berlinerinnen und Berliner sind inzwischen hier gemeldet. Wo gab es 2025 die meisten Neuanmeldungen?
K) Treptow-Köpenick
B) Reinickendorf
F) Steglitz-Zehlendorf
2. Darauf einen Flat White: Wie heißt der neue Billiganbieter, der LAP Coffee Konkurrenz machen will?
I) „Boxi Bohne“
E) „Nolli Nespresso“
A) „Cotti Coffee“
3. Apropos Kotti: Wie will die Polizei Kriminalitäts-Hotspots besser überwachen?
R) Mit KI-Kameras
M) Mit Bewegungsmeldern
D) Mit autonomen Drohnen
4. Taxi-Stopp: Warum stellt der Senat ein Jahr lang keine neuen Lizenzen aus?
N) Um die „Funktionsfähigkeit des Taxigewerbes langfristig zu sichern“
E) Um „Anbietern wie Uber eine Chance zu geben“
T) Um „zunächst neue Taxi-Parkplätze zu schaffen“
5. Rolltreppen-Stopp: Nach welchem Vorfall mussten Dutzende Rolltreppen am Hauptbahnhof und am Südkreuz stillgelegt werden?
J) Alle blieben gleichzeitig stehen.
E) Eine fuhr plötzlich rückwärts.
G) Eine beschleunigte auf doppelte Geschwindigkeit.
6. Auch rasant: die Olympischen Winterspiele. Was wird in einem Köpenicker Institut entwickelt?
V) Schlitten, Bobs und Ski
A) Curlingsteine und Eishockeyschläger
F) Hightech-Kufen aus Bahnschienen
7. Und welcher Berliner Verein bekommt aktuell „extrem viele Anfragen fürs Schnuppertraining“?
E) Schlittenhunde-Rennen
I) Rodeln
A) Curling
8. Nicht nur Olympia, auch die Berlinale endet am Sonntag. Chefin Tricia Tuttle sagte bei einem Dinner: „Ich wünsche mir, dass …
N) … wir uns diese Wärme bewahren.“
L) … es viele neue Babys nach diesem Jahrgang gibt.“
B) … der Berlinale Palast an den Alexanderplatz zieht.“
9. Ab ins Heimkino: Wie heißt der neueste Berlin-Spionage-Thriller auf Netflix?
T) „Checkpoint Charlotte“
U) „Operation Oberbaumbrücke“
S) „Unfamiliar“
10. Und welchen Klassiker soll es bald deutschlandweit in Supermärkten geben?
S) Berliner-Luft-Pudding
R) Splitterbrötchen zum Selbstaufbacken
U) Currywurst von Paule
11. Stoffbeutel, Senfgurken und eine Knochenbandsäge: Was wurde in dieser Woche online versteigert?
E) Ausstattung der Tagesspiegel-Kantine
G) Requisiten aus dem Berliner Tatort
M) Inventar des Feinkosthändlers Rogacki
12. Weitere Spezialitäten: Welche invasiven Arten sind (nicht nur) in Treptow-Köpenick unerwünscht?
Z) Staudenknöterich und Drüsiges Springkraut
S) Bürokratenkraut und Stink-Morchel
A) Gemeiner Spätibambus und Satanspilz
13. War noch was? Ach ja: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte: „Brandenburg hat eine fünfte Jahreszeit und Berlin hat…
H) … keinen Humor.“
U) … 365 Tage Karneval.“
E) … Büttenredner im Abgeordnetenhaus.“
14. Und warum würde Berlins Festkomitee-Präsident Klaus Heimann Kai Wegner (CDU) gern mal die Narrenkappe aufsetzen?
N) „Der könnte ein bisschen Farbe gebrauchen.“
T) „Die würde ihm ausgezeichnet stehen.“
G) „Der hat so viel Platz auf dem Kopf.“
Senden Sie das Lösungswort an checkpoint@tagesspiegel.de. Einsendeschluss ist Sonntag, 23.59 Uhr. Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort verlosen wir einen limitierten Checkpoint-Jutebeutel. Viel Glück!
Berliner Schnuppen
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Encore
Der letzte Berlinale-Abspann 2026: In den vergangenen Tagen haben wir täglich an dieser Stelle Spielstätten vorgestellt. Finale: das Cubix am Alexanderplatz. Das würfelförmige Multiplexkino wurde 2000 eröffnet und ist seit 2007 Berlinale-Spielstätte.
Zu sehen sind unter anderem „Gorilla Bathes at Noon“ (21.02.), ein Film aus dem Jahr 1993, in dem ein sowjetischer Offizier nach dem Fall der Mauer ohne seine Kameraden durch Berlin streift, sowie „Narciso“ (22.02.), der in der paraguayischen Militärdiktatur des Jahres 1959 spielt und die Geschichte des aufstrebenden Musikers Narciso erzählt.
Nora Weiler (Produktion) hat diesen Newsletter verpackt und verschickt. Am Montag startet Stefan Jacobs mit Ihnen in die neue Woche. Genießen Sie das Wochenende!