die Woche beginnt mit einem Abschied: Chief Digital Officer Martina Klement (CSU) wechselt nach Potsdam und wird Wirtschaftsministerin im neuen rot-schwarzen Kabinett. Am Sonnabend wurde die Personalie verkündet, heute soll der Koalitionsvertrag unterschrieben werden, am Mittwoch folgt die Vereidigung. Kaum Zeit, den Verlust zu verarbeiten.
Mit Klement geht die Bezwingerin des Behörden-Ping-Pongs, parteiübergreifend beliebt und fachlich hochgeschätzt. Wohl niemand ist tiefer in Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung eingetaucht. Dass heute rund 400 Dienstleistungen online möglich sind, dass es kurzfristige Bürgeramtstermine gibt, dass die Verwaltungsreform überhaupt so weit kam – es ist maßgeblich ihr Verdienst.
„Martina Klement war die richtige Frau zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, schreibt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zum Abschied. Ihr Karrieresprung dürfte für ihn äußerst ungelegen kommen. Nicht nur, weil in einem halben Jahr gewählt wird. Auch die Verwaltungsreform braucht ausgerechnet jetzt intensive Betreuung. Denn fertig ist Wegners Prestigeprojekt längst nicht, wichtige Beschlüsse stehen aus. Ob die ohne die Cheforganisatorin umgesetzt werden können, ist fraglich, heißt es aus Verhandlerkreisen. Wo es hakt, erklärt Kollege Christian Latz hier unter diesem Link.
Der Checkpoint versuchte am Sonntag leider vergeblich, Martina Klement zu erreichen. Dabei gibt’s noch etwas Wichtiges zu klären: Im Juli hatte sie bei der Berlin-Revue in den „Stachelschweinen“ gewettet, dass Bürgeramtsbesuche ohne Termin noch vor Jahresende möglich sein würden – und gewonnen. Wir freuen uns jedenfalls nach wie vor auf die Verköstigung des Wetteinsatzes (Kasten der Biersorte „Arcobräu Mooser Liesl Helles“). Kommen Sie zu uns ins Checkpoint-Büro oder stoßen wir in Sanssouci an, Frau Klement?
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Berlin bleibt die Stadt der Aussteiger, auch bei den Kirchen: Im vergangenen Jahr traten hier 17.543 Menschen aus der Kirche aus – 10.703 aus der evangelischen und 6840 aus der katholischen. Das geht aus der Antwort der Justizverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Sebastian Schlüsselburg hervor. Interessant: Beide Zahlen sind rückläufig. 2024 verließen noch 11.300 Mitglieder die evangelische Kirche, bei der katholischen waren es 9172. Die Jüdische Religionsgemeinschaft verzeichnete im vergangenen Jahr 106 Austritte. Ein Blick ins Detail: Die größten Rückgänge gab es mit 2802 im Bereich des Amtsgerichts Kreuzberg (zuständig auch für Friedrichshain und Tempelhof), gefolgt von Schöneberg (inkl. Steglitz und Zehlendorf) mit 2663 und Mitte (inkl. Prenzlauer Berg und Tiergarten) mit 2329. Die Bearbeitungsgebühr von Kirchenaustritten liegt übrigens seit Jahren stabil bei 30 Euro.

Was richtig gut läuft: Seit nun einem Jahr gibt's in der Hauptstadt eine Schutzwohnung für Menschen, die Opfer von Arbeitsausbeutung oder Menschenhandel geworden sind. Es ist die erste bundesweit. Und das Konzept greift: „Seit der Eröffnung wurden insgesamt sieben Personen aufgenommen“, schreibt die Sozialverwaltung auf Checkpoint-Anfrage. „Aktuell werden sechs Betroffene in der Unterkunft betreut.“ Die Senatsverwaltung hatte das Projekt angestoßen und finanziert es vollständig, im ersten Jahr mit 450.000 Euro. Die weitere Finanzierung sei gesichert. Die Adresse der Unterkunft bleibt aus Sicherheitsgründen geheim. Bis zu zehn Betroffene können dort zur Ruhe kommen und erhalten soziale sowie psychologische Beratung. Außerdem arbeitet die Einrichtung eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen.
Vorsichtige Entwarnung für die Neuköllner Werkschule Löwenherz: Der Bezirk wollte das marode Gebäude, in dem die Letzte-Chance-Schule für Jugendliche untergebracht ist, abreißen lassen (Checkpoint vom 12. März). Das hätte bedeutet, dass die Schule schon Ende März hätte schließen müssen, um den Auszug bis zu den Sommerferien zu schaffen – mit absehbaren Folgen für die Schulkarrieren der Schülerinnen und Schüler. Doch so schnell muss es hoffentlich doch nicht gehen. Ein Sprecher des Bezirksamts teilte dem Checkpoint mit: „Das bezirkliche Schulamt leitet aktuell mit der Senatsverwaltung für Bildung alle notwendigen Anträge ein, um eine Verschiebung des Rückbaus durch einen Maßnahmentausch einzuleiten.“ Findet sich für die eigentlich verplanten Abrissmittel noch ein anderer Verwendungszweck, bekommt die Schule also den dringend erhofften Aufschub bis Juli 2027.
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Bei aller Brisanz des historischen Hintergrunds ist Anna Gmeyners Stück von 1932 ein liebevolles Porträt der sogenannten kleinen Leute, die sich mit Fleiß und Schläue durchwursteln und trotzdem weder Humor noch Zuversicht verlieren. Am Ende geht natürlich alles schief, aber auf eines ist Verlass: Lust und Liebe werden bleiben. Ab 26.03.2026, DT Bühne
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Auch erfreulich: Der Görlitzer Park scheint sicherer geworden zu sein. Und zwar vor der Umzäunung. 2025 hat die Polizei dort 686 Straftaten registriert, fast ein Drittel weniger als 2024 (994). Im Vergleich zu 2023 mit 1375 Taten bedeutet das einen Rückgang um fast die Hälfte. Im Vergleich zu Tiergarten, Hasenheide oder Friedrichshain gibt’s hier allerdings nach wie vor die meisten Vorfälle (Q: Schrift. Anfrage von Niklas Schrader, Linke).
Apropos: Der Zaun kommt vor Gericht. Das Bündnis „Görli zaunfrei“ will gegen die nächtliche Schließung klagen, morgen soll ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht werden. Die Klage wurde lange vorbereitet, ist aber erst jetzt zulässig. Die Schließung greife in die Rechte und Bewegungsfreiheit von Anwohnern und Parkbesuchern ein, schreibt Bündnissprecher Philipp Vergin in einer Mitteilung. „Die Maßnahme ist völlig ungeeignet, auch nur eines der bestehenden Probleme zu lösen und hochgradig unverhältnismäßig.“
Wir spazieren rüber nach Schöneberg zum alten Straßenbahn-Depot an der Belziger Straße. Seit Jahren wird diskutiert, was aus den denkmalgeschützten Hallen werden soll. Der Bezirk träumt von Veranstaltungen, die Kulturverwaltung von Probebühnen und die Innenverwaltung von einem Blaulichtmuseum. Letztere setzte sich mindestens vorübergehend durch: Während zwei Hallen weiter für sichergestellte Autos der Polizei genutzt werden, stehen in der dritten nun rund 30 historische Fahrzeuge, 15 Kutschen und neun Anhänger aus der Sammlung des Feuerwehrmuseums (Quelle: Schriftl. Anfrage von Vasili Franco und Sebastian Walter, Grüne). Unbefristet, schreibt die Innenverwaltung.
Hintergrund ist ein Platzproblem: Die Feuerwehr musste ihre alten Gerätschaften aus der Julius-Leber-Kaserne ausräumen, weil die Bundeswehr Eigenbedarf anmeldete. Die Finanzverwaltung schlug das Depot als Ersatz vor, die Innenverwaltung griff zu. Praktisch, wenn man dort ohnehin ein Museum plant. Offiziell ist das Konzept der Kulturverwaltung weiter im Rennen, eine finale Entscheidung stehe noch aus, heißt es von der Innenverwaltung. In diesem Jahr wird sie aber wohl nicht mehr fallen.
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Auch ein Fall fürs Museum könnten Fahrkartenautomaten werden. „Weg damit“, schimpfte kürzlich Alexander Kaczmarek im RBB. Er ist der oberste Manager der Deutschen Bahn in der Hauptstadtregion. Die Geräte seien zu teuer, zu oft Ziel von Vandalismus und überhaupt Technik von gestern („Asbach uralt“). Dem Handyticket oder der Chipkarte gehöre die Zukunft.
Auch die BVG scheint mit den Automaten zu hadern, sind sie doch ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Mehrere Millionen Euro zahlt sie im Jahr für Betrieb und Reparatur, wie eine Checkpoint-Recherche ergab. Dabei werden Fahrkarten an manchen Automaten nur im einstelligen Bereich verkauft – pro Tag.
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg kann den Vorstoß des Bahnchefs verstehen, wie ein Sprecher dem Checkpoint sagte. Die „nicht unerheblichen Kosten“ für den Ticketverkauf via Automaten hätten ja auch die Fahrgäste zu zahlen. Aber: Außer rechtlichen Fragen, die am Ende die Politik klären müsste, gebe es weitere Probleme: Nicht alle würden ein Smartphone nutzen, nicht überall reiche die Qualität des Mobilfunknetzes aus. Logisch: kein Empfang, kein Handyticket.
Diese drei Lesetipps legen wir Ihnen heute besonders ans Herz:
+ Sollte man den Autoverkehr in der Innenstadt verbieten?
Auf keinen Fall, schreibt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in einem Gastbeitrag: Das würde zur Spaltung zwischen Innen- und Außenbezirken führen.
+ Wie geht’s weiter mit dem Jüdischen Krankenhaus?
Nach der Insolvenz gibt es jetzt zwei private Klinikketten, die sich für Deutschlands einziges jüdisches Krankenhaus interessieren.
+ Wie benimmt man sich in der Hauptstadt?
Vom Tonfall bis zur Rolltreppe: Kollegin Elisabeth Binder erklärt, wie man peinliche Auftritte vermeidet und unauffällig dazugehört.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ausgerechnet zu Sparzeiten: Die Steuermehreinnahmen aus Betriebsprüfungen sind im vergangenen Jahr eingebrochen. Statt 616 Millionen Euro (2024) holten die Finanzämter nur noch 406 Millionen ein. Ein Grund könnte eine Schwerpunktverschiebung sein: Statt Großunternehmen wurden verstärkt kleinere Firmen geprüft.
Apropos Knete: Die Fördergeldaffäre in der Kulturverwaltung rund um Projekte gegen Antisemitismus könnte ein Fall für die Justiz werden. Nach Tagesspiegel-Informationen untersucht die Staatsanwaltschaft die Vorgänge. Geprüft wird demnach, ob gegen Senatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) ein Anfangsverdacht für eine Straftat besteht – etwa wegen Untreue.
Die Justizverwaltung hält derweil die Bevorzugung von Bewerbern mit Migrationshintergrund für Stellen im Landesdienst für verfassungswidrig. Senatorin Felor Badenberg (CDU) hat die Praxis offenbar bereits gestoppt. Sie sagt: „Integration gelingt nicht durch Quoten, sondern durch gleiche Chancen für alle.“
Gleiche Chancen und Respekt forderte gestern auch Cansel Kiziltepe (SPD): Erstmals wurde in der Hauptstadt der Internationale Tag gegen antimuslimischen Rassismus begangen. Die Senatorin für Integration und Vielfalt rief dazu auf, gegen die Diskriminierung von Muslimen vorzugehen.
„Auf keinen Fall zu Hause auf dem Sofa sitzen“ wollte Ex-Regierender Michael Müller (SPD) nach seinem Mandatsverlust im Bundestag. Nachdem er im vergangenen Jahr Freundschaftsarmbändchen in der Bleibtreustraße verteilte, soll er nun ehrenamtlicher Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) werden. Und damit zu weiteren Personalien:
Die FDP hat ihren Landeschef Christoph Meyer offiziell zum Spitzenkandidaten für die Berlin-Wahl gekürt. Auf dem Parteitag in Spandau wurde er am Sonnabend mit breiter Mehrheit auf Listenplatz 1 gewählt.
Und die Jusos bestätigten auf der Landesdelegiertenkonferenz ihre Doppelspitze: Rund 89 Prozent der Teilnehmer stimmten für Kari Lenke, rund 94 Prozent für Svenja Diedrich.
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Die Hauptstadt startete am Wochenende in Köln durch: „LifeTeachUs“ wurde auf der Bildungsmesse Didacta zum „Start-up des Jahres“ gekürt. Die App vermittelt Experten aus unterschiedlichsten Berufen an Schulen, damit sie ihr Wissen an Jugendliche weitergeben, etwa bei Unterrichtsausfall oder an Projekttagen.
Vom Westen in den Osten: In Dresden wird heute das erste Schild für den Fernradweg nach Berlin enthüllt. Die Route misst 251 Kilometer, führt durch Lausitzer Seenlandschaft und Spreewald und verbindet künftig Frauenkirche und Brandenburger Tor.
Weiter nach Fernost: Der chinesische Shaolin-Tempel in Charlottenburg hat Geldprobleme. Die Kampfkunst-Kurse laufen seit der Pandemie eher schleppend, die Mietkosten sind gestiegen. Mit einer Spendenkampagne will sich der Tempel aus dem Minus kämpfen. Everybody is Kung-Fu-Fighting.
Die längste Schlange der Stadt war am Sonnabend nicht vor dem Berghain: Stundenlang standen Hunderte an, um auf dem Breitscheidplatz kostenlose Tulpen zu pflücken. Organisiert wurde der zweite „Tulpentag“ von der niederländischen Botschaft und Gärtnern, eröffnet wurde er von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) im tulpenroten Kostüm.
Apropos Blumen: Treptow-Köpenick prämiert Balkone, die besonders naturfreundlich gestaltet sind und Insekten sowie Vögeln ein kleines Paradies bieten, etwa mit heimischen Blühpflanzen. Wer sein Balkonien mit Begonien ins Rennen schicken möchte, kann sich hier bewerben.
Zitat
„Man kann prima ohne Scham leben.“
Mandy Mangler, Chefärztin und Host des Podcasts „Gyncast“. Die „Schamlippen“ zum Beispiel bezeichnet sie nur noch als „Vulvalippen“. Gestern haben sie und Tagesspiegel-Redakteurin Esther Kogelboom ihr neues Buch „Don’t Miss The Clitoris“ im Kino International vorgestellt. Unverschämt gut!
Stadtleben
Verlosung – In Zusammenarbeit mit der Installationskünstlergruppe Encor Studio bringt das Tanzprojekt DANCÆ ein Ballett zu elektronischer Musik auf die Bühne. Unter dem Titel „Modalities of Me“ werden thematisch unter anderem digitale Räume, Clubkultur und Hyperkapitalismus untersucht. Für die Vorstellung am Freitag (20.3.) um 20 Uhr im Monopol verlosen wir 1x2 Tickets. Bewerbungen via Checkpoint-Postfach. Provinzstr. 40-44, S Schönholz
Essen & Trinken – Die japanische Küche ist so umfangreich wie stilvoll und natürlich viel mehr als Sushi und Ramen. Einen guten Eindruck davon bekommt man wochentags in Machiko’s Kitchen. Bei einem Besuch sind zwei bis drei Gerichte pro Person gut zu schaffen. Das können etwa ein Sakedon, ein Mazegohan und ein Tantan-Udon-Salat sein. Serviert wird auf hübschen kleinen Keramiktellern. Mo-Fr 12-16 Uhr, Weserstr. 59, U Rathaus Neukölln
Noch hingehen – Von den vergoldeten Wänden des Oval Office bis zur antiken Architektur einer Talmudseite untersucht Shlomo Pozner, wie Macht ihre eigene Legitimität konstruiert. Die Werke des jungen Künstlers, der charedisch erzogen wurde, sind noch bis Dienstag in der Ausstellung „No King, No God, No Thanks“ zu sehen. Täglich 15-19 Uhr, Schönleinstr. 27, U Schönleinstraße
Last-Minute-Konzert – Mit seinen Ensembles „Le Concert des Nations“ und der „Capella Nacional de Catalunya“ führt der katalanische Musikwissenschaftler und Gambist Jordi Savall heute um 19.15 Uhr Mozarts Requiem in der Berliner Philharmonie auf. Zur Eröffnung gibt es außerdem noch Mozarts Klarinettenkonzert, gespielt vom italienischen Musiker Francesco Spendolini. Herbert-von-Karajan-Str. 1, S/U Potsdamer Platz
Kiekste
Tierischer Trubel in Berlin: Ein Wildschwein verirrt sich ins Shoppingcenter in Köpenick – und in Schöneberg übernehmen zwei kleine Pandas den Spielplatz. Entdeckt und festgehalten von Checkpoint-Leserin Rita Treige. Danke für den Schnappschuss! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A111 (Reinickendorf-Zubringer): In den beiden kommenden Nächten ist die A111 in der Zeit von 21 bis 5 Uhr in beiden Fahrtrichtungen zwischen Anschlussstelle Schulzendorfer Straße und Am Festplatz gesperrt.
Brüsseler Straße (Wedding): Die Straße ist bis Mitte Mai in beiden Richtungen zwischen Antwerpener Straße und Lütticher Straße gesperrt.
Edinburger Straße – Ungarnstraße (Wedding): Der Straßenzug ist bis Ende Juni ab der Türkenstraße bis zur Müllerstraße gesperrt.
Nahverkehr – U2: Die Linie hält Richtung Ruhleben nicht im Bahnhof U Rosa-Luxemburg-Platz.
S41/S42: Ab 22 Uhr bis 1.30 Uhr fahren keine Züge zwischen Westend und Beusselstraße.
Demonstration – Für heute sind 23 Demos angemeldet (Stand 13.3., 13 Uhr), u.a. „Entwicklungszusammenarbeit: Kürzungen stoppen“: 80 Demonstrierende, „One Campaign“, Platz der Republik (8-9 Uhr)
„Kundgebung als Auftaktveranstaltung zu den internationalen Aktionswochen gegen Rassismus“: 60 Menschen, Prerower Platz 1 (16-18 Uhr)
„Stop the US-Israeli War of Aggression“: 200 Personen, „Israelis für Frieden“, Pariser Platz 2 (17-18 Uhr)
Gericht – Nach mehreren Fahrzeugbränden vor Berliner Gefängnissen kommen vier 23- bis 28-jährige Männer aus dem Clan-Milieu vor Gericht, darunter Mitglieder der Großfamilie Remmo. Es geht um vier Taten zwischen März und Juni 2024 in Berlin und im brandenburgischen Großbeeren. Insgesamt seien 21 Autos und zwei Motorräder in Brand gesteckt worden. Fahrzeuge von Vollzugsbeamten seien beschädigt worden. Die Angeklagten sollen sich an Taten beteiligt oder dazu angestiftet haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B129).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Pál Dárdai (50), ehemaliger ungarischer Profifußballer und Trainer, bis 2024 Cheftrainer von Hertha BSC / „Lieber Robert Ide, das Checkpoint-Team lässt Dich hochleben und wünscht Dir alles Gute zum Geburtstag!“ / Florian Lukas (53), Schauspieler („Good Bye, Lenin!“, „Weissensee“); Engagement am Berliner Ensemble und am Deutschen Theater / „Michael Pöppl (65), Buchautor, Journalist, Exil-Altusrieder, Kässpatzenspezialist, Allererster Ladaïst, PapsT, Pope, Patenonkel, bester Freund, Bekannter, aufrecht-leidender BVB-Fan und zudem ein richtig toller Mensch!“ / „Liebe Rinni, die allerbesten Glückwünsche zu Deinem Geburtstag senden Dir die Cottbuser, die Lichtenberger und der Mahlsdorfer.“ / Dejan Milosavljev (30), serbischer Handballspieler, noch bis Sommer 2026 Torwart bei den Füchsen Berlin
Nachträglich: „Zum Geburtstag alles Gute, liebe TILLY (Creutzfeldt-Jacob). Freue mich schon auf den Queensday!“
Jubiläum – „Zum 55. Hochzeitstag sage ich Dir, geliebte Ingrid: Danke für all diese Zeit“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Egon F. Freiheit, * 23. Februar 1944, verstorben am 23. Februar 2026 / Klaus Kleine, * 26. September 1947, verstorben am 6. März 2026 / Prof. Dr. Franz K. List, * 2. August 1934, verstorben am 4. März 2026 / Dieter Meyerhöfer, * 23. September 1937, verstorben am 5. März 2026 / Hermann Noack, * 9. Februar 1931, verstorben am 5. März 2026
Stolperstein – Ida Herschel wurde 1874 in Trier geboren, über ihr Leben ist nur wenig bekannt. Aus den Akten geht hervor, dass sie ledig war und im Alter von 67 Jahren am 11. September 1942 mit dem 62. „Alterstransport“ vom Anhalter Bahnhof nach Theresienstadt deportiert wurde. Dort wurde sie am 16. März 1944 von den Nazis ermordet. Seit Oktober 2012 erinnert ein Stolperstein vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Livländischen Str. 17 in Wilmersdorf an Ida Herschel.
Encore
Wenn es im Wald nach Döner duftet, hat Bärlauch Saison. In Leipzig ist das aromatische Kraut seit Wochen so begehrt, dass inzwischen berittene Polizisten im Auwald patrouillieren. Hier muss das niemand befürchten – die Vorkommen sind zu klein für illegale Ernten im großen Stil. Aber: In öffentlichen Grünanlagen wie dem Treptower Park und in Naturschutzgebieten, etwa am Tegeler Fließ, bleibt das Pflücken verboten. In der Hauptstadt wächst übrigens vorwiegend „Wunderlauch“. Das ist kein echter Bärlauch, sondern – wie vieles in der Stadt – eine Art Raubkopie. Geschmacklich aber das Gleiche in Grün.
Original-Recherchen und -Texte lieferten Björn Seeling, Margarethe Gallersdörfer und Anne Roggensack. Das Stadtleben hat Tobias Langley-Hunt gepflückt, Jaqueline Frank (Produktion) kontrollierte am frühen Morgen die Ausbeute. Morgen patrouilliert Anke Myrrhe durch die Stadt. Kommen Sie gut in die neue Woche und bis bald
