„In Berlin ist mehr Druck auf dem Kessel“, stellt Brandenburgs neue Wirtschaftsministerin Martina Klement im ersten Interview nach ihrem Wechsel von der Senatskanzlei nach Potsdam fest und sagt: „Viele Berliner Politiker haben morgens Sorge, im Checkpoint aufzutauchen.“ (Das Protokoll vermerkt dazu: „lacht“.)
Die Sorge ist durchaus berechtigt. Heute trifft es Uta Francisco dos Santos: Nach Checkpoint-Informationen wird die Bürgermeisterkandidatin der SPD in Mitte heute Vormittag ihren Rücktritt erklären. Gestern Abend hatte der SPD-Kreisvorstand unter Führung der Bundestagsabgeordneten Annika Klose beschlossen, sie zu diesem Schritt aufzufordern. Am Vortag war öffentlich bekannt geworden, dass Francisco dos Santos, im Organigramm der Finanzverwaltung als Leiterin für Gremienangelegenheiten im politischen Leitungsstab des Senators in der hohen Entgeltgruppe E15 geführt, seit Sommer 2024 aus psychischen Gründen überwiegend krankgeschrieben ist. Die SPD Mitte, in der harte, zuweilen auch handfeste Machtkämpfe geführt werden, wählte sie dennoch im November 2025 auf Platz 1 der BVV-Liste und zur Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin.
Was in der internen Mail steht, die Uta Francisco dos Santos an ihre Partei geschrieben hat, können Sie heute in der ungekürzten Checkpoint-Originalfassung lesen. Dort erfahren Sie auch exklusiv die neuesten Umfragewerte für alle Spitzenkandidaten zur Abgeordnetenhauswahl. Außerdem heute in der Checkpoint-Originalfassung: der schönste Spaziergang durch Kreuzberg, die legendären „Berliner Schnuppen“ von Naomi Fearn sowie die besten Tipps und Servicehinweise für einen tollen Tag in Berlin.
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+ Weitere Hintergründe zum Fall Uta Francisco dos Santos finden Sie hier.
+ Das Interview unseres Kollegen Thorsten Metzner mit Wirtschaftsministerin Martina Klement, in dem sie auch klare Worte über die Chancen der Expo findet, können Sie hier lesen.
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Und wer profitiert von den Erschütterungen der SPD in Mitte, abgesehen von der politischen Konkurrenz? Interessanterweise der Sozialdemokrat Ralf Kleindiek, zufällig direkter Vorgänger der eben zitierten Martina Klement im Amt des „Chief Digital Officer“ der Senatskanzlei. Kleindiek vertritt Uta Francisco dos Santos als Rechtsanwalt, und er vertritt ebenfalls die Abgeordnete Maja Lasić, der vom Vorsitzenden der SPD-Mitte-Abteilung Panke-Kiez, Kazem Radpasand, vorgeworfen wird, ihm „schmerhaft den Arm verdreht“ zu haben (Lasić wiederum wirft Radpasand vor, sie bei der Listenaufstellung für die Abgeordnetenhauswahl nicht unterstützt zu haben).
Zuvor war Kleindiek bereits für die frühere Staatssekretärin und SPD-Vorsitzende Nicola Böcker-Giannini im Rechtsstreit mit SPD-Innensenatorin Iris Spranger als Anwalt aufgetreten. (Böcker-Giannini hatte gegen ihre Entlassung aus der Innen- und Sportverwaltung durch Spranger und ein Hausverbot geklagt.) Tja, wie es aussieht, geht Kleindiek dank des Zustands der SPD die Arbeit nicht so bald aus.
Nach mehreren Jahrzehnten Planung scheint die TVO-Straße zwischen Marzahn und Köpenick dem Tod näher als dem Baubeginn zu sein. In einer Info an den parlamentarischen Hauptausschuss stellt die Wirtschaftsverwaltung klar, dass über die 45 Millionen Euro GRW-Mittel (die ebenfalls zur Hälfte vom Land stammen) hinaus kein weiteres Fördergeld für die Piste in Sicht sei. Mit anderen Worten: Die Planung kann sich Berlin gerade noch leisten, aber den Bau aller Voraussicht nach nicht. Die Kostenprognose für die TVO lag 2013 bei 80 Millionen Euro. Fünf Jahre danach waren daraus 155 Mio. geworden und im Entwurf zum aktuellen Doppelhaushalt 663 Millionen. Und da war die Straße von Hormus noch gratis.
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Magnetschwebebahn, Tram oder doch eine U-Bahn? Bei der Suche nach einer Lösung für Spandaus Verkehrsprobleme steckt Schwarz-Rot fest wie Autos und Busse zur Rushhour. Schon bald soll der Stau deshalb teilweise auf anderem Weg umschifft werden: nämlich per Wassertaxi über die Havel. Was bisher so wahrhaftig wie Atlantis wirkte, soll es nun also doch geben: „Die BVG avisiert einen Vergabestart im 2. Quartal dieses Jahres für einen Pilotbetrieb“, meldet Verkehrsstaatssekretär Arne Herz in einem Bericht an das Abgeordnetenhaus. Geschippert werden soll demnach vom neuen Wohnquartier „Waterkant“ zum Wröhmännerpark. Details bleiben auf Anfrage bei der BVG noch unter der Oberfläche – „aus vergaberechtlichen Gründen“. Die Verkehrsverwaltung rechnet aber mit „circa 1000 Kunden am Wasser“. Entscheidend dafür seien gut erreichbare Fährhaltestellen sowie Takte und Reisezeiten, die „besser als die Takte des Busses“ sein müssten.
Hier steht er nun und kann nicht anders – Martin Luther, genauer: sein Denkmal an der Marienkirche in Mitte. Bereits vor zehn Jahren sollten die Bronzestatue und das Drumherum aufgehübscht werden, Anlass war der 500. Jahrestag der Reformation 2017. Aber getan hat sich nichts – bis heute. Jetzt aber will der Senat das Denkmal restaurieren und sein Umfeld verschönern, die veranschlagten Kosten: 720.000 Euro. Die landeseigene Grün Berlin GmbH soll das Ganze managen, wenn der laufende Wettbewerb für die Neugestaltung entschieden ist. In der Versenkung verschwindet dabei der Plan von 2016, der Statue eine chromglänzende Kopie gegenüberzustellen und alles irgendwie mit Lichtern im Boden zu illuminieren – zu teuer, zu störanfällig (und wohl auch zu verkopft). Außerdem muss ein Wettbewerb nach zehn Jahren neu gestartet werden, wenn nichts passiert ist. Der Ärger dürfte sich in Grenzen halten, denn der Evangelischen Kirche war ohnehin alles zu viel (Martin Luther) Bling-Bling.
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Blutbuch
Schauspiel nach dem Roman von Kim de l’Horizon
Ein poetischer Abend über Liebe, Erinnerung und Identität. Kim folgt den Spuren der Familie, entdeckt das eigene Selbst und die Kraft der eigenen Geschichte.
Premiere: 21.04.2026, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 23.-25.04.2026, je 20 Uhr
Vagantenbühne Berlin
Und hier noch ein paar besondere Leseempfehlungen:
+ Nachbarn wollten Obdachlosen verbannen: Doch „Manni“ kehrte nach Prenzlauer Berg zurück.
+ 5000-Euro-Anzüge vom Hermannplatz: Ein Maßschneider fertigt Anzüge für die Ewigkeit.
+ Liebeserklärung an Mariendorf: „Hier kann ich mich in Berlin von Berlin erholen.“
+ Weniger Licht auf der Stadtautobahn? Abschaltung kostet acht Millionen Euro.
+ Weniger neue U-Bahn-Wagen? Statt 1500 Fahrzeugen kauft die BVG jetzt vielleicht nur noch 762.
Telegramm
Briefbeschwerer sind nicht nur ein Accessoire von gestern, sondern auch das tägliche Geschäft der Bundesnetzagentur: 3693 Berlinerinnen und Berliner beklagten sich im vergangenen Jahr über die Post. Nach knapp 4000 Beschwerden 2023 und einer Erleichterung im Jahr darauf (3311) geht die Meckerkurve also wieder nach oben. DHL ist mitgemeint! Immerhin: Eine Umfrage im Checkpoint-Büro ergab einhelliges Lob für die Zustellerinnen und Zusteller.

Schluss mit lustig: Am Sonntag tritt das Verkaufsverbot für Lachgas-Kartuschen in Kraft. Der Handel mit Mengen über acht Gramm ist untersagt, für Menschen unter 18 bleibt das gesundheitlich bedenkliche und in der Müllverbrennung knallgefährliche Zeugs tabu. Kontrollieren muss alles die Polizei, die das sicher nicht zum Lachen findet.
Nach der Cannabis-Legalisierung vor zwei Jahren musste Berlin rund 5400 Verfahren prüfen. Jetzt hat sich der Nebel gelichtet: 5100 Strafen bleiben unverändert, 96 wurden neu festgesetzt, teilt die Gesundheitsverwaltung auf Anfrage von Vasili Franco (Grüne) mit. In 208 Fällen kamen Beschuldigte mit einem blauen respektive zwei roten Augen davon.
Zeit für ein wenig Techno-Nostalgie: Knapp 30 Jahre nach der letzten Party im legendären Club „E-Werk“ verkauft die frühere Besitzerin zwei originale Technics Plattenspieler für 12.900 Euro. Das lässt alte Raver-Herzen höherschlagen (mit ca. 140 bpm).
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Falls Ihnen das zu teuer ist: Schauen Sie doch noch mal nach, ob Sie nicht im Lotto gewonnen haben. Bei der Ziehung am Mittwoch entfiel ein Gewinn von gut 4,2 Millionen Euro auf einen Schein aus Mitte. Der oder die Glückliche hat sich noch nicht gemeldet. Eilt auch nicht: Bis Ende 2029 ist Zeit.
Hier ein Blick auf die (wie immer nicht repräsentativen) Abstimmungsergebnisse der vergangenen Tage (vielen Dank fürs Mitmachen!):
+ Trockentoiletten: Halbe-halbe, leichte Tendenz dafür)
+ Bargeld oder Karte: 54 % haben für Scheine und Münzen nichts mehr übrig (selbst wenn sie noch Scheine oder Münzen übrig haben). Interessant: Vor zwei Jahren waren hier die Bargeldfreunde noch knapp in der Mehrheit.
+ Öffentliches Geld für Theater und Opern: 74 % dafür – nur 21 % erklärten, sie hätten selbst genug Drama zu Hause.
Zum 69. Geburtstag von Fatou, dem „ältesten Gorilla weltweit“, lädt der Zoo zum Medientermin ein – möglich seien
Foto- und Filmaufnahmen sowie „O-Töne und Einzelinterviews“. Aber was fragt man einen Affenrentner? Und wer übersetzt die Antwort?
Der Tiergartentunnel bleibt von Montag bis Freitag jeweils von 21.30 Uhr bis 5.45 Uhr gesperrt – es gibt zu viele Krankmeldungen beim Überwachungspersonal, oder anders gesagt: Es fehlen Leute mit Tunnelblick. Die Busse M41 und M85 enden deshalb am Potsdamer Platz statt am Hauptbahnhof.
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Falls Sie morgen Abend ab 21 Uhr vom Hauptbahnhof aus mit dem Flughafenexpress zum BER wollen – vergessen Sie’s: Bis Montagfrüh um 5 Uhr fällt der FEX wegen Bauarbeiten aus (auch andere Linien im Regionalverkehr zum Flughafen sind betroffen, Einzelheiten finden Sie hier).
Trostpreis für Lufthansa-Kunden: Am Freitag fallen 21 LH-Flüge vom BER nach München und Frankfurt wegen des Flugbegleiter-Streiks ohnehin aus.
Personalien:
+ Alfonso Pantisano, Queer-Beauftragter des Senats, wird für einen Gastbeitrag im Tagesspiegel über das Schicksal seiner Familie („Das Leid italienischer Gastarbeiter-Kinder“) mit dem Journalistenpreis der Diakonie Baden-Württemberg ausgezeichnet. Pantisano hatte vor kurzem die Öffentlichkeit darüber informiert, dass er an einer sehr seltenen Leberkrankheit leidet (mehr Informationen dazu hier).
+ Franziska Teubert, Ex-Geschäftsführerin des Startup-Verbandes, verstärkt seit dem 1. April das Team der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg als Senior Public Policy & Business Development Manager. Sie verantwortet dort die Interessenvertretung von Tesla auf Bundesebene.
+ Lukas Rietzschel, literarischer Detektor der ostdeutschen Seele, sieht kein Ende der Geschichten über die DDR – im Gespräch mit Robert Ide sagt der Bestseller-Autor (sein neuer Roman „Sanditz“ liegt gerade auf Platz 2): „Nichts ist jemals auserzählt. Wir schreiben ja auch immer noch über Liebe und Tod.“ (Erschienen in unserem Newsletter „Der Osten“ – hier kostenlos zu bestellen).
Zitat
„Diese Geschichte ist ebenso wahr wie die Wahlversprechen von Friedrich Merz. Alle Figuren haben eine eidesstattliche Versicherung abgegeben: Wir existieren nicht. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg hat sämtliche Fakten überprüft.“
Das sind Auszüge aus dem Kriminalroman „Einigkeit und Recht und Rache“ von Wolfgang Ainetter, Leserinnen und Lesern des Checkpoints noch bekannt als bedauernswerter Sprecher des Bundesaufpuffministers Andreas Scheuer (der hier gelegentlich ebenfalls seine Wölkchen hinterließ). Ainetters Roman beginnt mit spektakulären Promi-Todesfällen beim Bundespresseball, die in einem direkten Zusammenhang mit dem Genuss von Champagner stehen. Ähnlichkeiten mit lebenden (und literarisch versterbenden) Persönlichkeiten sind unausweichlich, und da der nächste Bundespresseball am kommenden Freitag steigt, können Sie (falls Sie dabei sind) hier schon mal lesen, auf was Sie sich gefasst machen müssen.
Kiekste
Stilecht am KaDeWe geparkt: Dieses Fahrrad gönnt sich eine edle Flasche Champagner. Entdeckt und festgehalten von Checkpoint-Leserin Doris Boberg – vielen Dank für den prickelnden Schnappschuss! Schicken auch Sie Ihre spritzigen Berlin-Schnappschüsse an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Die besten Glück- und Gesundheitswünsche für unsere Freundin ASTRID B., Deine Schöneicher!“ / Svenja Poock (20), Mittelfeldspielerin bei Hertha BSC / Sabina Šurjan (26), serbische Tischtennisspielerin, spielt für den TTC Eastside Berlin, mehrfache deutsche Meisterin
Sonnabend – „Die Straßenbahnrunde feiert ihren Freund WOLLE G. und freut sich aufs nächste Treffen in jeglicher Konstellation“ / „NELLY wird heute 70 – zum Geburtstag gratulieren und wünschen alles erdenklich Gute im neuen Lebensjahr: Michael, Nina und Max“ / Udo Schenk (73), Schauspieler, („In aller Freundschaft“); spielte u.a. am Maxim-Gorki-Theater und am Deutschen Theater / Lena Schöneborn (40), ehemalige Moderne Fünfkämpferin, Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen in Peking 2008
Sonntag – „Happy, happy 30th, lovely half Berliner CHASTITY CERRETA! All the very best & tanti auguri! Your in-laws N&R“ / „Tausende Glückwünsche an Gisela Ehrlinger, der besten, schönsten und liebevollsten aller Ehefrauen, die heute Geburtstag feiert und mit der ich in Kürze den 50. Hochzeitstag erleben darf. LoveU Erich“ / Joschka Fischer (78), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), von 1998 bis 2005 deutscher Außenminister und Vizekanzler / Herbert Grönemeyer (70), Musiker („Männer“, „Zeit, dass sich was dreht“) / Amelie König (23), Profifußballerin bei Hertha BSC
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Hubertus Lemcke, * 30. September 1937, verstorben am 23. März 2026 / Alfred Polz, * 25. Mai 1935, verstorben am 25. März 2026 / Reinhard Witt, * 19. August 1942, verstorben am 25. März 2026
Stolperstein – Sally Epstein (Jg. 1907) arbeitete in Berlin als Malergehilfe und war Mitglied der KPD. In einem großangelegten Schauprozess anlässlich des durch einen Schusswechsel verstorbenen SA-Sturmführers Horst Wessel wurde auch Epstein, der lediglich am Tatort anwesend war, zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung fand am 10. April 1935 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee statt. An Sally Epstein erinnert ein Stolperstein in der Max-Beer-Str. 48 in Mitte.
Encore
Am Sonnabend dürfte es bei Muca Kebab am Oranienplatz ordentlich Auflauf geben: Lidl lässt 1000 „Dönercroissants“ verteilen und bezeichnet das als „ungewöhnliche Fusion zweier kulinarischer Klassiker“. Begonnen hatte die Aktion als Aprilscherz des Discounters. Würgt auch so.
Dieser Checkpoint wurde Ihnen serviert mit Beilagen von Christoph Papenhausen, Daniel Böldt, Alexander Fröhlich und Christian Latz. Den Stadtleben-Dip bereitete Tobias Langley-Hunt zu, und Clara Kreuzberg hat Ihnen das Mahl für Ihre Mailbox verpackt. Morgen bringt Sie hier Sönke Matschurek köstlich ins Wochenende. Bis dahin,
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