Richtigstellung
Im CHECKPOINT vom 16.04.2026 heißt es in Bezug auf Christian Ulmen:
„Künstliche Intelligenz kann katastrophal sein, wenn sie für falsche Zwecke eingesetzt wird. Spätestens seit der Anzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen hat die Allgemeinheit eine Vorstellung davon, was sogenannte Deepfakes anrichten können. In Berlin startet noch in diesem Monat ein Projekt gegen diese Art des Missbrauchs, bei der mithilfe von KI pornografische Inhalte erstellt werden.“
Hierzu stellen wir richtig:
Zu keinem Zeitpunkt hat Frau Fernandes Herrn Ulmen vorgeworfen, mittels KI pornografische Inhalte, also sog. Deepfakes, von ihr hergestellt oder versendet zu haben. Insbesondere ist das auch nicht Gegenstand der Strafanzeige.
Wir bedauern die Falschbehauptung.
Die Redaktion
Von wegen dreckig und verwahrlost! Berlin hat sich diese Woche mächtig herausgeputzt. So viel Ordnung (und Pressebegleitung) passt in wenige Tage:
+ Kai Wegner (CDU) stapfte mit der „SoKo Müll“ und ernster Miene im Hundehaufen-Zickzack durch Neukölln.
+ Touristen sollen Gutscheine bekommen, wenn sie Unrat aus der Spree fischen.
+ Ordnungsämter machten „berlinweite Schwerpunktkontrollen“ gegen Bauschutt, Siffmatratzen & Co.
+Und die Polizei knipste beim einwöchigen Blitzermarathon eilige Autofahrer.
Und? Schon alles sauber? Manfred Gresens sagt: Nein. Der 92-Jährige kämpft seit zwei Jahrzehnten für ein sauberes Berlin – mit teils unkonventionellen Mitteln. Über Hundekot schrieb der Neuköllner Rentner einen wütenden Rap. Weil Bushido nicht half, sang Gresens alias „Saubermann 007“ selbst. Sperrmüll dokumentiert er seit Jahren mit der Kamera, sein Archiv umfasst inzwischen 80.000 Bilder. Sein persönlicher Endgegner: ein Zementsack, seit 17 Jahren am selben Ort.
Für Verdienste um Sauberkeit verteilt er goldene Orden. Gresens hat zahllose Ideen, schreibt Briefe, geht Behörden, Politikern und der BSR auf den Senkel. Was kann einer allein gegen Müll ausrichten? Ich habe ihn besucht – und auf Patrouille begleitet.
Jetzt raus aus den Schmuddelecken und her mit den erfreulicheren Meldungen. Schon den Ticketalarm gestellt? Nächstes Jahr spielt Tilda Swinton am Berliner Ensemble. Schon die Kette geölt? Berlin hat eine neue Fahrradroute, die unter dem Motto „Warmes Licht und kühles Bier“ an Sehenswürdigkeiten der Industriekultur entlangführt. Schon im Grünen geschmökert? Die Stadtbibliothek Mitte läutet die Lesegarten-Saison ein. Lieber selbst pflanzen? In diesen fünf herrlichen Gärtnereien werden Kaffee und Kuchen gleich mitserviert.
Abonnenten der Vollversion servieren wir an dieser Stelle
brühwarme Tipps fürs Wochenende. Dieses Mal: die
meistdiskutierte Ausstellung der Stadt,
erschwingliche Kunst für jedes Portemonnaie und ein
Kurzurlaub in Holland.
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„Berliner Schnuppen“ und das
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Und hier noch drei Leseempfehlungen fürs Wochenende – für Tänzer, Romantiker und Mitfühlende:
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