künstliche Intelligenz kann katastrophal sein, wenn sie für falsche Zwecke eingesetzt wird. Dagegen möchte Berlin nun vorgehen: Noch in diesem Monat startet ein neues Projekt zum Thema digitale Sicherheit. Dabei geht es darum, Betroffenen von digitaler Gewalt aus dem sozialen Nahraum Unterstützung zu bieten – also wenn Täter aus der Familie oder dem Freundeskreis kommen.
„Zum ersten Mal wird es eine telefonische Anlaufstelle für Beratungseinrichtungen und Betroffene geben“, sagt Miriam Ruhenstroth, Vorsitzende des Instituts für Technik und Journalismus e. V., das das Projekt umsetzt. Künftig sollen auch Beratungsstellen und Vereine Zugang zu Schulungen bekommen. Ein ähnliches Pilotprojekt gibt es seit Kurzem in Schleswig-Holstein.
Wie viele Strafanzeigen wegen gefälschter pornografischer Inhalte es seit 2024 gab, kann der Senat übrigens nicht sagen. Derlei Strafanzeigen seien im automatisierten Verfahren nicht recherchierbar, teilte die Innenverwaltung mit.
Richtigstellung
Im CHECKPOINT vom 16.04.2026 heißt es in Bezug auf Christian Ulmen:
„Künstliche Intelligenz kann katastrophal sein, wenn sie für falsche Zwecke eingesetzt wird. Spätestens seit der Anzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen hat die Allgemeinheit eine Vorstellung davon, was sogenannte Deepfakes anrichten können. In Berlin startet noch in diesem Monat ein Projekt gegen diese Art des Missbrauchs, bei der mithilfe von KI pornografische Inhalte erstellt werden.“
Hierzu stellen wir richtig:
Zu keinem Zeitpunkt hat Frau Fernandes Herrn Ulmen vorgeworfen, mittels KI pornografische Inhalte, also sog. Deepfakes, von ihr hergestellt oder versendet zu haben. Insbesondere ist das auch nicht Gegenstand der Strafanzeige.
Wir bedauern die Falschbehauptung.
Die Redaktion
Könnte sich die KI nicht nützlich machen, indem sie, sagen wir, nachts das Geschehen im Tiergartentunnel beobachtet, damit der – immerhin eine Hauptverkehrsachse im Zentrum der deutschen Hauptstadt! – nicht weiterhin um 21.30 Uhr geschlossen werden muss? Die Antwort steht in den ZTV-ING („Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Ingenieurbauten“) des Bundesverkehrsministeriums und lautet: Nein. Laut Verkehrsverwaltung darf kritische Infrastruktur nicht allein von KI überwacht werden.
Zwei der fünf Wachpostenstellen sind unbesetzt. Damit Autofahrer nachts nicht auf ewig in die Röhre gucken, hält die Verwaltung Ausschau nach Ersatz: Insgesamt fünf neue Mitarbeiter würden gesucht. Voraussetzungen für den Job seien eine abgeschlossene Berufsausbildung und grundlegendes technisches Verständnis. Als Entschädigung für Schichtdienst und mutmaßlichen Tunnelblick nach Feierabend gibt’s immerhin die Garantie, vorerst nicht von KI wegrationalisiert zu werden.
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Klangmärchen in Flammen:
Strawinskys »Der Feuervogel«
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Ist Berlin noch eine Reise wert? Das wüsste der Senat auch gern – und lässt deshalb sein Tourismuskonzept überprüfen. Schon der Name des acht Jahre alten Papiers „2018Plus“ klingt etwas altbacken. Zuletzt waren die Touristenzahlen sogar leicht rückläufig, was aus Sicht der Wirtschaftsverwaltung aber nicht am Konzept liegt: „Wir sind auf einem guten Weg, das Vor-Corona-Niveau wieder zu erreichen“, teilt eine Sprecherin mit.
Im Fokus sollen weiterhin Nachhaltigkeit und Stadtverträglichkeit stehen. Die Besucher sollen für die Berliner also möglichst erträglich sein (einträglich sowieso). Ein paar Ideen aus dem alten Konzept sind ohnehin Dauerbaustellen, die im Erfolgsfall auch Einheimischen zugutekommen: mehr Personal für die Ordnungsämter, regelmäßige Reinigung der beliebtesten Parks.

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Eine Tür, die unzugänglich bleibt. Ein Text, der weitergeht: Logan February schreibt in „Dort wo keine Tür ist“ über eine Yorùbá-Tür aus dem Depot des Ethnologischen Museums. Ein Gespräch zwischen Poesie, Erinnerung und den Grenzen des Museums.
Ein Abend über Zugang, Wissen und Imagination. Am 23. April im Humboldt Forum. Hier mehr erfahren und Tickets sichern.
1000 Euro steuerfrei vom Arbeitgeber, damit die Krise weniger wehtut: Dürfen sich darauf auch die 138.000 Menschen freuen, deren Chef Berlin heißt? Finanzsenator Stefan Evers (CDU) gibt sich samt Landesbörse erst einmal zugeknöpft. „Die Entscheidung vom Wochenende hat uns unvorbereitet erreicht“, sagte er. „Wir nehmen uns die Zeit, das auszuwerten und zu bewerten.“ Ein Sprecher seiner Verwaltung teilte ergänzend mit, dass die Verabredungen von CDU/CSU und SPD im Bund keinesfalls kostenneutral zu realisieren seien, sprich, richtig Geld kosten werden. Das Land Berlin befinde sich mit dem Bund und den anderen Ländern „im intensiven Austausch“.
Im einstigen Land der Frühaufsteher wird bei dem Thema schon mal abgewinkt: Sachsen-Anhalts wahlkämpfender Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) erklärte sinngemäß, dass ihm jeder Mitarbeiter lieb und teuer, aber mit 1000 Euro Prämie dann doch zu kostspielig sei. Auch Brandenburgs Landesbedienstetebrauchen sich wohl keine Hoffnung zu machen.
Falls Sie heute Ihr Wochenende planen: Samstag soll allerbestes Draußenwetter werden, Sonntag ist Regen in Sicht. Endlich! Seit Jahresbeginn sind in Berlin erst etwa 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen. Das sind nicht mal 60 Prozent des statistischen Solls. Die gerade auf Grün umschaltende Stadtnatur braucht dringend reichlich Regen, damit keine vorzeitige Gelbphase beginnt.
Der Wassernachschub aus Brandenburg ist ebenfalls bescheiden. Durch die Havel kommt nur gut die Hälfte der im April üblichen Wassermenge nach Berlin. Die Spree bringt knapp zwei Drittel, die Dahme kaum ein Viertel des Normalen. Alles in allem ergeben die Daten des Brandenburger Landesumweltamtes für die vergangenen Tage eine Wasserzufuhr von etwa 25 Kubikmeter pro Sekunde nach Berlin. Zum Vergleich: Der Rhein schiebt aktuell etwa 1500 Kubikmeter pro Sekunde durch Köln.
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Berliner Schnuppen
Telegramm

Die Stimmen sind geölt, die Pointen geschärft: Heute um 19 Uhr ist Showtime für unsere große Checkpoint-Berlin-Revue im Comedyclub „Punchline“, direkt unter dem Theater am Potsdamer Platz. Das Team um Lorenz Maroldt freut sich auf einen Abend mit dem „Mitvergnügen“-Gründer, Autor, Musiker („Virginia Jetzt!“), Podcaster Matze Hielscher – und natürlich mit Ihnen. Erleben Sie die neueste „Kiekste“-Bildershow, das Berlinkenner-Rätsel, dazu Musik und Gags. Ein paar Restkarten gibt’s hier unter diesem Link und an der Abendkasse.
„Es fühlt sich an wie tausend Ameisen unter meiner Haut.“ So beschreibt Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano (SPD) im Tagesspiegel-Interview die heftigen Folgen seiner seltenen Leberkrankheit, unter der er seit zwei Monaten leidet. Er spricht auch darüber, was es mit ihm macht, ein Medikament nehmen zu müssen, das in einer Woche so viel kostet wie ein Neuwagen – und welche CDU-Senatorin ihn gerettet hat. Mehr queere News gibt es im Queerspiegel-Newsletter, der heute erscheint und sich kostenlos hier abonnieren lässt.
„Gebt das Hanf frei“, fordert Julia Heeb, die Leiterin des Museumsdorfs Düppel. Denn dort kann kein Hanf mehr gesät werden. Wie bitte? Ein staatlicher Cannabisclub im Freiluftmuseum? Natürlich nicht: Seit 2021 durfte Nutzhanf in Düppel angebaut werden, um dessen historische Bedeutung als Rohstoff zu dokumentieren. Laut Heeb lässt die Bürokratie das Projekt nun in Rauch aufgehen, weil nach einer Gesetzesänderung niemand den Antrag bearbeitet. Auch wenn jeder ungefragt drei Stängel zum Rauchen ziehen darf – für mehr Hanf, egal welcher Sorte, braucht’s in Deutschland eine Genehmigung.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist bundesweit erneut gestiegen: Rund 24.000 Verfahren wurden 2025 eröffnet, etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr. In Berlin geht der Trend in die andere Richtung: 1916 Insolvenzverfahren gegen Unternehmen bedeuten 176 Verfahren weniger als im Jahr 2024. (Q: Statistik Berlin Brandenburg)
Welche Folgen eine Insolvenz haben kann, ist derzeit in Pankow zu sehen: Checkpoint-Leser Matthias Kirsch wundert sich über ein Wohnhaus an der Ecke Homeyerstraße/Grabbeallee, das seit Jahren „einfach nicht fertig werden will“. Das Bezirksamt bestätigt auf CP-Nachfrage: einstiger Investor zahlungsunfähig, Baugenehmigung 2022 erloschen. Wie es weitergehe, hänge vom jetzigen Eigentümer ab.
Im Olympiastadion findet am 23. Mai das DFB-Pokalfinale statt. Wer dabei sein will (und bereit ist, zwischen 140 und 195 Euro zu zahlen): Die Online-Registrierung hat begonnen. Am Ende entscheidet das Los.
Jetzt soll das Land die Spritkrise richten: Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp fordert, dass der Senat kleinen Betrieben Tankgutscheine über 100 Euro spendiert. Profitieren sollen Handwerk, Pflege sowie Lieferdienste.
Rot ist die Farbe der Liebe, Grün die der Hoffnung – und Grau die Lieblingsfarbe der deutschen Autofahrer. Das zeigt die aktuelle Statistik des Kraftfahrtbundesamts zu neu zugelassenen Autos. Die verrät auch, dass deren Zahl in Berlin im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von rund 9300 auf rund 8300 gesunken ist. Die Stadt mag es dabei alternativ: 68,5 Prozent der neuen Autos fahren mit Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoffantrieb. Das reicht im Bundesvergleich für den zweiten Platz hinter Hamburg.
Lieber moderne Kunst als ein neues Auto? In der Treptower Arena beginnt heute Abend die „Affordable Art Fair Berlin“. Die Messe läuft bis Sonntag und verspricht „tausende zeitgenössische Kunstwerke“ zu „erschwinglichen Preisen“. Wie immer ist alles relativ: Das teuerste Werk kostet 10.000 Euro, eine lila-braun schimmernde Stahlskulptur. Schon mit 350 Euro ist man beim Bild zweier Bananen dabei – erhältlich bei der Hamburger „Affenfaust Galerie“.
Gestern wollten wir per Abstimmung wissen, was Sie über Spaßfotos aus dem Automaten mit Mauer und Checkpoint Charlie denken. Das Ergebnis: 74 Prozent der Teilnehmenden fanden das „komplett daneben“, 20 Prozent haben nichts dagegen.
Zitat
„Ist das Kunst oder können wir weg?“
Unter diesem Motto kämpfen Künstler vom RAW-Gelände um ihre Ateliers. Das beliebte Party-Areal mit seinen Clubs soll einem weiteren Bürogebäude geopfert werden.
Stadtleben
Verlosung – Endlich enthüllt jemand das Geheimnis, das uns alle am meisten interessiert: „Love’s Secret“! Den musikalischen Abend über prägende Frauenfiguren der Renaissance hat das Ensemble für Alte Musik „Capella de la Torre“ zusammengestellt. Wir verlosen 3x2 Karten! Bewerbung hier, Sonnabend in der Sophienkirche, 19 Uhr, 25/15 Euro, Große Hamburger Str. 29-30, S Hackescher Markt
Trinken – Mal krachen lassen? Eine Pop-up-Bar feiert das Luxusgesöff Champagner an zwei Abenden auf dem historischen Schöneberger Gasometer (Fr/Sa, ab 18 Uhr). Beim Blick über die Stadt werden 20 verschiedene Flaschen offen ausgeschenkt. Ein kleines Stärkungsangebot gibt’s auch, von Currywurst bis Kaviar mit Blinis. Im Eintritt enthalten sind ein DJ-Set und ein Glas Winzer-Champagner (29 Euro) oder ein Glas Roederer Cristal 2014 (59 Euro). EUREF-Campus 17, S Julius-Leber-Brücke
Noch hingehen – Turbinen drehen sich in rohem Fleisch. Die Energie, die der Organismus in „Iceroom“ (2013) erzeugt, richtet sich auch gegen ihn selbst. Dass Wut am Anfang ihres Schaffens für Margo Guttmann eine große Antriebskraft war, kann man sich schon bei dem starken Gemälde an der Tür gut vorstellen. Es ist Teil der ersten Überblicksausstellung der Malerin, noch bis Sonnabend in der Miettinen Collection. Tägl. 12-18 Uhr, Eintritt frei, Marburger Str. 3, S/U Zoologischer Garten
Berlinbesuch – Wie geht’s weiter nach dem letzten Applaus? Für Tänzer:innen ist dann in der Regel noch viel vom (Berufs-)Leben übrig. In der Reihe „Ballettgespräch“ diskutiert Intendant Christian Spuck am Sonntag (11 Uhr) über Herausforderungen und persönliche Erfahrungen zum Thema Übergang mit aktiven und ehemaligen Ensemblemitgliedern des Staatsballetts Berlin. Apollosaal, Unter den Linden 7, 7 Euro, U Hausvogteiplatz
Kiekste
In der Schöneberger Goltzstraße hat sich ein Häschen ins Halteverbot verirrt – und wartet nun auf seine Abholung. Vielen Dank an Checkpoint-Leserin Ira Zahlmann! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A111 (Reinickendorf-Zubringer): In den folgenden Nächten (bis 21./22.4.) ist die Autobahn jeweils von 22 bis 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen Holzhauser Straße und Waidmannsluster Damm gesperrt.
A103 (Steglitz-Zubringer): Die Fahrbahn ist von 21 bis 5 Uhr in Fahrtrichtung A100 zwischen Filandastraße und Saarstraße gesperrt.
Kurfürstendamm (Charlottenburg): Die Straße ist von Mitternacht bis 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen Wielandstraße und Schlüterstraße gesperrt.
Ehrlichstraße (Rummelsburg): Bis 17 Uhr ist die Straße in Richtung Blockdammweg ab Trautenauer Straße gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S41/S42, S8 und S85: Von 22 bis 1.30 Uhr ist zwischen Frankfurter Allee und Greifswalder Straße ein Pendelverkehr im 20-Minuten-Takt eingerichtet.
Demonstration – Für heute sind 14 Demos angemeldet (Stand 15.4., 15 Uhr), u. a. „Aufklärung rechter Straftaten und rechter Strukturen in den Sicherheitsbehörden“: zehn Demonstrierende, „BASTA“, Tempelhofer Damm 12 (9-10 Uhr)
„Versammlung der Angestellten der Vivantestöchter (...)“: 250 Teilnehmende, „Verdi“, Steifensandstr. 8 (11-12 Uhr)
„Start des Kinder-Lebens-Lauf 2026, eine bundesweite Kampagne des Bundesverbands Kinderhospiz e. V.“: 80 Menschen, „Bundesverband Kinderhospiz“, Pariser Platz (16.30-18 Uhr)
Gericht – Der Prozess gegen Palliativarzt Johannes M. wird fortgesetzt. Der Angeklagte (41) soll zwischen September 2021 und Juli 2024 zwölf Frauen und drei Männern bei Hausbesuchen jeweils einen tödlichen Medikamentenmix verabreicht haben. Er schweigt bislang zu den Mordvorwürfen (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A700).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Mein Babyengel hat heute Geburtstag! Du machst die Welt so viel schöner mit deinem wundervollen Wesen. Deine Mami ist sehr glücklich!“ / Mert Dincer (23), Schauspieler („Willkommen bei den Hartmanns“) / „Lieber Julian, alles Gute schicken wir dir zu deinem (Noch)-Wirkkreis nach Nimwegen und drücken dir ganz doll die Daumen, dass du auf deinem weiteren Weg alle deine Träume umsetzen kannst! Jana, Waltraud und Olaf“ / Peter Liebers (38), sechsfacher Deutscher Meister im Eiskunstlaufen, trainierte beim SC Berlin / Johannes Martin (39), Politiker (CDU), MdA / Kai Wiesinger (60), Schauspieler („Kleine Haie“, „Der Lack ist ab“)
Nachträglich: „Die Ausnahme-Künstlerin Anneliese Konrat-Stalschus, Westend, wird 100. Heute bekommt sie endlich einen Wikipedia-Eintrag. Mit ihrer einmaligen Brandtechnik auf Nesselstoff hat sie eindringliche Mahnmale gegen Krieg geschaffen. Herzlichen Glückwunsch, Jenny Schon“ / „Beste Wünsche an Cathrin Struve, die uns durch Krisen manövriert hat und uns nun ins temporäre ‚Exil‘ nach Athen leitet. Happy Birthday und unser aller Dank. Rock On“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Paul Hümpel, * 4. Mai 1945, verstorben am 22. März 2026 / Günter Kühn, * 18. August 1934, verstorben am 29. März 2026 / Gerhard Schüler, * 2. April 1933, verstorben am 20. März 2026
Stolperstein – Erich Schwalbe (*1882 in Berlin) war verheiratet mit Gertrud Lilienthal. Sein Vater hatte eine Lederfabrik. Nach dessen Tod war Erich zeitweise einer der Geschäftsführer. Seine Frau und er hatten einen Sohn. Am 24. Oktober 1941 wurden die drei, gemeinsam mit Gertruds Mutter, ins Ghetto Litzmannstadt deportiert. Niemand von ihnen überlebte den Krieg. Erich Schwalbe starb am 16. April 1942 im Lager. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Giesebrechtstr. 8 in Charlottenburg.
Encore
Spandau ist immer für eine Überraschung gut: Ein 13-Jähriger hat dort auf einem Acker im vorigen Sommer eine Münze aus dem antiken Troja entdeckt. Das Denkmalamt vermutet, dass sie mit einem griechischen Seefahrer im 3. Jahrhundert v. Chr. dahin gekommen ist. Klingt nach einer echten Odyssee auf Spree und Havel! Ob der Grieche auf Besuch war oder auf Durchreise, werden wir wohl nie erfahren. Jetzt ist das Bronzestück jedenfalls im Petri Berlin in Mitte (gegenüber der Fischerinsel) ausgestellt. Wo genau die Münze gefunden wurde, will das Denkmalamt nicht verraten, und der Finder möchte anonym bleiben. Man weiß schließlich aus der Geschichte um die Risiken und Nebenwirkungen von Goldräuschen.
Tiefschürfendes zu diesem Checkpoint haben Christoph Papenhausen und Anna Sophie Panick beigesteuert. Das Stadtleben hat Antje Scherer zum Glänzen gebracht, das Gesamtwerk poliert hat als Frühproduzentin Bianca Beydoun.
Morgen präsentiert Ihnen Anke Myrrhe hier Wahres und Rares.

