Schluss mit dem Novemberblues, Spot an für den Dezember – der nicht nur wegen der vielen Kerzen ganz schön heiß werden könnte.
Wegen der Expo-Absage einerseits und der Olympiaperformance andererseits rumort‘s erheblich – in der Stadtgesellschaft, in der Wirtschaft, in der Politik. Mit wem der Checkpoint am Wochenende auch gesprochen hat: Die einen sind auf dem Baum, andere fühlen sich hinter die Fichte geführt, wieder andere verstecken sich dort freiwillig. Auffällig oft fällt das Wort „klein“, und zwar in den Varianten „Wir denken zu klein“, „Wir reden uns klein“, „Wir machen uns klein“. Aber wer hat eigentlich wem und wann und was zu- oder abgesagt?
Dazu ein kurzer Wortlautvergleich der denkwürdigen Pressekonferenz vom vergangenen Freitag.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner: „Für mich war, ist und bleibt die Bewerbung für Olympische Spiele oberste Priorität.“ Das bedeutet in Bezug auf die Expo, die er direkt nicht weiter erwähnt: Nach „weiß nicht so genau“, „eher nein“, „vielleicht doch“, „warum nicht“, „am liebsten sowohl als auch“, „besser doch nicht“… gibt sich Sportfreund Wegner jetzt entschlossen, hält sich aber zugleich ein Hintertürchen zum eigenen Expo-Pavillon offen.
Senatssprecherin Iris Spranger: „Olympische und Paralympische Spiele ja, Expo nein. Einen Senatsbeschluss zur Expo wird es nicht geben.“ Ach pardon, Spranger ist ja gar nicht Senatssprecherin, sondern Innen- und Sportsenatorin – aber klarer geht’s nicht, und die echte Senatssprecherin Christine Richter hatte das ja auch schon gesagt.
Am Sonntag meldete sich dann wieder Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey per Instagram zu Wort: „Ich denke, wir sollten nochmal darüber nachdenken, wie es doch gehen kann.“ Sie will, im Gegensatz zu ihrer Parteifreundin Spranger, die Expo, Olympia und am liebsten noch die Bauausstellung dazu.
SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hält einerseits (scheinbar) zu Spranger („Ich finde es richtig, dass die Sportsenatorin wie eine Löwin für Olympia kämpft“), andererseits (mittelbar) zu Giffey, indem er von Wegner „eine klare Positionierung und Einsatz für beide Initiativen“ fordert – „allein schon aus Respekt vor dem großen Engagement so vieler Menschen, Vereine und Organisationen in unserer Stadt“.
In der SPD wird erwartet, dass jetzt erstmal der Senat unter sich klärt, was gilt.
In der CDU dagegen soll am Dienstag bei einer Fraktionssitzung über das tatsächliche oder vermeintliche Expo-Aus gesprochen werden. Ein einflussreicher Abgeordneter beschreibt die Ausgangslage so: „Die Situation ist schwierig. Die Fraktion will beides, der Regierende nicht.“ Die Unzufriedenheit unter den Abgeordneten ist groß. Aber noch suchen sie nach einem gemeinsamen Weg mit Wegner – einen Ausweg, der ohne Gesichtsverlust auch für den Regierenden zur Weltausstellung in der eigenen Stadt führt.
Was allerdings auffällt: Mittel für die Olympiabewerbung sind im Haushalt eingestellt, Mittel für eine Expo-Bewerbung nicht – auch im Sondervermögen sind dafür keine Ausgaben angemeldet oder vorgesehen. Den Freundinnen und Freunden der Weltausstellung in der Koalition war das bisher offenbar nicht so wichtig.
Es kommentiert der altehrwürdigen Alfred Kerr (der uns weiter unten noch einmal in einer anderen Sache begegnen wird):
„Es ist nicht genug zu preisen, dass die Berliner Stadtherren auf die Gemüter der Allgemeinheit zu wirken wünschen, indem sie dem Pöbel neben dem Notwendigen auch einige Zirkusspiele bieten.“ (Q: Aus den „Berliner Briefen“ v. 17.7.1896)
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Da will die FDP natürlich auch mitspielen (ja, die gibt’s tatsächlich noch)! In der vergangenen Woche hatte der Landesvorstand den Vorsitzenden Christoph Meyer als Spitzenkandidat nominiert, doch jetzt drängt es auch den früheren Fraktionsvorsitzenden Sebastian Czaja zurück auf die Bühne: Zum Bild einer entzündeten Kerze und mit besten Wünschen für eine „hoffentlich besinnliche Adventszeit“ erklärt er Meyer den Kampf um Platz 1: „Das Votum eines Gremiums macht niemanden automatisch zum Spitzenkandidaten. Eine solch entscheidende Frage muss von der gesamten Partei beschlossen werden, und das geschieht im März 2026 auf unserem Landesparteitag. Ich stehe zu meinem Wort und Angebot an die Partei und stelle mich gerne dem Votum der Delegierten.“ Checkpoint-Prognose: Bei den Liberalen brennt noch vor Weihnachten der Baum.
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Ob sich dieser Vereinswechsel gelohnt hat? Der Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg ging Anfang des Jahres ablösefrei von der Linkspartei zur SPD. Der Haushaltspolitiker überzeugte mit soliden Leistungen – und lange sah es so aus, als wenn er es auch in die Startaufstellung für die kommende Legislatur schafft. Der aussichtsreiche SPD-Listenplatz 4 in Steglitz-Zehlendorf sollte es werden, so die Abmachung.
Doch dann kam ein Top-Transfer aus Hannover dazwischen: Steffen Krach schob sich als Spitzenkandidat auf Platz 1 der Liste in Steglitz-Zehlendorf, für Schlüsselburg wäre nur noch der unsichere Platz 5 drin gewesen. Also wird Schlüsselburg ins Mittelfeld verschoben (Tempelhof-Schöneberg) – dort soll er nun den Wahlkreis Mariendorf direkt gewinnen.
An Zuversicht mangelt es Schlüsselburg nicht. „Das ist ein sozialdemokratischer Wahlkreis“, sagte er dem Checkpoint, „und ich werde ihn gewinnen“. 2023 ging der „sozialdemokratische Wahlkreis“ allerdings mit 40,3 Prozent an die CDU. Aber wie heißt es so schön: Nach der Wahl ist vor der Wahl.
Der tödliche Angriff auf einen Gerichtsvollzieher im Saarland wirkt bis nach Berlin: „Wir sind schockiert und trauern mit den Angehörigen“, sagte Martin Graetz, Landesvorsitzender der Obergerichtsvollzieher, dem Checkpoint. „Das nehmen die Kollegen die nächsten Tage mit in ihre Arbeit – vor allem, wenn eine Zwangsräumung ansteht.“
Seit 2019 können und sollen im Intranet „sicherheitsrelevante Meldungen unverzüglich erstattet werden“, teilt die Justizverwaltung mit – 2024 wurde allerdings lediglich ein Vorfall gemeldet, auch in den Vorjahren waren es nie mehr als zwei. OGV-Landeschef Graetz sagt dazu: „Verbale Gewalt, Anspucken, Bedrohungen und leichte Übergriffe werden den Dienstvorgesetzten nicht immer mitgeteilt“, und: „Uns wird oft der Eindruck vermittelt, das gehöre zum Job.“
Immerhin: Nachdem Anfang 2024 auf eine Gerichtsvollzieherin geschossen wurde, erhalten die 222 Mitarbeiter jetzt Schutzwesten (die sie bislang selbst zahlen mussten). Am Donnerstag begutachten Graetz und Kollegen verschiedene Modelle und treffen eine Wahl.
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Poller-Diebe gibt es nicht nur in Schöneberg (CP vom 26.11.) – wo wie viele Poller stehen (und verschwinden), zeigt eine Checkpoint-Abfrage bei den Bezirken:
+ Pankow (keine Standort-Statistik) betrauerte im laufenden Jahr sechs verschwunden Poller (1000 Euro Schaden).
+ Friedrichshain-Kreuzberg zählt insgesamt 90 Stellen mit „beweglichen Sperrelementen“ (46x Steckpoller, 24x Schranken, 13x Klapppoller, 3x Versenkpoller) – Verluste: 12.
+ Mitte hat 30 „Modalfilter“ (45 einzelne Pfosten). Auch hier gibt’s (nicht genauer bezifferten) Schwund, aber: „Nicht jeder verschwundene Poller wurde mit Diebstahlabsicht oder aus Frust über die verkehrliche Maßnahme entwendet“ – manchmal fallen die Dinger auch einfachem Vandalismus oder Unfällen zum Opfer.
+ Treptow-Köpenick und Reinickendorf haben keine Modalfilter – da können also auch keine geklaut werden.
+ Lichtenberg hat einen (!) Poller, führt für den aber keine eigene Statistik.
+ In Charlottenburg-Wilmersdorf steht ein Modalfilter an der Ecke Prinzregentenstraße/Durlacher Straße – und steht und steht…
+ … und auch in Spandau spielen Poller „nur eine sehr untergeordnete Rolle“ – Diebstähle oder Demontagen: Fehlanzeige.

Und los geht’s mit unserem weltbesten Berlin-Adventskalender (dieses Jahr im Gesamtwert von 5.000 Euro)! Bis zum Fest öffnen wir jeden Tag ein „Erlebnistürchen Berlin“.
Heute verbergen sich dahinter Tickets für den restlos ausverkauften Weihnachtszug des Vereins „Historische S-Bahn“. Die festlich geschmückten Wagen von 1928 und 1938 fahren an den Adventswochenenden durch die Stadt, an Bord gibt’s Getränke und süße Leckereien. Exklusiv für Checkpoint-Abonnentinnen und -Abonnenten haben wir die letzten Plätze gesichert: Wir verlosen eine Fahrt für zwei Personen am kommenden Samstag und eine Fahrt für eine vierköpfige Familie am Sonntag. Los geht’s jeweils am Nordbahnhof.
Um dabei zu sein, brauchen Sie nur ein bisschen Glück – und ein T-Plus-Abo. Das können Sie jetzt für nur 2 Euro 2 Monate lang testen (Mathe mit dem Checkpoint: Sie sparen 93 % – auch ohne Gewinn!). Damit erhalten Sie nicht nur täglich die ungekürzte Checkpoint-Vollversion (und das bereits um 6 Uhr morgens), sondern auch den vollen Zugriff auf alle Tagesspiegel-Texte und auf Wunsch sogar das E-Paper, unsere digitale Zeitung – ganz einfach mit einem Klick bei der Anmeldung, die Sie in wenigen Sekunden hier unter diesem Link abschließen können.
Abgesehen von unserem Adventskalender (Sie können schon mal gespannt darauf sein, was sich morgen hinter dem Türchen verbirgt) haben wir exklusiv für unsere Abonnentinnen und Abonnenten auch noch unsere sonstigen Verlosungen im Angebot – diese Woche u. a.:
+ 5x2 Freikarten für ein Union-Spiel der Frauenmannschaft (Heimspiel vs. Eintracht Frankfurt am 15.12.),
+ 3 Exemplare eines neuen Comics einer Berliner Zeichnerin über Rainer Maria Rilke (am 4. Dezember wäre er 150 geworden),
+ 3x2 Karten für Tanz: „OZ – Der Zauber in uns“ im Jungen Tanzhaus Berlin (7.12.),
+ 2 Familienkarten für die Ausstellung „Polar Experience – Die Immersive Ausstellung über die Arktis und Antarktis“,
+ 2x2 Karten für’s Kino: Tim Burtons „Charlie in der Schokoladenfabrik“ in der Reihe „Best of Cinema“ (2.12.).
Na, wie wär’s? Werden Sie noch in diesem Jahr Teil der großen Checkpoint-Community – und freuen Sie sich jeden Morgen noch ein bisschen mehr auf spannende Geschichten und Begegnungen aus Berlin. Anmeldung hier unter diesem Link.
Berliner Schnuppen
Die Berliner Schnuppen in voller Länge gibt's täglich mit dem Tagesspiegel-Plus-Abo – hier geht's zur Anmeldung.
Telegramm
Hier gleich mal ein Schwung schlechter Nachrichten (Q: Tsp, Mopo):
+++ Kurzfristige Entlastung für Elsenbrücke abgesagt +++ Fachkräftemangel trifft auch Weihnachtsmänner +++ Boulevard Unter den Linden wird drei Jahre zur Baustelle +++ Betrugsnetzwerk plündert Finanzamt aus +++ Wichtigste Tram fährt nur noch 14 km/h +++
So, und jetzt das Ganze nochmal aus Sicht des Stadtoptimisten:
+++ Elsenbrücke: Ab Ende Januar wieder zwei Fahrstreifen pro Richtung (und der Fahrrastreifen bleibt) +++ Weihnachtsmänner: 800 Euro Verdienst an einem Abend +++ Unter den Linden: Boulevard wird grüner und schöner als je zuvor +++ Betrugsnetzwerk: Ermittler entlarven kriminellem Finanzbeamten +++ Tram: Verwaltung arbeitet an Beschleunigungsplan +++
Tja, das ist wie mit Expo und Olympia – geht beides! Und was gefällt Ihnen besser?
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Und damit erstmal ab auf den Weihnachtsmarkt! Aber auf welchen?
+ Hier gibt es die große Tagesspiegel-Übersicht quer durch alle Bezirke.
+ Und hier gibt’s acht ganz besondere Weihnachtsmärkte, ausgewählt von unserer Ticket-Redaktion.
+ Dazu noch ein Checkpoint-Tipp: Die Cosmopolitan-School, deren Chor die Checkpoint-Band bei unserem Auftritt im Luftschloss so famos begleitet hat, lädt am 6.12. ein zum Nikolausmarkt an der Müggelseeperle. Direkt am Wasser gibt’s liebevoll gestaltete Handwerkskunst, einen Stand zum Eisstockschießen, jede Menge Spiel und Spaß – und um 15 Uhr kommt sogar die Schneekönigin. Mehr dazu steht in der aktuellen Ausgabe unseres Bezirksnewsletters für Treptow-Köpenick von Julia Schmitz, den Sie hier abonnieren können (wie auch die Newsletter für alle anderen Bezirke).
Glühwein gibt’s natürlich hier wie dort – aber zu welchen Preisen? Wir haben nachgefragt, das Ergebnis: Die Mindestpreise liegen zwischen 4 und 6 Euro, an einzelnen Ständen auch darüber. Eine Übersicht finden Sie heute ab 8 Uhr auf tagesspiegel.de.
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Innerhalb des S-Bahnrings heißt ganz Berlin bald PWZ (Parkraumbewirtschaftungszone), und der Senat kommt dem erklärten Ziel immer näher – von heute an gilt in Charlottenburg-Wilmersdorf und Neukölln in sieben weiteren Bereichen: Ticket ziehen oder Anwohnerausweis an die Scheibe kleben. Eine Übersicht finden Sie hier.
Aus der Rubik „Jahre später…“: Im August 2010 wurde die Britzer Allee in Neukölln zur Chris-Gueffroy-Allee umbenannt – mit einer kaum nennenswerten Verzögerung von 15 Jahren darf nun auch die dazugehörige Brücke über den Teltowkanal seit Freitag endlich Chris-Gueffroy-Brücke heißen (Q: Amtsblatt).
Sie müssen bei „kaum nennenswerte Verzögerung“ sofort an den BER denken und suchen sowieso gerade einen Job? Dann hätten wir hier was für Sie: Die Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg sucht Zuverlässigkeitsprüfer, „damit wir auch in Zukunft auf Kurs bleiben“ (Q: Amtsblatt). Ein Chef wird gleich mitgesucht: ein Jurist als Dezernatsleitung, der „alle Details auf dem Radar“ hat. Für beide Jobs brauchen Sie jedenfalls eine hohe Wortspiel-Toleranz.
Auf dem Weihnachtswunschzettel des Landesverwaltungsamts stehen jede Menge Elektrohaushaltsgeräte – u. a. 800 freistehende Tiefkühlschränke mit Gefrierfach, 350 robuste und strapazierfähige Waschmaschinen, 24 Nass-Trocken-Staubsauger mit 88 passenden Beuteln sowie 42 Waffeleisen und fünf Langschlitztoaster. Wert insgesamt: rund neun Millionen Euro (Q: Vergabeplattform).
Die Polizei möchte dagegen loswerden – nämlich jährlich rund zehn Tonnen Messinghülsen von Schießübungen sowie 20 Tonnen Misch- und Kernschrott vom Sprengplatz Grunewald (Q: Vergabeplattform). Der Knaller: Bei den Granatstümpfen, Splittern und Zündfragmenten übernimmt die Polizei „keine Garantieerklärung auf Explosivstofffreiheit“.
Was die Polizei sonst noch so wieder loswerden will: Herr Yadigar darf sich sein Obstmesser wieder abholen (wurde am 7. September 2024 sichergestellt). Und Herr Albe darf pünktlich zur Weihnachtszeit Axt und Klappmesser zurückfordern, (wurden im Mai konfisziert). Nur Herr Sarban hat Pech: Die Herausgabe von sieben gefälschten „Apple Air Pods Pro“-Kopfhörern kommt nicht in Betracht – er möge formlos mitteilen, dass er „mit der sofortigen Vernichtung einverstanden“ ist. Die gute Nachricht: „Kosten entstehen Ihnen durch die Vernichtung nicht.“ (Q: Amtsblatt)
Die Kiff-Pläne dreier Bezirke sind verpufft (wie im Checkpoint am 5.11. vorhergesagt): Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat das wissenschaftliche Modellprojekt zum kontrollierten Verkauf von Cannabis in Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Pankow abgelehnt.
Sie erinnern sich ans Verantwortungs-Pingpong nach den Beschwerden über die Sicherheitskontrollen bei der EM-Fanzone im vergangenen Jahr? Die „Kulturprojekte Berlin GmbH“ verwies an den Sicherheitsdienst „Smartifikat“, der verwies an die unterbeauftragte Event-Agentur – und die wiederum an die „Kulturprojekte“. Und jetzt raten Sie mal, welche Sicherheitsfirma den Zuschlag für die Silvesterparty des Senats am Brandenburger Tor gewonnen hat… (kleiner Tipp: fängt mit „S“ an).
Sie interessiert der Friedensplan für die Ukraine und haben heute Mittag Zeit? Dann empfehlen wir Ihnen unseren digitalen „High-Noon“-Expertentalk – anmelden können Sie sich hier unter diesem Link.
Nachtrag zur Meldung „Verkaufsoffener Sonntag“ (CP v. 29.11.): Nein, wir wollten Sie nicht nachträglich in den April schicken – wir haben uns um eine Woche vertan (vermutlich aus Black-Friday-Erschöpfung). Falls Sie gestern losgezogen sind, um Geschenke zu kaufen: Wir bitten um Entschuldigung!
Zitat
„Berlin ist verwahrlost …“
… sagte soeben der Schauspieler Henry Hübchen über seine Heimatstadt (Q: Kurier). Dabei kann Hübchen sich noch glücklich schätzen, nicht Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin gelebt zu haben. Der Theaterkritiker Alfred Kerr schrieb 1896 folgendes über unser Städtchen:
„Um Berlin in seiner jetzigen Verfassung zu malen, müsste man den göttlichen Dante Alighieri bemühen, welcher die Hölle und das Fegefeuer zu schildern wusste.“
Heute trifft das in Berlin allenfalls noch auf Silvester zu.
Kiekste
Leserin Birgit Henkel-Bobeth ist einem Passagier mit Sonderstatus in der U2 Richtung Pankow begegnet. Schicken Sie Ihre Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de. Mit ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Woody Allen (90), US-amerikanischer Komiker, Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Oscar-Preisträger, „Der Stadtneurotiker“, „Hannah und ihre Schwestern“, „Midnight in Paris“ / Stephan Bauer (57), Kabarettist und Comedian / Joris Buchholz (36), bekannt als Joris, Popsänger und Liedermacher, Debütsingle „Herz über Kopf“ / Detlev Buck (63), Filmregisseur und Schauspieler, drehte wiederholt in Berlin und Brandenburg, u.a. die „Bibi & Tina“-Filme und „Knallhart“ / Cornelia Gröschel (38), Schauspielerin, einem breiten Fernsehpublikum ist sie als Kriminaloberkommissarin Leonie Winkler im Dresdner „Tatort“ bekannt / Zoë Kravitz (37), US-Schauspielerin, Musikerin und Model / „Klaus Laternser (85), Ltd. Baudirektor a.D., ‚Anchorman‘“ / Heinz Riesenhuber (90), Politiker (CDU), 1982 bis 1993 war er unter Helmut Kohl Bundesminister für Forschung und Technologie / „Herzliche Glückwünsche fliegen heute von Schöneiche nach Waldesruh zu ELKE SCH. verbunden mit dem Wunsch nach einem Wiedersehen“ / „Peter Wittke wird heute 79 Jahre alt. Alles Liebe und vor allem Gesundheit im neuen Lebensjahr wünschen ihm seine Lieben!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Silvia Klara Breitwieser-Kamper, * 26. Juli 1939, verstorben am 11. November 2025 / Helga Falkenstein, * 11. Juli 1932, verstorben am 10. November 2025 / Prof. Dr. Dieter Filbert, * 21. Mai 1938, verstorben am 31. Oktober 2025 / Heike Hilsberg (geb. Aßmann), * 10. März 1975, verstorben am 23. November 2025 / Dr. Lutz Lwowsky, * 14. August 1944, verstorben am 20. November 2025 / Dr. Irmtraud Thierse, * 17. Juli 1944, verstorben am 23. November 2025 / Gabriele Wilhelmy (geb. Melchart), * 2. März 1945, verstorben am 3. November 2025
Stolperstein – Frieda Wiener wurde am 16. November 1901 geboren. In Berlin arbeitete sie als Schneiderin. Sie war ledig und hatte durch ihren Beruf keine hohen Einkünfte, deshalb wohnte sie ihr ganzes Leben zur Untermiete. Am 19. Januar 1942 wurde sie von den Nazis vom Bahnhof Grunewald nach Riga und zwei Jahre später in das KZ Stutthof deportiert. Hier wurde sie am 1. Dezember 1944 ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Mommsenstraße 18 in Charlottenburg an Frieda Wiener.
Encore

Viel Spaß hatten wir mal wieder bei unserer Checkpoint-Weihnachtsfeier: Unter dem Motto „Santas Olympia 2025 – die Checkpoint-Weihnachtsspiele“ traten zwei Teams (die „Sexy Santas“ und die „Wallabys“) im Fünfkampf gegeneinander an (ohne Pferde!). Punkte gab’s fürs beste Berlinwissen, der Dresscode lautete „Verkleidung mit Checkpoint-Bezug“. Auf diese Weise waren u. a. dabei: die abgebrochene Weihnachtsbaumspitze vorm Abgeordnetenhaus, ein Känguru aus Kladow, der Stromausfall im Südosten, der Zaun am Görli, Windows 10 in der Verwaltung, das Amtsblatt, eine hungrige Wespe, die Stachelschweine, die erste Bürgermeisterin Louise Schroeder, der joggende Harry Styles, der 16. Bauabschnitt der A100, Kida Ramadan mit Führerschein, Berlins Wildtierbeauftragter Derk Ehlert mit Fernglas und Iris Spranger, die schnurstracks den Stand der Spielbank ansteuerte. Am Ende gewannen wegen mehrerer Fehlentscheidungen der Schiedsrichterinnen die Sexy Santas, aber auch für die Wallabys galt: Dabei sein ist alles!


Beim heutigen Checkpoint dabei waren mit olympiareifen Leistungen Daniel Böldt, Valentin Petry (Hinweise und Texte), Antje Scherer (Stadtleben) und Jaqueline Frank (Frühproduktion). Morgen helfen Ihnen hier Robert Ide und Sönke Matschurek über die berlintypischen Hürden. Bis dahin,
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JETZT GRATISMONAT STARTENSeit 2014 berichten wir exklusiv aus Berlins Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir stellten Berlins marode Schulen vor, bis die Politik reagierte. Wir standen vor dem Bürgeramt, bis es wieder Termine gab. Wir recherchieren hartnäckig und gründlich.
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