der Ölpreis bleibt im Höhenrausch. An den Tankstellen klettern die Preise für Diesel und Benzin munter Richtung Matcha-Latte-Niveau. Um den Markt zu stabilisieren, hat die Bundesregierung jetzt einen Teil der nationalen Ölreserve freigegeben. Preisanpassungen an der Tankstelle sind nur noch einmal am Tag erlaubt. Der Effekt dürfte begrenzt sein. Also nachgefragt bei den Berliner Taxifahrern, wie man trotz Ölpreisschock günstig zapft. „Ich tanke mit Köpfchen“, sagt uns Leszek Nadolski, Chef der Taxi-Innung. „Morgens vor 7 oder 8 Uhr ist es immer am billigsten. Dann nochmal am Mittag. Auch am Wochenende kann man oft zu einem guten Preis tanken!“ Am höchsten seien die Preise freitags und am Montagmorgen. Die Fahrtarife anheben dürfen Taxis übrigens nicht, egal wie viel der Sprit kostet. Anders als die Konkurrenz von Uber und Co. „Beobachten wir im Moment aber noch nicht“, sagt die Taxi-Innung. Gute Zeiten sind es aktuell nur für die Stromer unter den Taxen. Etwa ein Zehntel der Flotte fährt mittlerweile elektrisch.

An einer anderen Form der Entlastung fürs Autofahrer-Portemonnaie versucht sich gewissermaßen die Initiative „Berlin autofrei“. Geht’s nach den Verkehrsaktivisten, soll jeder Bürger künftig privat nur noch an zwölf Tagen pro Jahr in der Innenstadt fahren dürfen. Treffen würde das insbesondere jene 24,5 Prozent der Berliner Autofahrer, die selbst innerhalb des S-Bahnrings wohnen, meldet das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Die meisten Privat-Pkw je 100 Einwohner stehen im Zentrum demnach am Savignyplatz (36). Auch in den anderen Kiezen in Charlottenburg-Wilmersdorf haben mehr Anwohner einen Wagen als sonst wo im Zentrum. Gefolgt von der Grünen-Hochburg Prenzlauer Berg (Christburger Straße: 28 Pkw pro 100 Einwohner). Das Lastenrad ist da wohl nur Zweitwagen. Im Moabiter Beusselkiez gibt es mit nur 13 Autos pro 100 Einwohner nicht einmal halb so viele wie in Prenzlauer Berg.
Haben die einen Vogel in Tegel? Nein, sie haben ganz viele. So viele Feldlerchen leben auf dem ehemaligen Flughafengelände, dass der Senat für die Baumaßnahmen der Urban Tech Republic erst Ausweichflächen für die Bodenbrüter schaffen muss. Kostenpunkt: 7,1 Millionen Euro. Für 54 betroffene Feldlerchenreviere entstehen dafür nun in Brandenburg „Lerchenstreifen als Extensivgrünland“ – also eine Wiese, erklärt ein Sprecher der Stadtentwicklungsverwaltung auf Checkpoint-Anfrage. „Aus der Erfahrung bereits umgesetzter Kompensationsmaßnahmen für die Feldlerche ist für den Ausgleich je Revier über 25 Jahre eine Summe von circa 130.000 Euro anzusetzen.“
Aber nicht, dass Sie bei diesen Kosten an einen Vogel-Transport im goldenen Käfig denken. Die Tiere bleiben an Ort und Stelle. „Verhaltensbiologisch ist eine Umsiedlung der Feldlerchen nicht möglich“, erklärt der Sprecher. Durch die bald besseren Lebensbedingungen für die Vögel in Brandenburg werde aber „die regionale Gesamtpopulation Berlin/Brandenburg erhalten“. Wohin die Tegeler Lerchen tatsächlich flattern, ist piepegal.
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Erleben Sie einen Abend zwischen den Genres: beim DSO Casual Concert, Freitag, 20.3., steht der Ausnahmekünstler Abel Selaocoe mit einem Violoncellokonzert von Jessie Montgomery auf der Bühne.
Den Abend dirigiert Giancarlo Guerrero, der übrigens auch das Orchester bei der Super-Bowl-Show von Bad Bunny leitete. Im Anschluss spielt AKA KELZZ im Foyer der Philharmonie und DJ Alba legt schließlich für alle Tanzwütigen auf.
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Modern, verlässlich, hauptstadttauglich – so hat Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) den Entwurf des Senats fürs neue Gaststättengesetz gelobt. Wenn sie da mal nicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat. Mittes Ordnungsstadtrat Christopher Schriner (Grüne) jedenfalls gießt gleich Wasser in den Wein. Für ihn wirkt das Vorhaben unausgegoren wie Kneipengespräche morgens um 5 Uhr. Damit draußen bis Mitternacht getrunken werden kann, habe der Senat rechtlich allerhand ignoriert – etwa das Bundesgesetz, das Nachtruhe ab 22 Uhr vorschreibe.
Geht es nach dem Senat, soll Außengastronomie, „die nicht als störend auffällt“, auch länger als 22 Uhr öffnen, in „Ausgehvierteln“ teilweise sogar bis 24 Uhr. Für Schriner sind beide Definitionen rechtlich unscharf wie der Blick nach dem fünften Bier. Letztlich würden wohl Gerichte entscheiden müssen. Seine Prognose: Es wird mehr Klagen, Verfahren und Kosten für Gastronomen geben als bisher. Dazu trage auch bei, dass Wirte laut Entwurf nur noch anzeigen, dass sie ein Lokal eröffnen und nicht wie früher eine Erlaubnis beantragen. Das klinge nur im ersten Moment gut. „Bislang klären wir Probleme vor dem Start, künftig dann wohl unter laufendem Betrieb“, sagt Schriner. „Bauen Sie mal eine Akustikdecke nach der Eröffnung ein.“
Letzte-Chance-Schule vor dem Aus: Die Neuköllner Werkschule Löwenherz muss nach Angaben ihres Schulleiters Pablo Ruiz Holtgrefe in drei Wochen ihre Türen schließen, ihre Angestellten ent- und rund 60 schwer bedürftige Schülerinnen und Schüler im Stich lassen. Hintergrund: Der Bezirk will in diesem Jahr das Gebäude abreißen. Drei Monate Zeit bräuchte die Schule, um zu Beginn der Sommerferien mitsamt Lehrküche, Holz- und Gartenwerkstatt ausziehen zu können, berichtet Ruiz dem Checkpoint. Er leitet das Projekt seit seiner Entstehung im Jahr 2012 und hat Angst, dass es seinen Schützlingen den Boden unter den Füßen wegzieht.
Die Werkschule ist berlinweit einmalig nimmt Jugendliche auf, die zu schuldistant, psychisch belastet oder traumatisiert sind, um an normalem Unterricht teilzunehmen. An der Löwenherz werden sie die Hälfte der Zeit unterrichtet und verbringen die andere Hälfte in den Werkstätten – und schaffen nach zwei Jahren zu 80 Prozent einen Abschluss. „Wenn die zurückmüssen in ihre Stammschulen, dann gehen sie unter, das ist völlig klar“, fürchtet Ruiz. „Und die Prüfungen beginnen nach den Osterferien. Mindestens die Hälfte derjenigen, die jetzt vor dem Abschluss stehen, wird es dann nicht schaffen.“ Der Schulleiter wünscht sich mehr Zeit: Das Gebäude muss zwar abgerissen werden, hat aber noch eine Betriebsduldung bis Juli 2027. „Damit könnten wir unsere jungen Menschen hier regulär zum Abschluss führen und hätten ein Jahr Zeit, um uns Gedanken zu machen, wo und wie wir das Angebot weiterführen können.“
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Orgelmatinee mit Lukas Hasler & Alois Mühlbacher
Zwei Giganten der Spätromantik: Bruckner und Mahler treffen auf der philharmonischen Orgel zusammen. Der junge österreichische Organist Lukas Hasler und Countertenor Alois Mühlbacher laden am Sonntag, 22. März um 11 Uhr zu einem einzigartigen Konzert. Tauchen Sie ein in faszinierende Klangwelten –
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Apropos letzte Chance: Heute ist der Stichtag bei einer der wichtigsten Entscheidungen, die Berliner Familien im Leben ihres Kindes zu treffen haben: Welche Oberschule passt am besten? Wo ergibt die Anmeldung für die 7. Klasse Sinn? Antworten liefern die zwölf Tagesspiegel-Ratgeber für die Schulplatzsuche in allen Bezirken. Experten geben konkrete Empfehlungen ab, wie Familien taktisch klug wählen. Sie erfahren, was bei der Schulplatzlotterie an besonders stark gefragten Pankower Gymnasien eine gute Lösung ist, warum bildungsbewusste Eltern in Mitte bestimmte Schulen im Bezirk meiden – und warum die Bergius-Schule als Alternative gilt. Für alle Unentschlossenen geht’s hier zu den Experten-Artikeln für alle zwölf Bezirke.
Zeitgleich gibt es auch einen großen Run auf Berlins Gymnasien ab Klasse 5. Tagesspiegel-Kollegin Susanne Vieth-Entus weiß schon jetzt, wie viele Anmeldungen es für die begehrten Plätze gibt.
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Woyzeck
Schauspiel nach Georg Büchner
Ein Drama über Männlichkeit, Einsamkeit, soziale Hierarchien, Gewalt – und die verzweifelte Suche nach Zugehörigkeit. Büchners Fragment radikal ins Heute versetzt!
17. und 18.03.2026, je 20 Uhr
06. und 07.05.2026, je 20 Uhr
VAGANTENBÜHNE – Neue Dramatik für die City West
Und noch weitere Leseempfehlungen aus der Tagesspiegel-Redaktion
+ Ihr Mann wurde vom Iran in Berlin ermordet: „Ich fürchte, dass dieser Krieg überhaupt nichts bringt“
+ Ex-Bundespräsident Christian Wulff: „Ich verstehe nicht, warum nicht alle Menschen sagen, sie sind woke“
+ Özdemirs wichtigste Verbündete: Wie Mona Neubaur die Grünen umkrempeln will
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wenn das keine gute Nachricht ist: Die Berliner Universitäten haben erneut im Exzellenzwettbewerb gewonnen.
Ein Feuer an einer U-Bahn im Bahnhof Britz-Süd hat am Mittwochabend für Störungen auf der U7 gesorgt. Zuletzt war der Verkehr noch zwischen Lipschitzallee und Grenzallee unterbrochen.
Wenige Kilometer weiter südlich am BER wurde zu ähnlicher Zeit der Flugbetrieb für eine halbe Stunde eingestellt. Grund: ein „leuchtendes Flugobjekt“ wurde in der Nähe gesichtet.
In Neukölln braut sich ein Skandal zusammen: In einem Jugendklub soll eine 16-Jährige von anderen Jugendlichen vergewaltigt worden sein. Weder die dort Verantwortlichen noch das Jugendamt stellten jedoch zunächst Strafanzeige – angeblich, um die mutmaßlichen Täter nicht pauschal mit der Aussage „typisch Muslime“ zu stigmatisieren. Eine Spurensuche in einem Kiez, wo manche Mädchen die Straßenseite wechseln, „wenn wir eine Gruppe Jungs sehen“.
Liest sich wie der Wilde Westen, ist aber Berlin: 604 Mal ist im vorigen Jahr mit einer Schusswaffe gedroht worden (doppelt so viele Fälle wie 2024), in 515 Fällen wurde sogar abgedrückt (2024: 363 Mal). Das steht unter anderem in der neuen Kriminalitätsstatistik für Berlin. Die Zahl der registrierten Straftaten ist indes um 6,7 Prozentpunkte auf knapp eine halbe Million zurückgegangen. Aufklärungsquote: 44,9 Prozent (im Vorjahr 45,5 Prozent).
Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) träumt von einer Magnetschwebebahn nach Spandau. Auf eine schriftliche Anfrage der Grünen hin muss ihre Verwaltung aus der Idee nun aber etwas Luft ablassen. Die bislang freigehaltene Trasse für die Tram passt nicht für die Magnetbahn wegen größerer Kurvenradien. Zwar könne die Bahn über dem Spandauer Autoverkehr schweben, sorge aber für Verschattung. Und auch der ambitionierte Zeitplan gerät schon jetzt aus den Fugen. Statt Ende 2026 sollen die ersten Untersuchungen erst 2027 fertig werden.
Die Berghain-Schlange bekommt einen digitalen Zwilling: Wie das Portal Immoscout mitteilt, soll es künftig die Möglichkeit geben, sich für Mietwohnungen auf eine Warteliste setzen zu lassen. Verzweifelte, pardon, Suchende können ihren favorisierten Stadtteil, Budget und Wohnungsgröße angeben – und werden vielleicht irgendwann ausgewählt. Laut Immoscout: Ein Schritt hin zu mehr Transparenz. Lassen wir mal so stehen.
Frühjahrsmüdigkeit bei der Feuerwehr? Auf der Vergabeplattform sucht sie derzeit nach 16 Matratzen für die Wache in Steglitz. Damit darauf angemessen entspannt werden kann, bestellt sie zusätzlich 4400 „Sweatjacken“. Passend zur Feuerwehr: „waschbar bis 60 Grad“.
Licht am Ende des U-Bahntunnels? Die seit August 2020 erneuerte Treppenanlage im U-Bahnhof Hermannstraße, die erst am 6. Dezember 2024, dann am 19. Dezember 2025 und zuletzt am 30. April 2026 eröffnet werden sollte … Achtung … verspätet sich erneut. Neuer Termin laut Verkehrsverwaltung: „Juni 2026“ (Q: Anfrage Antje Kapek und André Schulze, Grüne).
Lust auf eine dornige Chance? Der Discounter Autoland sucht derzeit einen Chauffeur für Fahrten „im Raum West-Berlin“ für seinen neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden – einen gewissen Herrn Christian Lindner.
Zitat
„Ab jetzt ist Crunch-Time und es heißt direkte Auseinandersetzung mit dem, der jetzt noch im Rathaus sitzt.“
SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach schießt mal wieder scharf in Richtung von Kai Wegner. Für den Wahlkampf hat er den Regierenden zum Hauptkonkurrenten auserkoren, sagte er bei der Vorstellung der SPD-Wahlkampagne. Kein gutes Omen für die letzten Monate Schwarz-Rot.
Stadtleben
Verlosung – Im Märchen ist sie ganz klar die Böse, die 13. Fee. Aber könnte man nicht auch Mitleid mit jemandem haben, der ausgeschlossen wird? Diesen Gedanken spielt das Theater o.N. mit „Ein Fest für die 13. Fee“ durch. Das Stück für Kinder (ab 6 J.) reflektiert Gefühle wie Freude und Zusammengehörigkeit, aber auch Scham und Wut. Wir verlosen 2x2 Karten für Sonnabend (16 Uhr)! Bewerbung hier, 12/6,50 Euro, Kollwitzstr. 53, U Senefelderplatz
Essen & Trinken – Der „Weinlobbyist“ bringt in der warmen Jahreszeit einen unschätzbaren Vorteil ins Spiel: einen lauschigen Innenhof. Hier kann man sich zum Beispiel entspannt durch die mit 70 Positionen größte Sektkarte der Stadt trinken. Deutsche Weine bilden das Herzstück des Ladens, der trotz gehobener Küche immer auch eine Weinbar bleiben will. Für den kleinen Hunger gibt es sehr gute Flammkuchen. Do-So ab 17 Uhr, Kolonnenstr. 62, S Julius-Leber-Brücke
Noch hingehen – Für Hardcore-Fans ein Muss, aber auch eine sinnvolle Ergänzung zur Impressionisten-Schau im Barberini: die Ausstellung „Farben im Licht“ über den berlinisch-brandenburgischen Lokalmatador Theo von Brockhusen (noch bis 22.3.). Viele seiner farbintensiven Landschaftsbilder entstanden am Schwielowsee nahe Potsdam, manches erinnert an Vincent van Gogh. Potsdam Museum, 7/5 Euro, Di-So 10-18 Uhr, Am Alten Markt 9, Potsdam
Berlinbesuch – Was ist queere Literatur? Und steht vielleicht schon etwas Queeres im eigenen Bücherregal? Darüber sprechen Bianca-Maria Braunshofer, Marlon Brand und Tobi Schiller zur Premiere ihres Buchs „Und jetzt queer!“. Moderiert wird die Runde am Sonnabend in der Buchhandlung ocelot von Georgina Fakunmoju (Podcast-Host von „Readers Gonna Read“). Start 19.30 Uhr, 12/8 Euro, Brunnenstr. 181, U Rosenthaler Platz
Kiekste
Jetzt neu: Personalisierte Sitzplätze in der S9 Richtung Spandau! Ob es sich bei Bens Sitznachbar Lorenz tatsächlich um den Checkpoint-Erfinder handelt, ist nicht überliefert. Vielen Dank an Leser Manfred Hahn für diese Einsendung. Schicken auch Sie Ihre besten Berlin-Bilder an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A113: Die Autobahn ist von 21 bis 5 Uhr in Richtung Dreieck Neukölln zwischen den Anschlussstellen Späthstraße und Schönefeld-Nord gesperrt.
A115: Die Autobahn wird ab 21 bis 5 Uhr stadtauswärts zwischen Spanischer Allee bis Kreuz Zehlendorf gesperrt.
Schillstraße (Tiergarten): In Richtung Lützowplatz ist für ca. zwei Wochen der rechte Fahrstreifen zwischen Kurfürstenstraße und Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße gesperrt.
Demonstration – Für heute sind zehn Demos angemeldet (Stand 11.3., 16.45 Uhr), u.a. „Stoppt Hinrichtungen im Iran/Solidarität mit den Bürgerprotesten im Iran“: 30 Demonstrierende, Podbielskiallee 67 (11-18 Uhr)
„Eine offene und respektvolle Debatte zwischen Religionen ist ein Zeichen einer gesunden Demokratie“: 40 Menschen, Alexanderplatz (14-16 Uhr)
„Schritttempolauf auf den verkehrsberuhigten Straßen im Klausenerplatz-Kiez“: 30 Teilnehmende, „Kiezbündnis Klausenerplatz“, Kläre-Bloch-Platz, Christstr., Kläre-Bloch-Platz (16-17.30 Uhr)
Gericht – Ein Polizeibeamter muss sich wegen Körperverletzung im Amt verantworten. Der 42-Jährige soll bei einem Einsatz in einer Unterkunft für Geflüchtete im Juni 2022 in Berlin-Neukölln einen damals 46-jährigen Mann mit der Faust geschlagen und ihm Gesichtsfrakturen zugefügt haben. Die Schläge sollen weder durch die Situation gerechtfertigt noch verhältnismäßig gewesen sein (9 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal K1007).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Jenny Erpenbeck (59), Autorin („Gehen, ging, gegangen“), erhielt als erste Deutsche den International Booker Prize / Tim Fischer (53), Chansonnier und Schauspieler / „Liebe Gaby, alles, alles Liebe zum Geburtstag. Nur Glück und Freude im neuen Lebensjahr und vielen, vielen Dank für dein stets offenes Ohr für Probleme und Sorgen aller Art. Viele Grüße von der zweiten, alten Dame (neben Hertha) aus Charlottenburg.“ / Annika Lau (47), Radio- und Fernsehmoderatorin / Bjarne Mädel (58), Schauspieler (u.a. „Mord mit Aussicht“ und „Der Tatortreiniger“) / Friedrich Mücke (45), Schauspieler („Wunderschöner“) / Hermann Parzinger (67), Archäologe, leitete bis 2025 die Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz / „Liebe ge-‚hand‘-icapte Regina. Die Mit-Oma Dorit gratuliert Dir ganz herzlich zum Geburtstag. Viel Gesundheit und wenig Glatteis im neuen Lebensjahr.“ / Kathrin Schmidt (68), Schriftstellerin (für „Du stirbst nicht“)
Nachträglich: „Der wunderbarsten MAUS von Berlin die allerherzlichsten Geburtstagswünsche von BÄR!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Dr. Maria Josefina Jagla (geb. Susen), * 28. März 1934, verstorben am 12. Februar 2026 / Jutta Schmidt-Haseloff, * 5. Dezember 1943, verstorben am 7. Februar 2026 / Prof. Dr. Ulrich Steinmüller, * 10. November 1942, verstorben am 29. Januar 2026 / Dr. Démètre Zavlaris, * 27. August 1936, verstorben am 25. Februar 2026
Stolperstein – Susette Freund, geb. Liepmannssohn (*1890 in Berlin) war verheiratet mit dem Kameramann und Regisseur Karl Freund, allerdings ließ sich das Paar 1920 scheiden. Karl siedelte nach Kalifornien über, 1937 zog ihre gemeinsame Tochter zu ihm. Susette wurde Ende 1941 oder Anfang 1942 im KZ Ravensbrück inhaftiert, am 12. März 1942 in die Tötungsanstalt Bernburg/Saale verlegt und dort sofort von den Nazis ermordet. An Susette Freund erinnert ein Stolperstein in der Aschaffenburger Str. 23 in Wilmersdorf.
Encore
Zum Abschluss noch wat fürs Herz: Spandau hatte zu wenige Ehrenamtliche für seinen „Gratulationsdienst“, der Einheimische zum Geburtstag besucht, wenn sie 90 oder älter werden. 46 waren es, zum Vergleich: Treptow-Köpenick hat 187. Bis unser Bezirksreporter André Görke Alarm schlug: Beim Bezirksamt haben sich seitdem 19 Menschen gemeldet, die zum Jubeltag (und nur nach Absprache – nicht nervös werden!) Hausbesuche machen möchten. „Ich bin ganz überrascht und dankbar“, sagt SPD-Sozialstadtrat Gregor Kempert. Wir freuen uns mit, sind aber weniger erstaunt: Tagesspiegel-Leser machen Berlin besser! So können Sie selbst noch teilnehmen, und hier erfahren Sie jede Woche, wie Sie Ihren eigenen Kiez liebenswerter machen können.
Menschen brauchen Menschen: Wir wären verloren ohne die Recherche von Anne Roggensack, könnten das Berliner Leben nicht feiern ohne das Stadtleben von Antje Scherer. Jaqueline Frank bringt diesen Checkpoint an Ihre Haustür. Und morgen besuchen Sie hier Anke Myrrhe und Valentin Petri!
Einen warmen Donnerstag wünschen

