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Spitzenkandidaten versprechen fairen Wahlkampf Mieter sind unzufrieden mit der Gewobag Müll-Initiativen machen Arbeit der BSR

von Daniel Böldt
mit Sönke Matschurek und Björn Seeling
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Kai Wegner kann Ablenkung derzeit wahrlich gut gebrauchen. Einen Tag nach seinem denkwürdigen Auftritt auf der Senatspressekonferenz (hier zum Nachhören ab Minute 37:15) besuchte der Regierende Bürgermeister gestern Abend die Markthalle Neun in Kreuzberg. Anlass war das traditionelle Fastenbrechen während des Ramadans, der heute Abend mit dem Zuckerfest endet.

Die Einladung der Türkischen Gemeinde wollte sich im Wahljahr kaum jemand entgehen lassen. Neben Wegner kamen auch die Spitzenkandidaten von SPD, Grünen und Linken. Der Generalsekretär der Türkischen Gemeinde zu Berlin, Suat Özkan, bat sie mit Blick auf die Wahl im September um einen fairen Wahlkampf – und ließ Wegner, Steffen Krach (SPD), Werner Graf (Grüne) und Elif Eralp (Linke) dafür kurzerhand einen „Kodex für politische Verantwortung und Stadtfrieden“ auf der Bühne unterschreiben.

Lesen wir mal rein: „Wir wahren den gesellschaftlichen Zusammenhalt und verzichten konsequent auf das Schüren von Ängsten oder Vorurteilen.“ Ziel der politischen Auseinandersetzung sei „ein Wettbewerb der besten Ideen, kein Kampf der Emotionen“. Und: „Sachlichkeit ist unser Kompass – Populismus hat in unserer Stadt keinen Platz.“ Kommt auf Wiedervorlage.

Die S15 ist der BER unter den S-Bahnen. Falls Ihnen diese Formulierung bekannt vorkommt, erhalten Sie heute ein Checkpoint-Sonderlob. In der Ausgabe vom 31. Oktober 2025 haben wir diese Worte benutzt, um Ihnen nach vielen, vielen Verschiebungen endlich den Eröffnungstermin der neuen S-Bahn-Strecke zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof mitzuteilen: Am 28.