in Berlin beraten heute die ostdeutschen Länderchefs: Der Regierende Kai Wegner (CDU) lädt zur Ministerpräsidentenkonferenz Ost. Gestern war Warm-up mit Begrüßung und Abendessen in der polnischen Botschaft. Heute wird im Roten Rathaus konferiert, auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) sind dabei. Auf der Tagesordnung stehen hauptsächlich Wirtschaftsthemen. Und auf dem Mittagsmenü steht nach Checkpoint-Informationen:
+ Vorspeise: Rote Beete mit grünem Spargel
+ Hauptspeise: Nordland-Rinderfilet mit mediterranem Gemüse (Prinzessbohnen und Kartoffeln)
+ Nachtisch: Zitronentarte mit frischen Himbeeren
Klingt nach einer soliden Grundlage für produktive Gespräche.
Vom Tisch scheint dagegen die Verlängerung der U7 nach Staaken zu sein: Staatssekretär Andreas Kraus präsentierte am Mittwoch im Verkehrsausschuss den Entwurf zum Nahverkehrsplan der CDU-Verkehrsverwaltung – ohne die U7-Erweiterung. Die Kosten seien höher als der zukünftige Nutzen. In Spandau sind viele enttäuscht. Und einer ist sauer: Fraktionschef Raed Saleh kündigte am Abend an, die SPD werde diesem Plan im Senat nicht zustimmen. „Ich erwarte von der Senatorin mehr seriöse Planungen und weniger Schwebebahnfantasien“, sagte Saleh dem Tagesspiegel. Die Prüfung einer Magnetbahn zwischen Tegel und Spandau ist weiterhin eingeplant.
Man spürt: Je näher ein Wahltermin rückt, desto größer werden die Fliehkräfte in der schwarz-roten Koalition. Einer der letzten Akte politischer Handlungsfähigkeit sollte eigentlich am kommenden Wochenende stattfinden: In Potsdam wollten sich die Fraktionsvorstände von CDU und SPD zur Klausur treffen, um zahlreiche Vorhaben zu einen und rechtzeitig auf den Weg zu bringen.
Doch nun wurde der Gipfel nach Checkpoint-Informationen kurzfristig auf den 20. April verschoben. Hinter den Kulissen wird das mit der Fülle an Themen begründet, die in den vergangenen Tagen noch zugenommen habe. Offensichtlich ist aber: Bei zahlreichen Vorhaben wie dem Vergabegesetz, dem Wohnraumsicherungsgesetz oder der Ausgestaltung der Verwaltungsreform knirscht es noch hörbar zwischen den Parteien.
Ein regelrechter Koalitionsstresstest findet am heutigen Plenartag statt. Mit Spannung wird etwa das Ergebnis der Abstimmung über die Ausbildungsplatzumlage erwartet. Ein Großteil der CDU-Abgeordneten dürfte nur mit der Faust in der Tasche zustimmen.
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Richtig was los war gestern im Checkpoint-Postfach: Quasi im Vier-Minuten-Takt erreichten uns Ihre Top- und Flop-U-Bahnhöfe. Schnell war klar: Publikumsliebling ist die U-Museumsinsel. Ebenfalls oft genannt: U-Wittenbergplatz („so schön nostalgisch“), U-Märkisches Museum („original-alt, funktional und originell“) und U-Rathaus Schöneberg („schön leer und mit toller Aussicht in den Park“).
Checkpoint-Leser Matthias Thiele adelt die U‑Oskar-Helene-Heim: „Der Flughafen Tegel unter den U-Bahnhöfen, kurze Wege, kein Schnickschnack.“ Holger Wilkens schätzt die U-Fehrbelliner Platz: „Wunderbare 70er Jahre Pop Art.“ Und Henning Wehlmann ist Fan der U-Alt-Tegel: „Der Zubringer, der uns quasi Dorfkindern erlaubte, die Bezeichnung Berliner:innen führen zu dürfen.“ Auch die U-Birkenstraße punktet: „Ohne ChiChi für Touris, aber sauber und praktisch“, schreibt Axel Jürs – und lobt die BVG für besonders flinke Aufzugsreparaturen.
Von nun an geht's bergab. Neben den üblichen Sorgenkindern der U7 und U8 (Hermannplatz, Görlitzer Bahnhof, Weinmeisterstraße, Yorckstraße) wurden bei den Flops auch weniger prominente Stationen genannt, etwa Ullsteinstraße, Prinzenstraße, Mierendorffplatz und Wilmersdorfer Straße.
Manfred Krappatsch kürt den U-Bahnhof Hansaplatz zum „unterirdischsten“; Karin Rech findet die U-Hohenzollernplatz „so finster wie die Hohenzollern-Gruft“. Manfred Füger fasst mit seiner Bewertung der U-Tempelhof die häufigsten Bahnhof-Probleme zusammen: „Drogen, Dreck und Dunkel.“
Der meistgenannte Flop-Bahnhof ist die U‑Schloßstraße. „Steht wegen besonderer Hässlichkeit unter Denkmalschutz“, heißt es in einer anonymen Mail. Petra Augner beschreibt ihn als „ständig vermüllt und von Tauben zugekackt“. Und für Torsten Berndt wirkte der Bahnhof schon immer unfertig, „auch kurz nach der Eröffnung 1974“. Eine gruselige Bauruine ist er inzwischen seit 2016. Der Senat erwartete zuletzt eine Fertigstellung „in den 30ern“. Wir hoffen, dass dieses Jahrhundert gemeint ist.
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Die Vorgänge um eine mutmaßliche Vergewaltigung in einem Neuköllner Jugendklub (Checkpoint von gestern) haben erste personelle Folgen. Das Bezirksamt versetzte eine Mitarbeiterin des Jugendamtes auf einen anderen Posten. Nach Tagesspiegel-Informationen soll es jene Mitarbeiterin sein, die – nach Aussagen zweier Mitarbeiterinnen eines benachbarten Mädchenzentrums – wegen einer möglichen Stigmatisierung arabischstämmiger Jungen keine Anzeige erstatten wollte. Vorausgegangen war ein Gespräch zwischen Vertreterinnen des Mädchenzentrums und der Neuköllner Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke). Vorwürfe der Vertuschung standen im Raum. Nagel kündigte an, dass der Jugendklub mindestens bis zum Sommer geschlossen bleibt. Eine externe Kommission solle die Abläufe überprüfen. Inzwischen ermitteln auch das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft.
Mit Neukölln und vor allem dem Kreuzen von Klingen kennt sich Michael Büge aus. Der frühere CDU-Bezirksstadtrat, Staatssekretär und heutige AfD-Politiker in Mainz hat im Handstreich den rheinland-pfälzischen AfD-Spitzenkandidaten Jan Bollinger entmachtet. Am Mittwoch ließ sich Büge zum Fraktionsvorsitzenden wählen (18 zu 6 Stimmen). Berlinkenner werden sich erinnern: Büge, einst auch CDU-Kreisvorsitzender in Neukölln, war ab 2011 Sozialstaatssekretär beim damaligen Gesundheitssenator Mario Czaja (ebenfalls CDU). Seine Karriere endete abrupt, als ihn Czaja 2013 wegen der Mitgliedschaft in der „Gothia“-Burschenschaft über die Klinge springen ließ. Die schlagende Verbindung ist wegen rechtsextremer Verbindungen umstritten. Später trat Büge aus der CDU aus, managte den AfD-Bundestagswahlkampf 2017, wurde Fraktionsgeschäftsführer in Rheinland-Pfalz – und schaltete nun seinen Konkurrenten Bollinger aus, der die Abwahl ziemlich dreckig fand.
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Mit Motiven, die aussehen und klingen wie bei Ikea, wirbt der Senat aktuell für ein sauberes Berlin – verbunden mit einer Warnung: „Einfach abstellen hat seinen Preis.“ Für die versiffte Waschmaschine „Defekta“ wird ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro fällig, für das alte Sofa „Maröda“ bis zu 4000 Euro. Die Umweltverwaltung informiert mit der Kampagne an 500 Werbestandorten, auf 3200 U-Bahn-Bildschirmen und in Bürgerämtern über höhere Bußgelder für illegal abgestellten Sperrmüll. Kostenpunkt: 200.000 Euro. Nicht ganz sauber: Obwohl es genug echtes Anschauungsmaterial auf den Straßen gibt, sind alle Bilder KI-generiert. Das sei „schneller und kostenextensiver“, schreibt ein Sprecher der Umweltverwaltung auf Checkpoint-Anfrage. Innerhalb von fünf Jahren ist dies übrigens bereits die 22. Anti-Müll-Kampagne von Senat und BSR. Ob’s wirkt, ist unklar: „Zielwerte für die Reichweite liegen nicht vor. Es wird aber davon ausgegangen, dass der Maßnahmenmix eine hohe Kontaktzahl ermöglicht.“

Und noch drei Lesetipps aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Alter macht grummelig: Kollege Sebastian Leber sucht nach Wegen, nicht als „alter weißer Mann“ zu enden – und ein Psychologe und ein Ex-Rocker geben ihm zu denken.
+ Charly macht Faxen: Der von Polizisten bei einer Kontrolle gefundene Fuchswelpe tobt inzwischen durch die Auffangstation. Vorsicht: extrem süße Fotos.
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Berliner Schnuppen
Telegramm
„Katinka auf ihrem letzten Weg begleitet zu haben, das ist mein Lebenskern.“ Nach dem Tod ihrer Lebensgefährtin musste Ex-Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) „einfach raus“ und fuhr 3000 Kilometer allein mit dem Fahrrad durch Frankreich. Kollege Robert Ide hat mit ihr über die Tour, den Abschied und den Neuanfang gesprochen. Hier geht’s zu der sehr persönlichen und berührenden Geschichte.
Gleich zwei Protestaktionen beschäftigten die Polizei am Mittwoch. Propalästinensische Aktivisten kippten „blutrote“ Farbe über die Fassade von Rheinmetall in Mitte. Und Greenpeace-Mitglieder seilten sich von einem Baukran vor dem Kanzleramt ab und befestigten ein Transparent mit der Aufschrift „Freiheit statt fossile Politik“.
Wichtiges Urteil für viele Mieter: Eigentümer in Milieuschutzgebieten bleiben an ihre Vereinbarungen mit den Bezirken gebunden. Geklagt hatten Hausbesitzer, die sich einst beim Kauf verpflichtet hatten, 20 Jahre auf Umwandlung in Wohneigentum und bestimmte Umbauten zu verzichten, um das bezirkliche Vorkaufsrecht abzuwenden. Obwohl dies später gekippt wurde, entschied das Verwaltungsgericht: Die Verträge bleiben gültig.
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Amt, aber sehr glücklich: Checkpoint-Leserin Birgit Martini buchte morgens einen Termin und konnte mittags ihren Personalausweis beantragen. „Ich wurde äußerst zuvorkommend bedient und als blinde Person wunderbar behandelt.“ Knifflig war, dass die Vorgangsnummern nicht aufgesagt, sondern ausschließlich angezeigt wurden. Dennoch schickt Martini „ein großes Lob an das Bürgeramt Pankow, insbesondere die Mitarbeiterin am Arbeitsplatz 20!“
Zum Sport: Am Sonntag ist Halbmarathon, die ersten Straßensperrungen beginnen bereits heute. Hier geht’s zur Route und zu allen wichtigen Informationen.
Alba expandiert: Der Verein plant gemeinsam mit der NBA eine neue Basketball-Arena in Adlershof – und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) dribbelt mit: Dem rbb sagte sie, der Standort sei gut gewählt, man könnte sofort bauen. So schnell kann’s also gehen.
Und in der ausverkauften Uber Arena treten heute die Stars der Premier League Darts an. Robert Großkopf, Präsident des Traditionsvereins Vikings DC, verriet dem Checkpoint Tipps für den nächsten Kneipenbesuch: Zuerst den Pfeil auf dem Zeigefinger ausbalancieren, dann am Gleichgewichtspunkt greifen. Zielen mit dem dominanten Auge, ruhiger Abwurf mit wenig Schulterbewegung. Denn: „Dart macht keinen Spaß, wenn man die Scheibe nicht trifft.“
Wer falsch zielt, den bestraft manchmal das Ordnungsamt. Das merken gerade die Parteien in Friedrichshain-Kreuzberg. 7600 Euro hat allein die Linke zahlen müssen, weil ihre Plakate im vorigen Bundestagswahlkampf 141-mal an verbotenen Stellen und elfmal zu lange hingen. Alles in allem verhängte das Amt 12.700 Euro an Bußgeldern.
Wohin mit dem ganzen Mist? Das fragt sich gerade die landeseigene Grün Berlin GmbH und meint tierische Hinterlassenschaften auf dem Tempelhofer Feld und der Tegeler Stadtheide. Dort grasen Schafe, die offenbar so produktiv sind, dass per Ausschreibung ein Entsorger für das gesucht wird, was am Ende herauskommt.
Auch wild: In Spandau kochen sie Raupen. Im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner soll erstmals die sogenannte „Heißwasserinfiltration“ zum Einsatz kommen. Dabei pumpen Experten heißen Wasserdampf in die Nester und kochen Raupen und Brennhaare ab.
Zitat
„Ein Ja von mir für ein Ja von Berlin“
Hunderte Briefe mit dieser Betreffzeile will der Verein Global Goals Berlin an den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) schicken und so für die Expo 2035 in der Hauptstadt werben.
Stadtleben
Verlosung – „Call me Paris“ erzählt von zwei ungleichen Frauen: Paris Hilton – Partygirl, Reality-TV-Star, Millionenerbin – und Julia, Schülerin aus Bergisch Gladbach. Beide werden mit einem gegen ihren Willen aufgenommenen Sextape konfrontiert – bedrückend aktuell, spielt aber 2004. Die Schaubühne zeigt das Stück vom 27.-29. März sowie ab 3. April. Wir verlosen 1x2 Karten für den Sonnabend (20 Uhr)! Bewerbung hier, 9-42 Euro, Kurfürstendamm 153, U Adenauerplatz
Essen & Trinken – Eine Tapas-Bar ist ideal für ein Glas und ein paar Kleinigkeiten – besonders, wenn man sich nicht festlegen will. Im „Gotxa“ gibt es genau das: vom Gilda-Spießchen zum Drink bis zum Mehrgangmenü. Aufregend sind die Croquetas mit Muscheln, Safran-Aioli und Norialgen, vegan und lecker: krosse Artischocken. Mi/Do 18-23 Uhr, Fr/Sa 18-24, So 13-22 Uhr, Liegnitzer Str. 28, Bus Glogauer Str.
Last-Minute-Spiel – Esther Katz ist bereit: Die junge Staatsanwältin klärt NS-Verbrechen im Team von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer auf – und bringt die Täter vor Gericht. Morgen kann man ihr helfen: beim Ausprobieren des Computerspiels „The Darkest Files“ auf großer Leinwand. Games- und Geschichtsexpert:innen begleiten das Event (18-20 Uhr). Eintritt frei, Anmeldung bis kurz vorher möglich, LpB, Revaler Str. 29, S Ostkreuz
Noch hingehen – Im echten Leben haben sich Emil Nolde und Paula Modersohn-Becker nur einmal kurz getroffen: 1900 in Paris. Der „Kunsthandel Wolfgang Werner“ stellt diese zwei Wegbereiter der klassischen Moderne aktuell in einer intimen Ausstellung gegenüber (bis 18.4.). Hier Bilder von Bäuerinnen und innige Kinderporträts, gegenüber leuchtende Blumen und zwei Berlinerinnen mit Hut. Di-Fr 10-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr, Eintritt frei, Fasanenstr. 72, U Uhlandstr.
Kiekste
Am Ernst-Reuter-Platz leuchtet dieser standhafte Weihnachtsbaum unbeirrt weiter. Kommen da bald Ostereier dazu? Checkpoint-Leserin Anka Wolfram hat das kuriose Schauspiel beobachtet und fragt sich, wer die allabendliche Beleuchtung eigentlich zahlt. Vielen Dank für den Schnappschuss! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de!Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Die Autobahn ist von 21 bis 5 Uhr zwischen Heckerdamm (A111) bzw. Jakob-Kaiser-Platz und Hohenzollerndamm gesperrt, eine weitere Sperrung ist zwischen Detmolder Straße und Konstanzer Straße eingerichtet.
Schönhauser Allee (Prenzlauer Berg): Stadteinwärts ist die Straße in Höhe Milastraße bis Mitte September auf einen Fahrstreifen verengt.
Tiergarten: Ab 6 Uhr beginnen die Arbeiten für den Berliner Halbmarathon. Bis Montag, 18 Uhr, ist die Straße des 17. Juni in beiden Richtungen zwischen Yitzhak-Rabin-Straße und Brandenburger Tor für den Kfz-Verkehr gesperrt. Am Freitagmorgen folgen weitere Sperrungen.
Tiergarten: Der Tiergartentunnel ist in beiden Richtungen gesperrt: in Fahrtrichtung Kreuzberg von 20.30-5 Uhr und in Fahrtrichtung Moabit von 21 bis 5 Uhr.
Nahverkehr – S-Bahn – S75: Von 22 bis 1.30 Uhr ist die Linie zwischen Springpfuhl und Warschauer Straße unterbrochen.
Regionalverkehr – RB22: Von 4.30 Uhr bis Sonntagnacht fallen Züge zwischen Flughafen BER und Königs Wusterhausen aus.
RB24 und RB32: Von 21.30 bis Sonntagnacht fallen Züge zwischen Lichtenberg und Flughafen BER aus.
Demonstration – Für heute sind 15 Demos angemeldet (Stand 25.3., 15 Uhr), u.a. „Vivantes Tochterunternehmen Tarifbewegung: TVöD für alle!“: 250 Demonstrierende, „Verdi Berlin“, Niederkirchnerstr. 5, Lindenstr., Alte Jakobstr. 149 (8-11 Uhr)
„Jedes Jahr aufs Neue: Achte Mahnwache gegen Obdachlosigkeit, Zwangsräumungen!“: 80 Teilnehmende, „Bündnis Gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen“, Rathausstr. 15 (11-23.59 Uhr)
„Rücknahme der 4,5%-Kürzung für Psychotherapie-Honorare! Beanstandungsverfügung jetzt! (...)“: 500 Teilnehmende, „Aktionsbündnis Psychotherapie Berlin“, Glinkastr. 35 (14-16 Uhr)
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebe Christl, Deine kunterbunte Großfamilie gratuliert aus allen Ecken zu Deinem 85. Wir freuen uns, heute an einem Tisch wie bei Niko Pirosmani versammelt zu sein, um Dich zu feiern und georgisch zu genießen.“ / Klaus Hoffmann (75), Liedermacher, Autor und Schauspieler („Die neuen Leiden des jungen W.“) / „Prof. Dr. Jan Kehrberg – 60? Ja, wohl schon. Na, herzliche Gratulation!“ / „Happy Birthday liebster König, ich liebe unser gemeinsames Leben und freue mich über jeden Augenblick. Auf die nächsten 104 Jahre!“ / Axel Prahl (66), Schauspieler, ermittelt u.a. im Münsteraner „Tatort“, früher auch am Grips-Theater / Fatma Şakar (27), Abwehrspielerin bei Union Berlin / Tonka Wojahn (51), Politikerin (Grüne), MdA
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Dr. Rolf Auer, * 20. Februar 1947, verstorben am 6. März 2026 / Prof. Dr. Ron Ferszt, * 12. Dezember 1947, verstorben am 4. Januar 2026 / Felicitas Janik (geb. Hoffmann), * 17. Juli 1936, verstorben am 3. März 2026 / Dr. Eckart Joachim Jürgen Scharmer, * 1. August 1947, verstorben am 6. März 2026
Stolperstein – Hanns Löwis (*1927 in Berlin) hatte eine jüngere Schwester, die mit einem Kindertransport nach England entkommen konnte. Er selbst wurde am 20. November 1942 mit seinen Eltern nach Theresienstadt deportiert und 1944 wurden sie nach Auschwitz verschleppt, wo beide Eltern ermordet wurden. Hanns Löwi wurde kurz vor Kriegsende am 26. März 1945 im KZ Dachau von den Nazis getötet. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Uferstr. 13 in Gesundbrunnen.
Encore
Transfercoup beim FC Bundestag: Felix Magath wird die Abgeordneten bei der bevorstehenden EM der Parlamentsmannschaften coachen. Mit Bayern München wurde der Star-Trainer mehrfach Meister, sogar VfL Wolfsburg führte er 2009 zum Titel. Sein Erfolgsrezept: harte Trainingseinheiten, die ihm den Spitznamen „Quälix“ einbrachten. „Von seinen berüchtigten Waldläufen und Medizinbällen würde ich mich nicht einschüchtern lassen“, sagte der Berliner Bundestagsabgeordnete und Mittelfeldspieler Moritz Heuberger (Grüne) dem Checkpoint. Er hofft, dass Magath die Parlamentarier nach der „eher durchwachsenen“ EM im Vorjahr (vorletzter Platz) nun zu einer „echten Turniermannschaft“ schmiedet. Es kommentiert der Trainer selbst: „Qualität kommt von Qual.“
Die Aufstellung für diesen Checkpoint: Christoph Papenhausen, Madlen Haarbach (Recherche und Texte), Antje Scherer (Stadtleben) und Clara Kreuzberg (Produktion). Morgen geht Daniel Böldt in die Offensive.
Bis bald
