wir starten in die erste Ferienwoche und damit in unseren sommerlich entschleunigten Checkpoint. In den nächsten Wochen beginnen wir wieder jeden Tag mit Ihren Urlaubsgrüßen. Den Anfang macht Pamela Thiele: Sie liest den Checkpoint „während eines Wanderurlaubs in der Nähe von Briançon“, der höchstgelegenen Stadt Frankreichs.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Letzte Glitzerreste funkeln in der Morgensonne: Der CSD war laut Veranstaltern „so groß wie lange nicht mehr“, hunderttausende Demonstrierende dürften zustimmen (nur wenige tanzten aus der Reihe). Mitgefeiert haben auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und seine Partnerin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (beide CDU). „Die Regenbogenfahne gehört in die Mitte unserer Stadt“, sagte Wegner und grenzte sich (ohne Namen zu nennen) von seinen Parteifreunden Friedrich Merz und Julia Klöckner ab: „Da, wo ich Verantwortung trage, wird diese Regenbogenflagge immer in der Mitte der Gesellschaft stehen.“ Für Berlins „First Couple“ stand Truck-Hopping auf dem Programm: Arm in Arm besuchten sie verschiedene Wagen und Gruppen, tanzten zu „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten und posierten für Selfies. Auch die Liebe ist in Berlin Chefsache.
Apropos Hits: Jeder Ferien-Checkpoint bekommt auch diesmal wieder einen Soundtrack. Passend zum Monrose-Revival beim CSD starten wir mit dem Ohrwurm von 2007: „Hot Summer“. Unsere Spotify-Playlist (hier klicken) füllt sich ab heute täglich mit sommerlichen Songs.
Jetzt geht’s um die Wurst: Wo sind eigentlich die Grillwalker geblieben? In den 2000er- und 2010er Jahren wuselten sie scharenweise über den Alexanderplatz, halb Mensch, halb Grill, verkauften Bratwürste für zwei Euro und weniger. Der Reiseführer „Lonely Planet“ empfahl noch 2018: „Halten Sie einen Grillwalker an“. Heute sind die wandelnden Würstchenbuden kaum noch zu sehen.
Ein Fall für die Liste der bedrohten Berliner Arten? Durchaus, bestätigt das Bezirksamt Mitte auf Checkpoint-Nachfrage: In den vergangenen Jahren seien die Genehmigungen „deutlich rückläufig“ gewesen und nun auf einem Tiefpunkt. „Vom Straßen- und Grünflächenamt gibt es derzeit eine gültige Genehmigung.“ Das bedeutet: Theoretisch dürfte in Mitte nur noch ein einziger Grillwalker (legal) unterwegs sein. Bertram Rohloff, Chef der Firma „Grillwalker“, die die Umhänge-Grills vertreibt, schätzt die Zahl sogar auf „eher null“. Drei Geräte verkaufe er inzwischen pro Jahr, die Nachfrage sei seit Corona gesunken. Das liege auch an bürokratischen Hürden.
Bombenstimmung am Klettergerüst: Das Bezirksamt Lichtenberg sucht per Ausschreibung ein Unternehmen zur Kampfmittelsondierung auf zwölf Spielplätzen. Der Anlass: Weil dort jetzt schattenspendende Sonnensegel verankert werden, sollen Experten prüfen, ob Weltkriegsmunition im Boden schlummert. Moooment mal… heißt das etwa, die lieben Kleinen haben bisher explosiv gebuddelt – und ihre gelangweilten Eltern derweil ahnungslos an ihrem Aperol Spritz genuckelt? Das ist tatsächlich möglich: Laut Ausschreibung handelt es sich bei den Spielplätzen um eine „Kampfmittelverdachtsfläche“ – das heißt, dass es nacheiner Luftbildauswertung mindestens einen konkreten Anhaltspunkt für das mögliche Vorhandensein von Bomben, Granaten, Minen oder Munition gibt.
Auch das nächste Thema hat Sprengkraft: Auf dem Schadow-Gymnasium in Steglitz-Zehlendorf gilt ab dem neuen Schuljahr ein verschärftes Handyverbot, wie die Schule online mitteilt. Sobald Schülerinnen und Schüler das Gelände betreten, müssen Smartphones, Tablets, Smartwatches etc. abgeschaltet (bzw. im Flugmodus) und in der Tasche bleiben. Nur im Unterricht und unter Aufsicht dürfen sie genutzt werden, in den Klassen 11 und 12 auch in Freistunden, ausschließlich für schulische Zwecke.
Wer dagegen verstößt und erwischt wird, muss sein Handy abgeben und am Nachmittag im Sekretariat abholen. So soll die „persönliche Kommunikationskultur“ gestärkt unddie Konzentration gefördert werden. Anders als in Brandenburg, wo ab September ein generelles Handyverbot an Grundschulen gilt, entscheidet in Berlin jede Schule selbst. Ein landesweites Verbot hält Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) nach wie vor für keine gute Idee. Und Sie?

Weiter zum nächsten schulischen Dauerbrenner. „Da hilft nur noch anzünden“, dürften sich manche Schülerinnen und Schüler in Lichtenberg und Neukölln denken: Beide Bezirke sparen sich im neuen Schuljahr die Tagesreinigung, also eine zusätzliche Säuberung im laufenden Betrieb. Von der Misere in Lichtenberg ab 2026 berichtet der Kollege Dominik Lenze. Zu Neukölln sagte das Bezirksamt dem Checkpoint: „Die bestehenden Verträge liefen bis Ende 2026 und wurden ordentlich gekündigt. Darüber hinaus wurden die Verträge außerordentlich zum Ende des laufenden Schuljahres gekündigt, um Ausgaben des Bezirksamts so schnell wie möglich zu reduzieren.“
Eine fünfstellige Ersatzzahlung wird voraussichtlich fällig, um insgesamt rund eine Million Euro einzusparen – 20 Millionen Euro groß ist Neuköllns Haushaltsloch insgesamt. Einen „Skandal“ nennt die Entscheidung der Bezirksverordnete Philipp Dehne (Linke), Initiator eines erfolgreichen Bürgerbegehrens, das sich dafür einsetzte, dass Schulreinigungskräfte direkt bei den Bezirken angestellt werden. „Schulen werden dreckiger und der Toilettengang für viele Schüler*innen noch schwieriger. Damit zeigen wir als Gesellschaft Kindern: Mehr seid ihr uns nicht wert!“ Vormerken fürs neue Schuljahr: Klopapier und Desinfektionsmittel mitnehmen.
Neues Kapitel: In den Ferien präsentieren wir täglich seitenweise Sommer. Sie haben uns Ihre liebsten Kiezbuchhandlungen genannt, wir haben sie um Empfehlungen gebeten. Und so finden Sie an dieser Stelle nun täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist.
Den Auftakt macht die Neuköllner Buchhandlung „Leporello“, laut Checkpoint-Leserin Annette Hösterey „großartig und sorgt in Rudow echt für Lebensqualität!“ Inhaber Heinz J. Ostermann empfiehlt „Dunkle Momente“ von Elisa Hoven: „Die Professorin für Strafrecht und Verfassungsrichterin erkundet in ihrem Roman literarischden Graubereich zwischen Schuld und Unschuld. In neun ganz unterschiedlichen Fällen verschwimmt die Grenze zwischen Recht und Gerechtigkeit und scheinbare Gewissheiten lösen sich auf. Das Buch ist sehr gut lesbar, kurzweilig, packend, regt zum Nachdenken und zur Diskussion an und stellt das Krimieinerlei deutlich in den Schatten.“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
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Und noch einige Lesetipps aus der Berlin-Redaktion:
+ Berlins einzige Fischerin am Müggelsee: Maria Thamm wurde der Beruf in die Wiege gelegt, Kälte und Gestank stören sie nur manchmal. Nun macht sie ihre Meisterausbildung.
+ Berlins neuer Lehrer an der Staatlichen Ballettschule: Ulrich Giessel war zuletzt Schulleiter in Nicaragua, jetzt soll er der Spezialschule in der Hauptstadt wieder Halt geben.
+ Berlins TikTok-Mitarbeiter an der Stressgrenze: Ein Content-Moderator sichtet verstörende Videos. „Man wird taub gegenüber Gewalt, Nacktheit, Schmerz.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Schweres Zugunglück in Baden-Württemberg: Im Kreis Biberach ist am Sonntag ein Regionalexpress entgleist, mehrere Menschen sind ums Leben gekommen, es gibt dutzende Verletzte. Ermittler untersuchen nun, ob ein Erdrutsch die Ursache sein könnte.
„Football‘s staying home“: Die Engländerinnen haben ihren EM-Titel verteidigt. Im Finale gegen Weltmeister Spanien siegten sie im Elfmeterschießen mit 3:1. Das Spiel war der beste Beweis dafür, bei welch hoher Qualität der Frauenfußball angelangt ist, schreibt Kollegin Charlotte Bruch.
Wollen Landesbetriebe die Gründung eines Betriebsrats verhindern? Grün Berlin und ihre Töchter Grün Berlin Service und Infravelo klagen jedenfalls gegen die Wahl eines gemeinsamen Betriebsrats, berichtet Kollege Christian Latz. Mitarbeitende, Fachleute und Abgeordnete wittern Taktik: „Ziel ist es, den Betriebsrat plattzumachen“, sagte ein Arbeitsrechtler.
Die Berliner Linke fordert, neben der israelischen auch die palästinensische Flagge vor dem Roten Rathaus zu hissen, „um ein klares Signal der Anteilnahme mit allen, die unter diesem Krieg leiden, zu senden“, sagte Co-Vorsitzende Kerstin Wolter im Interview mit dem Tagesspiegel. Die Linksfraktion in Mitte hatte im Juni gefordert, die Israelflagge abzuhängen – dieser Forderung schlossen sich Wolter und Co-Vorsitzender Maximilian Schirmer nicht an.
Lynn Schibilsky und Jakob Masing sind die besten Abiturienten der Hauptstadt. Team Checkpoint gratuliert herzlich und fragt nach Lernstrategien, Zukunftsplänen und ob man heutzutage noch „Streber“ genannt wird. Schibilsky verrät außerdem, in welchem Fach sie – ein einziges Mal! – nur 14 Punkte geschrieben hat.
14 Jahre alt ist Berlins jüngste Abiturientin: „Mit fehlte ein Punkt bis zu 1,0“, sagt Zoé Atris am Hans-Carossa-Gymnasium in Kladow. Was sie jetzt vorhat, hat sie Kollege André Görke auf einem Spaziergang erzählt.
Die gute Nachricht: Der Reparaturbonus funktioniert (große Nachfrage). Die schlechte: Der Senat hat dafür im zweiten Halbjahr kein Geld mehr (Sie wissen schon, die Haushaltslage…). Ob es 2026 eine Neuauflage gibt, sei offen, teilt die Umweltverwaltung auf eine Anfrage der SPD-Abgeordneten Linda Vierecke mit. Am meisten gefördert wurde die Reparatur von Waschmaschinen (65.093 Euro), Geschirrspülern (64.076 Euro) und Laptops (60.306 Euro).
(Ordnungs-)Amt, aber glücklich: „Ein Hoch auf das Ordnungsamt Charlottenburg-Wilmersdorf und die BSR“, jubeln Checkpoint-Leser und -Leserin Pedro Wolfgang und Dorothea Bamberg: Ein illegal auf einem Spielplatz entsorgter Kühlschrank war schon zwei Tage nach der Meldung wieder verschwunden. Berlin kann auch magisch.
Zitat
„Wo früher Berliner die ganze Nacht anstanden, um ins Berghain zu kommen, stehen sie heute am Morgen Schlange für einen Tisch im La Maison.“
Die „New York Times“ berichtet mal wieder über die Hauptstadt, diesmal über das angesagte Café am Landwehrkanal. Für den Autor „ein Symbol für den Wandel der Stadt“.
Stadtleben
Verlosung – „Die beiden Eheleute Quangel, zwei bedeutungslose Einzelwesen im Norden Berlins, nehmen eines Tages im Jahre 1940 den Kampf auf gegen die ungeheure Maschinerie des Nazistaates, und das Groteske geschieht: Der Elefant fühlt sich von der Maus bedroht.“ Das schreibt Hans Fallada in seinem 1947 veröffentlichten Roman „Jeder stirbt für sich alleine“ und fasst die packende Handlung damit schon ganz gut zusammen. Das Kanttheater hat sich dem Stoff angenommen und feiert in Berlin am 20. August ab 19.30 Uhr auf der Bühne von „Globe Berlin“ Premiere. Wir verlosen 2x2 Karten. Sömmeringstraße 15, U-Bhf. Mierendorffplatz
Essen & Trinken (mit Urlaubsflair) – Warum die Sommerferien nicht ganz verrückt starten und am Montagabend was trinken gehen? Das Wetter macht wahrscheinlich nicht mit, aber zum Glück kann man in der Strandbar vom Holzmarkt auch im Trockenen sitzen und trotzdem den freien Blick auf die Spree genießen. Im Katerschmaus nebenan oder an einem der vielen Food-Stände gibt es außerdem ein umfangreiches kulinarisches Angebot. Mit etwas Glück haben die sonst hier vielfach herumhängenden Party-Touristen am Montag alle einen, nun ja, Kater. Mo-Do 8 bis mindestens 22 Uhr, Fr bis So 8 bis mindestens 23 Uhr, Holzmarktstraße 25, S-Bhf. Ostbahnhof
Mit Anhang – Sommerferien kennt die Biosphäre Potsdam nicht. In den kommenden Wochen sind die kleinen Nachwuchsforscher aufgefordert, ganz genau hinzuschauen, heißt es. Immerhin, es gibt hier mehr als 20.000 exotische Pflanzen und rund 140 tropische Tierarten zu bewundern. Ab Juli können zudem Geheimnisse des Regenwaldes entdeckt und erforscht werden. Die spannende Rätselreise, die extra für den Sommer organisiert wurde, beginnt auf dem Höhenweg in der Tropenhalle und führt quer durch den dichten Dschungel. Bei der Suche nach den verborgenen Lösungen helfen praktische Fernrohre, die verteilt im grünen Dickicht zu finden sind. Der kostenlose Rätselbogen ist an der Ticketkasse erhältlich. Mo bis Fr 9-17, Sa/So 10-17.30 Uhr, Georg-Hermann-Allee 99, S-Bhf. Potsdam
Für umme – Sorgenfrei im Sommer, unter dieser Rubrik ab jetzt auch den Geldbeutel betreffend. Nur noch bis zum 3. August lädt das KENAKO Afrika Festival auf den Washingtonplatz direkt am Hauptbahnhof ein. Unter dem Motto „Frieden im Zeitalter globaler Kriegsführung“ gibt’s Live-Musik, Tanz, Vorträgen, Workshops, Podiumsdiskussionen, kulinarischen Spezialitäten und einen Marktplatz für Kunsthandwerk. Der Eintritt ist kostenlos! S/U-Bhf. Hauptbahnhof
Sommerhappen – Urlaubsmodus, an dieser Stelle auch in der Küche! Mehr als drei Zutaten brauchen Sie für das folgende Gericht nicht: Wassermelonewürfel, Feta (leicht zerbröselt) und ein paar frische Minzblätter als Garnitur: Zack, fertig ist ein sommerlicher Salat, der auch auf Grillpartys der absolute Renner sein dürfte.
Kiekste
„Zitronenschütteln“ à la Neukölln? Diese Erfrischung verdanken wir Leser Jörg Farys! Weitere Berlin-Früchtchen gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A10 (Östlicher Berliner Ring): In den folgenden Nächten bis 30./31.7., jeweils von 20 bis 5 Uhr ist die Autobahn in Fahrtrichtung Dreieck Spreeau (A12) zwischen Anschlussstelle (AS) Freienbrink und dem Dreieck Spreeau gesperrt.
Buschkrugallee (Britz): In stadtauswärtiger Richtung ist das Abbiegen in die Einfahrt zur A100 (Fahrtrichtung Wedding) nicht möglich.
Markgrafendamm (Friedrichshain): Die Straße ist von 5 Uhr bis zum 1.8. abends in beiden Richtungen zwischen Alt-Stralau und Persiusstraße für den Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Klingsorstraße (Lichterfelde): Die Straße ist bis Ende August in beiden Richtungen zwischen Birkbuschstraße und Forckenbeckstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Berliner Allee (Weißensee): Die Straße ist bis Ende August stadtauswärts zwischen Indira-Gandhi-Straße und Caseler Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – BVG – U9: Von Betriebsbeginn bis zum 1.9. hält die Linie nicht am U-Bahnhof Güntzelstraße in Richtung U Osloer Straße.
Tram 12: Von 4 Uhr bis zum 4.8. ist ein Ersatzverkehr zwischen Prenzlauer Allee/Ostseestraße und U Eberswalder Straße eingerichtet.
Regionalverkehr – RE2: In den folgenden Nächten bis 30./31.7., jeweils von 20.30 bis 6.15 Uhr fallen zwischen Nauen und Königs Wusterhausen aus.
RE8: Von 21 Uhr bis zum 1.8.2025, 2.30 Uhr, kommt es auf dieser Linie zu Umleitungen und Halteausfällen sowie veränderten Fahrzeiten einzelner Züge im Raum Berlin. Darüber hinaus kommt es bei einigen Zügen zu Ausfällen in den folgenden Abschnitten: Flughafen BER – Berlin Charlottenburg sowie Flughafen BER – Berlin-Spandau
Demonstration – Für heute sind 19 Demonstrationen angemeldet, darunter laut Polizei die größten temporären (Stand 25.7., 12 Uhr), u.a. „Würde des deutschen Bundestages / Würde des Menschen 2025 in Deutschland“: Zwei Personen, Platz der Republik 1(9-18 Uhr)
„Beendet die Abschiebung jesidischer Flüchtlinge aus Deutschland“: 30 Teilnehmende, „Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin“, Konrad-Adenauer-Straße 1 (10-18 Uhr)
„TikTok verweigert Verhandlungen mit ver.di zu einem Sozialtarifvertrag. 165 Beschäftigte sind von Kündigung bedroht (...)": 100 Personen, „Ver.di“, Magdeburger Platz 1 (13-14 Uhr)
„Nachbarschaftlich zusammen für uneingeschränkte Grundrechte und Friedenspolitik, gegen ID 2020, die Agenda 2030 (...)“: 40 Personen, ab John-F.-Kennedy-Platz über Belziger Straße, Akazienstraße, Apostel-Paulus-Kirche bis Winterfeldtplatz (18-20 Uhr)
„The Peoples State of the Nation Address: Protestkundgebung vor der philippinischen Botschaft (...)“: 20 Demonstrierende, Luisenstraße 16 (19-20 Uhr)
Gericht – Weil er Marmelade gestohlen und auf der Flucht einen Verfolger mit einem Pflasterstein verletzt haben soll, kommt ein 48-Jähriger auf die Anklagebank. Zu der Tat sei es an einem Erdbeer-Verkaufsstand in Berlin-Prenzlauer Berg gekommen. Der Angeklagte habe mehrere Gläser und zwei Plüschtiere gestohlen (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A504).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Jakob Augstein (58), Journalist und ehem. Chefredakteur sowie Verleger von „Der Freitag“ / Santiago Calatrava (74), spanisch-schweizerischer Architekt, Bauingenieur und Künstler, entwarf die Kronprinzenbrücke in Mitte / „Zur Vollendung deines 8. Lebensjahrzehntes gratuliere ich dir, liebe Anke E., voller Bewunderung und wünsche dir, dass du im privaten und beruflichen Bereich weiterhin so aktiv bleiben wirst. Christine H.“ / Bill Mockridge (78), kanadisch-englischer Schauspieler und Kabarettist, moderierte 2015 den Goldenen Internetpreis für Senioren in Berlin / Kai Schumann (49), Schauspieler, u. a. am Hebbel-Theater und der Schaubühne, auch bekannt aus Serien wie „Doctor’s Diary“ / „Susanne Szelag (73), Meinem lieben Frühstücksgegenüber die besten Wünsche für das neue Lebensjahr.“ / Cornelia Yzer (64), Managerin, Rechtsanwältin und ehemalige Politikerin (CDU), 2012 bis 2016 Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung im Berliner Senat
Nachträglich: „Hansjörg ‚Little‘ Kauffmann, gebürtiger Berliner, Kosmopolit und Grieche im Herzen, wurde am 25.07. 85 Jahre alt. Wir gratulieren Dir von Herzen und wünschen viel Gesundheit, Zufriedenheit und immer einen Hund zum Streicheln! Wir freuen uns darauf, mit Dir in Griechenland zu feiern! Es grüßen und umarmen Dich Hella, Iris, Takis, Micha und Verena“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Carl-Jürgen Daunicht, * 4. Juli 1961, verstorben am 6. Juli 2025 / Prof. Ingrid Eleonore Auguste Figur (geb. Manns), * 1. Oktober 1936, verstorben am 15. Juli 2025
Stolperstein – Samuel Heim wurde am 21. August 1875 im damaligen Wronke (heute: Wronki / Polen) geboren. Mit seiner Frau, Regina Keil, und der gemeinsamen Tochter lebte der Kaufmann in Prenzlauer Berg. Im Juni 1942 wurde Samuel Heim verhaftet und von den Nazis ins KZ Sachsenhausen deportiert. Nicht mal einen Monat später, am 28. Juli 1942, wurde er dort ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Pasteurstraße 24 in Prenzlauer Bergan Samuel Heim.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Reichstagskuppel & Co: Team Checkpoint empfiehlt in den Ferien an dieser Stelle 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: eine Fahrt mit dem Touridampfer auf der Spree.
Es ist eine Offenbarung! Kaum legt das Schiff ab, setzt Entspannung ein, Lärm und Hektik bleiben zurück. Die Ansagen im breitesten Berliner Dialekt? Wirken nur vom Land aus schräg, an Deck sind sie informativ und unterhaltsam. Und während Oberbaumbrücke, Museumsinsel und Regierungsviertel vorbeiziehen, landen Buletten mit Kartoffelsalat auf dem Teller. Dazu ein kühles Getränk! Egal ob Citytour, Landwehrkanal oder die Sieben-Seen-Runde: Vom Wasser aus entdecken Ureinwohner wie Zugezogene die Stadt nochmal ganz neu.
Lorenz Maroldt übernahm auch heute einige Logbucheinträge, Tobias Langley-Hunt navigierte durchs Stadtleben und Jasmine Dellé (Produktion) lichtete den Anker. Morgen begrüßen Sie an Bord der MS Checkpoint wieder Lorenz Maroldt und Margarethe Gallersdörfer. Ahoi und bis bald

