Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
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...aber jetzt, wo Sie schon da sind: Testen Sie die Checkpoint Kurzstrecke und lesen Sie Berlins beliebtesten Newsletter mit allen wichtigen Nachrichten und Aufregern der Stadt. Gratis. Von Herausgeber Lorenz Maroldt
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Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Neulich hatte Chantal, die freundliche Sau von Nebenan, einen Bekannten aus der Stadt zu Besuch: Platon, einen Keiler aus Schöneberg. Natürlich ebenfalls Landschaftsarchitekt. Sie müssen wissen, dass unsereins zwischen Beruf und Freizeit nicht so sehr trennt – wir wühlen und graben nun mal unheimlich gern. Nachdem der Besuch etwas Freizeit im Garten verbracht hatte, sah nichts mehr aus wie zuvor. Alles sonderbar winklig. Wo er wohnt, sagte er, sei das normal. Wir sollten ihn doch mal besuchen. Das taten wir auch und siehe da: Gleich der Bahnhof war ein sogenanntes Gleisdreieck. Von dort führte er uns die Luckenwalder Straße hinunter in ein spitzwinklig zulaufendes Grün gleichen Namens, dann über eine alte Gleisanlage – dreieckig versteht sich – und weiter über den Bahnhof Yorckstraße mit lauter parallelen Linien zum Alten St.-Matthäus-Kirchhof, wo unter anderem die Gebrüder Grimm, Rudolf Virchow, Helga Goetze und Rio Reiser ruhen. Weiter durch den Crellekiez, mit einem Abstecher ins Museum der Unerhörten Dinge (Crellestraße 5), über die Julius-Leber-Brücke und den Vorplatz des Bahnhofs Südkreuz zum nicht weniger spitz zulaufenden Naturpark Südgelände. Ein Wunder, dass wir uns an keiner dieser Kanten gepikst oder geschnitten haben, bemerkte ich. Die wahre Schärfe liege im Geist, bemerkte Platon. Nun ja. Wie dem auch sei, ich möchte sagen: Sehr inspirierend, dieser Spaziergang. Kann ich empfehlen. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“