Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
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„Ja, das Wandern, das haben viele schon besungen. So auch Chantal, die trittsichere Sau von Nebenan. Wandern wolle sie, über Stock und Stein, einen Berg erklimmen, um von hoch oben auf alles hinabzuschauen. Zugegeben, letzterem kann sogar ich etwas abgewinnen. Aber, hach, wie mühsam! Da muss man sich entscheiden, ob man sich auf dieses oder jenes Wetter vorbereitet, wie viel man zu trinken mitnehmen sollte. Ganz zu schweigen von der Stilfrage: Pink, zum Beispiel, kann man im grünen Nadelwald einfach nicht tragen, das sieht nicht aus. An einem blauen See, da geht das. Oder wenn die Umgebung in hölzernen Brauntönen erstrahlt: Da wird Blassrosa zu einer interessanten, „ostalgischen“ Note. Zu oft habe ich schon danebengegriffen, weshalb ich nun stets etwas mehr mitzunehmen pflege als unbedingt nötig. Bloß, wer soll das alles schleppen? Etwa auf halber Strecke zwischen Schwedt und Eberswalde, bei Lunow-Stolzenhagen, blieb ich neulich deshalb liegen. „Du und deine Eitelkeit“, rümpfte Chantal ihr trüffelsensibles Riechorgan. Was soll man machen? Nun, ebenda holt man sich einfach tatkräftige, charmante, humorvolle Hilfe: Da gibt es nämlich Esel. Packesel, um genau zu sein, die nur darauf warten, mit Ihnen durch die Landschaft zu ziehen. Sogar kleine Kinder können Sie da einfach oben ablegen, eine rundum tragfähige Sache das. Das fand auch Chantal, der, nachdem sie ihr Minimalgepäck abgeladen hatte, unversehens ein Kompliment zu meiner Garderobe entfuhr. Ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“