Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
Sie wollen Berlins schnellsten Überblick? Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten der Stadt – mit uns verpassen Sie nichts!
...aber jetzt, wo Sie schon da sind: Testen Sie die Checkpoint Kurzstrecke und lesen Sie Berlins beliebtesten Newsletter mit allen wichtigen Nachrichten und Aufregern der Stadt. Gratis. Von Herausgeber Lorenz Maroldt
Sie wollen Berlins schnellsten Überblick? Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten der Stadt – mit uns verpassen Sie nichts!
...aber jetzt, wo Sie schon da sind: Testen Sie die Checkpoint Kurzstrecke und lesen Sie Berlins beliebtesten Newsletter mit allen wichtigen Nachrichten und Aufregern der Stadt. Gratis. Von Herausgeber Lorenz Maroldt
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Schräge Vögel, das muss ich einmal sagen. Einen Pfau haben Sie doch sicher schon einmal gesehen. Aber haben Sie einen Pfau auch schon mal fliegen sehen? Ich kann Ihnen sagen, was da über die Jahrhunderte an Anmut und Eleganz in diesen Vogel hinein gedichtet worden ist, verflüchtigt sich in Windeseile, sobald er versucht, sich mit einem markerschütternden Schrei der Anstrengung in die Luft zu erheben. Plump ist das richtige Wort, jawohl. Angeblich hat dieser Anblick früher schon so manchen Evolutionsbiologen zur Verzweiflung gebracht: Welchen Vorteil sollte ein solch auffälliges Auftreten im Tierreich haben, wenn der Vogel zugleich unfähig zu Flucht und Verteidigung ist? Ein Mysterium, dass er überhaupt so lange überlebt hat, meinte man. Und nicht nur das: Ein kultureller Sinn scheint diesen Vögeln auch zu fehlen. Seit wie vielen Jahren stolzieren sie nun schon auf der Pfaueninsel umher, ohne zu merken, dass sie auf Schlacke- und Glasresten der alchemistischen Geheimforschung des Johannes Kunckel umher watscheln. Der Große Kurfürst hatte Kunckel 1685 die ganze Insel samt neuem Laboratorium überlassen, um dort an Herstellungsmethoden für Glas und Gold zu forschen. Das flog irgendwann in die Luft und schleuderte die erwähnte Schlacke in die Landschaft, die sich mit Glück bis heute finden lässt. Was tut man damit? Anregungen kann man sich ja in Burg (Spreewald) holen. Da zeigt Marita Kuschela von den Kunsträumen, wie man Glasmosaike anfertigt. Das empfehle ich auch diesen Pfauen, dann könnten sie sich etwas nützlich machen. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“