Berlin ächzt unter der Belastung – Bundeshilfe kommt zu spät
Mehr als 20.000 Ukraine-Flüchtlinge hat Berlin bisher aufgenommen – täglich werden es mehr. Nun werden auch Turnhallen zur Belegung vorbereitet. Von Julius Betschka
Sie haben darum gebeten, gedrängt, es eingefordert, gewarnt und gemahnt: Kein halber Tag verging in dieser Woche, ohne dass Regierungschefin Franziska Giffey (SPD) und Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) den Bund eindringlich um Hilfe baten für die Ukraine-Flüchtlinge. 15.000 kommen täglich nach Berlin. Mehr als 20.000 Menschen sind schon in Unterkünften des Landes oder bei Freiwilligen untergekommen – dazu eine unbekannt hohe Zahl bei den 13.000 schon vor dem Krieg in Berlin lebenden Ukrainern.
Am Freitag wurde ein erster Schritt für irgendeine Art von System getan: All jene Flüchtlinge, die nicht bei Freunden und Bekannten unterkommen, sollen durch den Königsteiner Schlüssel auf Unterkünfte in Deutschland verteilt werden.