Berlin liegt flach: Dramatische Situation auf den Kinderstationen
Berlin liegt flach. Derzeit sind so viele Hauptstädter:innen krank wie seit drei Jahren nicht mehr: Das hat die DAK dem Tagesspiegel bestätigt. Die S-Bahn stellt Linien ein, Grundschulen sind halb leergefegt, die Sozialämter kommen nicht mehr hinterher. Doch am dramatischsten ist die Situation auf Berlins Kinderstationen: Die Kliniken sind so überlastet, dass Ärzt:innen kurz vor der Triage stehen. Neben Corona und Grippe fegt das RSV-Virus durch Berlin – die Krankheit kann für Kinder lebensgefährlich sein.
Mein Kollege Hannes Heine hat fünf Kinderärzt:innen begleitet. Eine erzählt von einem Nachtdienst vor wenigen Tagen: „Für ein Kind telefoniere ich an diesem Abend 13 Kliniken ab, finde in ganz Berlin und Brandenburg kein Bett, also übernachtet es, wie vier weitere Kinder, auf einem Bett in der Notaufnahme – was eigentlich nicht vorgesehen ist. Am Ende der Schicht habe ich 38 Kinder behandelt, dass keines gestorben ist, hat auch mit Glück zu tun. In meiner 17-stündigen Schicht habe ich einmal etwas gegessen, viel zu wenig getrunken, war nur einmal auf Toilette und habe keine Minute geschlafen.“