Baerbock: Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren
Auch viele Menschen kommen an ihre Grenzen – aus der Gesamtheit der Nachrichten ergibt sich zu oft kein klares Bild, Angst, Wut und Verzweiflung lösen einander ab im Takt der Nachrichtenticker. Annalena Baerbock fand dazu gestern die richtigen Worte: „Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren. So sehr es uns das Herz zerreißt.“
Zum Beispiel bei der Geschichte von Volodymyr Kororbov, hier erzählt von Alexander Fröhlich. Als Häftling Nummer 72276 saß er im KZ Sachsenhausen bei Berlin. Zum 77. Jahrestag der Befreiung des Lagers am 1. Mai wollte der 96-Jährige noch einmal herkommen, er ist einer der letzten Zeugen der Zeit. Doch jetzt muss er sich in einem Keller in Kiew vor Putins Bomben verstecken.
Dagegen haben es 120 Kinder aus einem Heim in Odessa mit Hilfe der jüdischen Bildungs- und Hilfsorganisation Chabad nach Berlin geschafft – erschöpft, aber gesund. Israels Botschafter Jeremy Issacharoff begrüßte sie bei ihrer Ankunft.