Mehrkosten durch üppige Vergütungen: Neue Senats-Leitungsstäbe kosten Berlin 2,45 Millionen Euro
Der Senat will seine Verwaltungen „handlungsfähiger“ machen. Mit neuen Posten, die viel kosten. Die Deutsche Verwaltungsgewerkschaft spricht von „Selbstbedienungsmentalität“. Von Christian Latz
Als eine der ersten Handlungen hatte der neue Senat eine zusätzliche Leitungsstabsebene in den Senatsverwaltungen eingezogen. Was aus Sicht von Schwarz-Rot die Häuser handlungsfähiger macht, bezeichnete die Deutsche Verwaltungsgewerkschaft angesichts eines Gehalts von mindestens 7812 Euro monatlich für den Chefposten als „Selbstbedienungsmentalität“. Wie auch immer man dazu steht, zumindest die Gesamtkosten sind nun klar: „Je Senatsverwaltung entstehen Mehrkosten in Höhe von rund 245.500 Euro“, teilt die Finanzverwaltung mit. Macht bei zehn Verwaltungen 2,45 Millionen Euro mehr im Jahr. Vor allem auch für neue Referenten- und Sekretariatsstellen, heißt es. Aber was sein muss, muss offenbar sein. „Alternative Lösungen bestehen aus Sicht des Senats nicht.“ Wenig üppig antwortet der Senat auch auf die Frage, warum die häufig mit Parteifreunden besetzten Posten so hoch vergütet werden: „Die höhere Bewertung basiert auf einer politischen Entscheidung des Senats.“ Na dann ist ja alles klar.