„Berlin kann Olympia“: SPD-Kandidat Krach will die Spiele in die Hauptstadt holen

Der Spitzenkandidat der Berliner SPD, Steffen Krach, schließt sich damit der Euphorie des Regierenden Kai Wegner an, der die Olympischen Spiele unbedingt in der Hauptstadt sehen will. An der Bewerbung wird indes fleißig weitergearbeitet. Von Anke Myrrhe.

„Berlin kann Olympia“: SPD-Kandidat Krach will die Spiele in die Hauptstadt holen
Foto: Imago / Jan Hübner

Während München schon abstimmt (26. Oktober), wird in Berlin noch fleißig an der Olympiabewerbung gearbeitet: Die Stadt sei noch nicht so weit, wie sie sein könnte, sagt Kaweh Niroomand, der erst vor zwei Monaten vom Senat mit der Aufgabe betraut wurde, die Spiele in die Stadt zu holen. Dass der DOSB nun doch erst im nächsten September entscheiden will, mit welcher Stadt oder Region er ins internationale Finale einzieht (neben Berlin bewerben sich München, Hamburg und Rhein-Ruhr), ist für Berlin Vor- und Nachteil zugleich.

Einerseits bleibt so etwas Zeit, die Bewerbung überzeugend zu gestalten und vor allem: die Berliner zu überzeugen. Andererseits hat Berlin im Herbst 2026 noch ein anderes Großereignis zu stemmen (und damit ist nicht der Marathon gemeint). Ob man mit Olympia Wahlen gewinnt, da sind viele Beteiligte eher skeptisch – auch wenn die Befürworter in den letzten Umfragen eher in der Mehrheit waren.

Dass Berlin Sportstadt bleibt, ist allerdings eher wahrscheinlich. Der Tennisspieler Kai Wegner (CDU) ist bekanntlich Olympia-Fan und will die Spiele unbedingt nach Berlin holen. Und der SPD-Kandidat? „Er ist glühender Fan von Hannover 96“, sagt Niroomand. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er gegen Olympia ist.“ Fragen wir doch gleich mal nach. Na bitte:

„Ich kann mir in Deutschland keinen besseren Ort für Olympische Spiele als Berlin vorstellen“, sagte Steffen Krach, der sich selbst als „absoluter Sportfan“ bezeichnet. Er sei begeistert von der Idee, „die ganze Sportwelt in unsere Stadt zu holen“, sagte Krach dem Checkpoint. „Ich bin mir sicher, Berlin kann Olympia. Und zwar so, dass es für die Entwicklung der Stadt ein Gewinn ist.“ Dafür brauche es allerdings noch etwas anderes: Krach erwartet „ein klares Bekenntnis der Bundesregierung, dass sie Olympische Spiele in der Hauptstadt und mit ihren vier Partnerländern unterstützt“. Dass der bayerische Part am Kabinettstisch da mitgeht, ist allerdings eher unwahrscheinlich.